Artikel dieser Ausgabe aus Wellness & Gesundheit
Meine Gesundheitsapotheke
Kleine Kraftpakete für den Winter.
Unter der harten Schale von Nüssen verbergen sich Köstlichkeiten mit einem hohen Nährstoffgehalt.
Die Mühe des Knackens lohnt sich, denn der Inhalt schmeckt nicht nur, er ist auch gesund. So enthalten Nüsse leicht verdauliches Eiweiß, hochwertiges Keimöl, Energie spendende Kohlenhydrate, Vitamine (B-Gruppe und Vitamin E) sowie Mineralstoffe (Phosphor, Eisen
und Kalzium).
Früher kannten wir hauptsächlich Walnüsse, Mandeln und Haselnüsse, die seit Jahrhunderten in der vorweihnachtlichen Backzeit zum Einsatz kommen. Längst aber hat uns der Einfluss der asiatischen Küche auch mit Erd- und Cashewnüssen sowie Pistazien, Macadamia- und Pekannüssen bekannt gemacht. Und diese Spezialitäten werden nicht nur im Dessert- und Backbereich verwendet.
Alles Nuss, oder nicht?
Viele Nüsse, die wir als solche bezeichnen, gehören botanisch gesehen nicht dazu. Walnüsse, Pistazien, Kokosnüsse und Mandeln zählen tatsächlich zu den Steinfrüchten, während Erdnüsse Hülsenfrüchte sind und Paranüsse zu den Kapselfrüchten gerechnet werden. Um echte Nüsse handelt es sich nur bei den Haselnüssen und Esskastanien.
Alle aufgezählten Sorten sind sehr fettreich, mit Ausnahme der Esskastanie, die auch als Einzige nur im gekochten Zustand verzehrt werden kann. Frisch geknackt schmecken alle Nüsse am besten, denn sobald sie länger mit Sauerstoff in Kontakt kommen, können sie durch den hohen Fettanteil ranzig und somit ungenießbar werden. Die beste Lagerung für Nüsse in der Schale empfiehlt sich in trockenen, kühlen und luftigen Räumlichkeiten.
Echte Persönlichkeiten.
Walnüsse sind unser heimischer Nussklassiker und können frisch oder getrocknet verwendet werden. Die Vitalstoffe der Kerne sind gut für Haut und Haare, senken den Cholesterinspiegel, halten die Arterien frei und stärken das Herz. Diese Heilkräfte wirken durch den hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren.
Außerdem enthält die Walnuss deutlich mehr Vitamin A, B, C und E als die meisten Gemüsesorten. Der einzige Nachteil sind die Kalorien: 100 Gramm Walnusskerne enthalten 700 Kalorien. Ernährungsexperten raten, fünf Walnüsse pro Tag zu verzehren, um alle gesundheitsfördernden Wirkstoffe zu erhalten und die Kalorienzufuhr im Rahmen zu halten.
Auch die Blätter des Walnussbaumes finden Verwendung – und zwar als Tee. Dafür werden frische oder getrocknete Blätter mit kochend heißem Wasser übergossen. Anschließend muss der Tee fünf Minuten ziehen. Man rechnet zwei Teelöffel auf einen halben Liter Wasser. Dieser Tee sollte täglich getrunken werden und hilft bei Blutarmut, Darm- und Lebererkrankungen sowie Gicht und Rheuma.
Weltweit werden Nüsse pur geknabbert, oft zusätzlich geröstet und gesalzen. Doch sie haben kulinarisch weitaus mehr zu bieten. Nüsse können auch in Hauptgängen (zum Beispiel bei Gemüsezubereitungen) im Ganzen oder gemahlen verwendet werden und lassen sich wunderbar mit Curry-Speisen verbinden.
Die Früchte der Esskastanie sind sehr stärkehaltig und können geröstet oder gekocht verzehrt werden. Weitere Verwendung findet die Esskastanie in Farcen und Füllungen (zum Beispiel Truthahn) oder süßen und pikanten Pürees. Im Gegensatz zu allen anderen so genannten Nüssen haben 100 Gramm Esskastanien nur 210 Kalorien. Sie sind reich an B-Vitaminen, Kalium, Magnesium und Phosphor.
Pistazien sind schon hinsichtlich ihrer Farbe eine optische Bereicherung. Sie werden ungeschält, geschält, gehackt, geröstet und gesalzen angeboten. Den größten Einsatz finden sie beim Dekorieren und bei der Speiseeisherstellung. Weiterhin sind sie Bestandteil von Würsten und Fleischpasteten und unverzichtbar in griechischem und türkischem Gebäck.
Pistazien haben einen hohen Gehalt an Eiweiß und Vitamin A, helfen sogar Krebs vorzubeugen, da sie eine Form von Vitamin E besitzen, welches vor freien Radikalen schützt. Also: Lassen Sie es sich schmecken! Tanja Möller






