Artikel dieser Ausgabe aus Wellness & Gesundheit
Meine Gesundheitsapotheke
Von wegen Dickmacher.
Figurentechnisch ist der Ruf der Kartoffel nicht der beste - ganz zu Unrecht, wie Sie hier erfahren.
Nichts hat so viel Bestand wie ein Vorurteil, davon kann auch dieses Gemüse ein Liedchen singen. Dass sie nämlich »dick aufträgt«, denken nach wie vor viele Menschen und machen deshalb einen großen Bogen um diese Frucht aus dem Boden. Dabei punktet sie vor allem mit inneren Werten.
Von außen eher unscheinbar, überzeugt die Kartoffel unter ihrer dünnen Schale mit vielen wertvollen Nährstoffen. Zweifellos profitierte hiervon auch die hart arbeitende Landbevölkerung, die in früheren Zeiten das günstige Gemüse ihrem ansonsten dürftig ausgestatteten Essen beimengte. Wurde das Gemüse einst als Überlebens-Mittel zu Kriegszeiten angebaut, besinnt man sich heutzutage auf ihre vielseitigen Zubereitungsmöglichkeiten und auf die Sortenvielfalt.
Von festkochend bis mehlig.
200 Sorten soll es mittlerweile weltweit geben – der Stammbaum der Kartoffel aber steht in den südamerikanischen Anden. Das Gemüse, das in manchen Regionen auch Erdapfel genannt wird, wurde in Europa erst im 18. Jahrhundert »salonfähig«. Dann allerdings eroberte es in Windeseile die Küchen weltweit. Der Koch unterscheidet zwischen Frühkartoffeln, den festkochenden Speisekartoffeln und den mehligen Spätkartoffeln, die es erst ab Oktober zu kaufen gibt. Die eiweißreichen Speisekartoffeln eignen sich besonders für Salate oder Pellkartoffeln. Mehlige Kartoffeln verwendet man hingegen eher zum Binden, für Suppen, Pürees und Teige.
Vor allem als Beilage ist die Kartoffel unschlagbar, was an den schier unendlichen Zubereitungsvarianten liegt: Von Salz- und Pellkartoffeln über Kartoffelbrei, Kartoffelsuppe, Reibekuchen und Bratkartoffeln bis hin zu Pommes frites, Kroketten, Ofenkartoffeln und Kartoffelspalten lässt sich einfach alles mit dem beliebten Gemüse anstellen. Sie eroberte sogar das Sofa in Form von Kartoffelchips. Eine Knabberei, die bei keinem Filmabend und auf keiner Party fehlen darf.
Schmeckt gut. Tut gut.
Über die Frage allerdings, ob die Kartoffel nun ein Dickmacher sei oder nicht, wird schon seit einiger Zeit gestritten. Die Antwort lautet: Es kommt allein auf die Zubereitung an! Wer auf seine schlanke Linie achtet, sollte von sämtlichen frittierten und in Fett gebratenen Kartoffelgerichten wie Pommes frites, Bratkartoffeln, Kroketten und natürlich Chips lieber die Finger lassen.





