Artikel dieser Ausgabe aus Wellness & Gesundheit
Meine Gesundheitsapotheke
Knabbern Sie sich gesund!
Mit der richtigen Ernährung bleiben Ihre Zähne stark.
Zähneputzen ist wichtig, das lernt heute jedes Kind schon im Kindergarten. Aber Sie können noch viel mehr tun, um Ihre Zähne stark und gesund zu erhalten, denn die Auswahl der Lebensmittel trägt in hohem Maße dazu bei.
Vollkornprodukte und Rohkost müssen ordentlich durchgekaut werden. Gut für Ihre Zähne, denn der dabei produzierte Speichel neutralisiert Säuren und versorgt den Zahnschmelz mit wichtigen Mineralien. Durch das intensive Kauen werden außerdem Beläge von den Zähnen entfernt und das Zahnfleisch massiert.
Das tut gut
Manche Lebensmittel sind besonders reich an wertvollen Stoffen, die die Zähne schützen und stärken: Brokkoli enthält viel Vitamin K, Vitamin C, Kalzium, Folsäure und Phosphor. Damit ist er ein wahres Multitalent für Entzündungshemmung, Wundheilung, kräftiges Zahnfleisch und starke Zähne. Auch Käse, Joghurt und andere Milchprodukte, Paprika, Petersilie oder Weizenkeime und fetter Seefisch wie Hering machen Ihnen und Ihrem Zahnarzt Freude.
Tee ist ebenfalls empfehlenswert, jedenfalls schwarzer und grüner Tee (ohne viel Zucker). Diese Teesorten enthalten sekundäre Pflanzenstoffe, die gegen Karies und Mundgeruch wirken. Gegen Kariesbakterien hilft nach Vermutungen der Wissenschaftler auch der Gerbstoff Catechin. Außerdem steckt viel Fluor drin, gut für starke Zähne.
Süßes oder Saures?
Weniger glücklich sind Ihre Zähne mit süßen und klebrigen Speisen – wen wundert’s? Die setzen sich im Mundraum fest und bieten den schädlichen Bakterien ein wahres Schlaraffenland. Manchmal versteckt sich Zucker auf den Zutatenlisten auch unter den Begriffen Saccharose, Glukosesirup oder Malzextrakt. Selbst Honig ist aus Sicht der Zahngesundheit mit Vorsicht und in Maßen zu genießen.
Stärkehaltige Lebensmittel wie Brot, Cornflakes oder Salzstangen enthalten zwar nicht unbedingt reinen Zucker, sind aber trotzdem nicht unbedenklich. Denn beim Kauen im Mund zersetzt sich die Stärke nach und nach in Zucker.
Also lieber sauer als süß? Eher nicht! Säuren greifen den Zahnschmelz an, egal ob Zitronensäure in Erfrischungsgetränken oder Säure in Wein, Essig, Obst oder Fruchtsäften. Natürlich ist Obst gesund, doch Ihren Zähnen zuliebe sollten Sie nach dem Essen von Obst mindestens eine Stunde warten, bis Sie die Zähne putzen. Sonst schädigen Sie den Zahnschmelz und putzen neben den Bakterien auch viele wichtige Mineralien weg. Am besten ist es, säurehaltige Lebensmittel nicht den ganzen Tag über zu essen oder zu trinken, sondern in einer einzigen Mahlzeit. Abwechslung bei den Lebensmitteln schmeckt nicht nur lecker, sondern tut auch den Zähnen gut.
Klingt alles fast so, als dürften wir nur noch Gemüse essen. Ganz so schlimm ist es natürlich nicht. Grundsätzlich ist alles erlaubt, aber in Maßen und mit Bedacht. Sie sollten zum Beispiel darauf achten, Süßigkeiten nicht über längere Zeit nebenbei zu naschen. Eine ganze Tafel auf einmal schadet Ihren Zähnen weniger als Naschen über Stunden hinweg. Und den Säureangriff von Limonaden, Fruchtsäften oder Wein können Sie mit einem Glas Wasser hinterher entschärfen. Auch Milch neutralisiert. Einen wichtigen Helfer im Kampf gegen Säuren und Bakterien produzieren wir selbst: unseren Speichel. Mit einem zuckerfreien Kaugummi nach dem Essen lässt sich die Speichelproduktion anregen.jp
Ihre Zähne werden sich freuen
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