Artikel dieser Ausgabe aus Wellness & Gesundheit
Meine Gesundheitsapotheke
Stress lass nach
Stressbewältigung
Ob Hausfrau oder Geschäftsführer eines Großkonzerns, ob kurz vor der Matheklausur oder kurz nach dem Examen: Jeder kennt Stress, und jeder geht anders damit um.
Stress ist die Volkskrankheit Nummer 1. Sie wurde von der WHO zur größten Gesundheitsgefahr für das 21. Jahrhundert erklärt. Der Begriff, einst aus der Physik entlehnt als Bezeichnung für den Zug oder Druck auf ein Material, hat ursprünglich eine durchaus neutrale Bedeutung.
Er steht zum einen für die durch äußere Reize (Stressoren) hervorgerufenen Reaktionen, die Mensch und Tier zur Bewältigung besonderer Anforderungen befähigen, zum anderen für die dadurch entstehende körperliche und geistige Belastung. Und genau an diesem Punkt hat die Bezeichnung Stress im allgemeinen Sprachgebrauch ihre negative Färbung angenommen.
Stress – mal negativ, mal positiv
Stress kann sich punktuell oder chronisch auswirken und ist individuell, denn er entsteht in der Interaktion zwischen dem Einzelnen und seiner Umwelt. Der Grund dafür kann physikalischer Natur sein (Kälte, Hitze, Lärm, Zigarettenrauch), emotional bedingt sein (eine hohe Erwartungshaltung oder Befürchtungen), und oft liegt die Verantwortung auch bei psychosozialen Faktoren (Zeitmangel, Geldknappheit, große Verantwortung, Mobbing oder sogar Langeweile).
Kaum verwunderlich, dass der Name „Eustress“ den meisten nicht geläufig ist. Er benennt die positive Form von Stress wie zum Beispiel Lampenfieber, das oft alles andere als negative Auswirkungen hat. Auf jede Anspannungsphase muss so oder so eine Entspannungsphase folgen, da nur bei ausreichender Erholung ein gesundes Niveau gehalten werden kann. Folgen in kurzen Abständen weitere Stressoren, wächst allerdings das Erregungsniveau. Das kann böse Folgen haben!
Erkrankung mit vielen Gesichtern
Die Zeit wird schnelllebiger, und der Mensch wird immer älter. Daher werden die Folgen von Stress zunehmend sichtbar. Bei Erwachsenen äußert sich dies zum Beispiel in verminderter Kreativität, Traurigkeit, Schlaf- und Appetitlosigkeit, in schwerwiegenden Fällen bis hin zu Hörsturz, Schlaganfall oder Herzinfarkt. Typische Stressreaktionen bei Kindern und Jugendlichen sind Stottern, Fingernägelkauen, Schulangst oder Essstörungen.
Vor der Bewältigung steht die aktive Vermeidung von krank machendem Stress. Im Zusammenhang mit dem ständig zunehmenden Arbeitsstress bildet der Arbeitsschutz die gesetzliche Grundlage. Auch Betriebsräte und Gewerkschaften sind mehr denn je gefordert.
Im privaten Bereich ist oft Selbsthilfe gefragt. Stichwort: „Freizeitstress“. Auch den gibt es! Hin und wieder sollte man sich das Recht nehmen, nein zu sagen oder sich Vorhaben offenzuhalten. Man wird Sie verstehen! Nehmen Sie sich häufiger mal ein halbes Stündchen, um abzuschalten – in mehrerer Hinsicht: Handy aus, Telefonstecker ziehen und den Fernseher aus lassen. Lieber mal ein Hörbuch hören, ein Buch lesen oder ein Nickerchen machen, anstatt sich genervt durch die Programme zu zappen, weil ja eh nichts Gutes läuft
In der Ruhe liegt die Kraft
Es gibt kein Patentrezept gegen Stress. Man muss sich an persönlichen Stärken orientieren. Warum einen Dauerlauf machen, wenn man es als pure Quälerei empfindet? Erholungsressourcen lassen sich auf verschiedene Weise reaktivieren: ein vernachlässigtes Hobby wieder aufnehmen, Freunde treffen, erzählen und zuhören. Wichtig ist, sich einen Überblick zu verschaffen, Prioritäten zu setzen, Unvermeidliches nicht weiter vor sich her zu schieben und sich nach Erledigung mit einem Päuschen zu belohnen. Ob Joggen oder Schaumbad – finden Sie einen Gegensatz zum Arbeitsalltag!
Dass derlei Ablenkung auch sehr kurios ausfallen kann, belegt eine im Internet angebotene „Geschenkidee“, die da lautet: „Auto zertrümmern mit dem Vorschlaghammer (auf einem Schrottplatz natürlich) und Aggressionen lösen sich in Luft auf.“ Nun ja, wenns hilft, warum eigentlich nicht?!
Entspannen ist erlernbar! Es gibt eine Vielfalt an Ratgeberliteratur, Internetforen und Kursen. Autogenes Training wird von vielen Krankenkassen unterstützt. Die Methode arbeitet mit Autosuggestion (zum Beispiel sagt man sich selbst: „Mein Arm wird schwer“, und der Körper reagiert). Es nimmt einige Zeit in Anspruch, bis man sie beherrscht, doch erweist sie sich in jedem Fall als sinnvoll, will man nicht an den Folgen von Stress ernsthaft erkranken. Eine weitere Methode ist die Progressive Muskelrelaxation. Sie kriegen das problemlos über die Lippen? Das ist doch schon mal ein gutes Zeichen! Hier liegt der Schwerpunkt auf Muskel- und Atemübungen.
Tipps bei Stress
Hier finden Sie Hilfe und weitere Tipps zum Umgang mit Stress:
www.meine-gesundheit.de
www.stress-kurs.de
Stresstest unter:
www.palverlag.de
Stressfrei lebt es sich gesünder. Also, geben Sie auf sich Acht!
tide





