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Freitag, 10. September 2010
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So starten Sie gut durch.

Ein vollwertiges Frühstück bringt Energie und Kraft für den Tag.

Das Thema Essen beschäftigt uns den ganzen Tag – vor allem in geschmacklicher Hinsicht. Doch so wichtig wie der Genuss sind auch der gesundheitliche Aspekt und die Esskultur. Das Wie und Wo ist durchaus nicht nebensächlich.

Um den ganzen Tag über voll konzentriert zu sein, braucht der Körper ein gutes Frühstück. Viele wachen früh auf und sind immer noch müde. Damit Sie den ganzen Tag auch überstehen können, sollten Sie das Richtige frühstücken. Am geeignetsten sind Vollkornbrot mit einem fettarmen Belag oder Müsli mit Obst.

Die Mischung macht’s.
Bei einer Studie an der Harvard Medical School in Boston hat man festgestellt, dass man eher zu Übergewicht, Diabetes und Herz-Kreislauf-Krankheiten neigt, wenn man häufig das Frühstück auslässt. Denn oft bekommt man dann Heißhungerattacken, isst sinnlos alles in sich hinein und nimmt so mehr Kalorien zu sich als man braucht.

Ein gutes Frühstück hebt den Blutzuckerspiegel und bringt damit die Gehirnzellen in Schwung. Forschungen haben gezeigt, dass ein richtig zusammengestelltes, gesundes Frühstück das Erinnerungsvermögen und das Verstehen komplexer Informationen fördert.

Wichtig ist hierbei die Zusammenstellung. Fachleute raten: 60 Prozent Kohlenhydrate, zehn Prozent Eiweiß und nicht mehr als 30 Prozent Fette. Außerdem sollte die Kost ballaststoffreich sein.

Besonders effektvoll für eine Ernährungsumstellung ist es, das »kontinentale« Brötchen-Butter-Marmelade-Frühstück durch Frisch-Kornmüsli mit Obst und Milch oder Joghurt oder durch Vollkornbrot mit Quark zu ersetzen.
Der Körper erhält die für den Tag nötige Energie durch die Zufuhr von kohlenhydratreicher Kost, die ihr Energiepotenzial (Glukose) nur langsam abgibt. Über Nacht wird nämlich der Glukosevorrat weitgehend aufgebraucht, und da das Gehirn ausschließlich Glukose (Traubenzucker) verbrennt, ist Nachschub nötig.

Aber: Unterschiedliche Sorten Kohlenhydrate werden mit unterschiedlicher Geschwindigkeit in Glukose umgewandelt. Kristallzucker besteht aus einfachen Kohlenhydraten und wird sehr schnell abgebaut.

Glukose wird langsam über mehrere Stunden ins Blut geliefert, mit der positiven Folge, dass der Körper weniger Insulin ausschüttet und weniger genötigt ist, Glukose zu speichern, um sie später abgeben zu können. Eine verzögerte Freisetzung der Kohlenhydrate verursacht ein gutes Sättigungsgefühl, das über längere Zeit anhält und vor Heißhunger schützt.

Hunger ist nicht gleich Hunger.
Zur persönlichen Gesundheit zählt es genauso, den Appetit im Auge zu behalten und zu prüfen, ob man tatsächlich Hunger verspürt oder einfach nur Lust auf etwas hat. Richtig und wichtig ist, sich die Zeit zum gesunden Frühstücken zu nehmen – auch wenn es erst gegen 9.00 oder 10.00 Uhr ist.

Ein gesundes Frühstück ist der beste Stressbrecher! Um die Anfechtungen und Probleme des Tages zu überstehen, sind Serotonin erhöhende Kohlenhydrate und Vitamin B-Komplex wie Mehrkornbrot und Haferflocken das richtige Frühstücksprogramm. Die Einnahme eines kohlenhydratreichen Frühstücks und wenig Fett ist der beste Start in den Tag.
Der Stoffwechsel wird spontan angeregt und der Körperfett­anteil wird sich langfristig auf einem gesunden Niveau einpendeln.

Der Verzicht auf das Frühstück verlangsamt den Stoffwechsel. Wer also morgens nichts isst, erschwert es dem Körper, angesammeltes Fett zu verbrennen.

Das sollte man zum Frühstück essen:
Obst und Gemüse – Diese enthalten viele Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Das ist gut für den Stoffwechsel. Es reicht, wenn Sie zum Beispiel eine Möhre oder einen Apfel essen.
Getreide – Haferflocken zum Beispiel enthalten Kohlenhydrate, welche gut für das Hirn und die Muskeln sind. Wenn Sie Ihr Müsli dann noch mit Milch und Obst kombinieren, ist das ein perfektes Frühstück oder auch eine leckere Zwischenmahlzeit.

Nüsse und Samen – Diese enthalten essentielle Fettsäuren, Zink und die Vitamine E und B. Auch Eisen ist enthalten, welches die Konzentration, das Reaktionsvermögen und die Denkfähigkeit erhöht. Geben Sie zum Beispiel ein bis zwei Esslöffel Nüsse oder Samen in Ihren Joghurt oder ins Müsli.     Tanja Möller

Ein guter Start in den Morgen: Vollkornbrot mit Quark, Schnittlauch und essbaren Borretschblüten
Fotos: Shutterstock (1), Henrik Matzen (1)