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Donnerstag, 24. Mai 2012
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Vom Abnehmen nicht nur träumen!

»Schlank im Schlaf« mit Insulintrennkost.

Viele Diäten locken mit Erfolgen in kürzester Zeit – doch die meisten von ihnen bringen auch Nachteile mit sich. Sei es für das Wohlbefinden, die Gesundheit, den Genuss oder das Portmonee. Vom meist unvermeidbaren Jojo-Effekt, der die verlorenen Pfunde schnell wieder zurückbringt, einmal ganz zu schweigen.

Das Programm »Schlank im Schlaf«, das vom Ernährungsmediziner Dr. Detlef Pape entwickelt wurde, verfolgt einen langfristigeren Ansatz. Denn hier geht es nicht darum, durch einseitige oder gar mangelhafte Ernährung schnell ein paar Kilos herunterzuhungern. Vielmehr werden die Essgewohnheiten so umgestellt, dass sich der Körper quasi im Schlaf um überflüssige Fettreserven kümmert.

Alles hat seine Zeit
Ein großer Vorteil von »Schlank im Schlaf« (SiS) ist, dass man weiterhin fast alles essen darf; niemand muss auf sein Leibgericht verzichten oder befürchten, dass er nicht richtig satt wird. Die Vorgabe dieser Ernährungsweise ist aber, dass man bestimmte Lebensmittel nur zu bestimmten Zeiten essen sollte, in denen sie gut zum Biorhythmus passen.

Im Großen und Ganzen geht es bei SiS um die gezielte Verteilung von Kohlenhydraten und Eiweiß im täglichen Ernährungsplan. Die Grundidee entstammt somit der bekannten Trennkost nach Howard Hay. Allerdings wurde sie noch deutlich ver­bessert.

Mach mal ’ne Pause
Besonders beim Verzehr kohlenhydrat­reicher Kost wird vom Körper Insulin ausgeschüttet, das bei der Regelung des Blutzuckerspiegels eine wichtige Rolle spielt, aber gleichzeitig den Abbau der Fettreserven behindert. Wer den ganzen Tag über Kohlenhydrate zu sich nimmt – zum Beispiel durch Naschen – hält auch die Bauchspeicheldrüse auf Trab und wird kaum abnehmen können.

Daher ist es wichtig, zwischen den Mahlzeiten Pausen von mindestens fünf Stunden einzuhalten, um den Insulinspiegel nicht immer wieder in die Höhe zu treiben. Zusätzlich wird die Kohlenhydrat-Zufuhr (Zucker + Stärke) bewusst gesteuert. Für Diabetiker ist SiS je nach Typ daher nur bedingt geeignet.

Zum Frühstück: Kohlenhydrate
Das Frühstück darf gerne süß und üppig ausfallen. Morgens sind Kohlenhydrate ausdrücklich erlaubt, um dem Körper die notwendige Energie für einen guten Start in den Tag zukommen zu lassen. Toast, Brötchen, Croissants und Waffeln, garniert mit leckerer Konfitüre, Honig, Sirup oder Nuss-Nougat-Creme. Alles erlaubt! Gerne natürlich auch Obst oder Müsli, aber das dann lieber kombiniert mit Saft oder Soja-Milch und nicht mit Kuh-Milch. Eiweißreiche Nahrungsmittel sollten morgens nämlich noch gemieden werden, weil sie den Stoffwechsel ankurbeln und die Kohlenhy­drat-Power verpuffen lassen, sodass bald Hunger aufkommt. Auch Käse, Wurst, Eier oder Joghurt sind daher noch nicht beim Frühstück dran.

Zum Mittag: fast freie Auswahl
Das Mittagessen besteht aus Kohlenhydraten und Eiweiß. Nachmittags braucht der Körper in der Regel keine schnelle Energie mehr, daher ist hier vollwertige Mischkost angebracht. Hier kann also alles gegessen werden, was man möchte – solange es gesund ist.

Übermäßig Fettiges eignet sich beispielsweise generell nicht für eine gute Ernährung und hat auch hier nichts verloren. Die Mahlzeit sollte ausgewogen sein und gut sattmachen. Das kann zum Beispiel ein Eintopf mit Fleisch, Gemüse und Kartoffeln sein, ein Kartoffel- oder Nudelsalat mit Ei oder Fisch mit Gemüse und Reis.

Zum Abendessen: Eiweiß & Co
Mit dem Abendessen werden die Weichen für einen Fettabbau im Schlaf gestellt, indem konsequent auf Kohlenhydrate verzichtet wird, die ja sonst das hinderliche Insulin »provozieren«. Wer sich nun an eiweißhaltigen Gerichten mit viel Salat, stärkearmem Gemüse und etwas Fleisch satt isst, steuert den Stoffwechsel so, dass die Fettzellen nachts für die normalen Regenerations- und Reparaturprozesse in Anspruch genommen werden müssen. Verzichten Sie jetzt auf Getreideprodukte, Kartoffeln, Mais, Hülsenfrüchte, stärkehaltige Soßen, Obst, Süßigkeiten, Limonade, Saft und so weiter.

Zum Schluss: ein paar Tipps
Sport ist auch bei SiS ein zusätzlicher Erfolgsfaktor. Trainiert wird am besten am Nachmittag oder frühen Abend, um die erhöhte Fettverbrennung noch mit in die Nacht zu nehmen. Trinken Sie tagsüber zwischendurch Wasser, Kaffee (mit wenig Milch, Süßstoff ist erlaubt) oder Tee. Einen akuten Anflug von Heißhunger kann man mit Trinken, etwas Käse, Bouillon, Naturjoghurt oder ein paar Nüssen bekämpfen. Natürlich spielen auch bei SiS individueller Stoffwechseltyp und Kalorienbedarf eine Rolle, die Beachtung finden sollte, wenn man sich näher mit dem Programm beschäftigt.

Weitergehende Informationen, wie Listen mit kohlenhydratarmen Lebensmitteln oder Rezepte, sind im Internet oder den Fachbüchern zum Thema zu finden – von denen Sie hier gleich eins gewinnen können!flo

Leicht in den Schlaf mit wenig Kohlenhydraten.
Fotos: Fotolia (1). mcm-Archiv (1)