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Samstag, 04. Februar 2012
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Artikel dieser Ausgabe aus Wellness & Gesundheit

Jeder kann Leben retten!

Regelmäßiges Blutspenden ist einfach und hilft vielen.

Mit rund 3,8 Millionen Einheiten pro Jahr sammelt alleine das Deutsche Rote Kreuz (DRK) schon zirka 75 Prozent aller in der Bundesrepublik abgegebenen Blutspenden ein. Unabhängige, staatlich-kommunale und universitäre Dienste, der Blutspendedienst der Bundeswehr, Krankenhäuser und Pharma-Unternehmen steuern aus ihrer Arbeit ein weiteres Viertel bei.

Auch wenn diese Zahlen beeindruckend und damit recht beruhigend zu sein scheinen – sie sind es leider nicht! Die gesammelten Spenden reichen schon heute kaum aus, und diese Schieflage wird durch die Überalterung unserer Gesellschaft bald noch größer, denn in der Regel kann man nur bis zum 69. Lebensjahr teilnehmen. Dabei ist Blutspenden sehr wichtig, ganz einfach und völlig ungefährlich.

Power-Treibstoff.
Das rote Lebenselixier ist durch nichts zu ersetzen. Jeder Bestandteil, jede einzelne Zelle erfüllt eine wichtige Funktion, ohne die der Organismus aus dem Gleichgewicht geraten würde. Daher wird es auch als »flüssiges Organ« bezeichnet. Ungefähr fünf bis sechs Liter hat ein Mensch davon in seinem Kreislauf; kleinere Verluste können ohne Weiteres wieder ausgeglichen werden.

Bei größeren Verlusten droht aber das ganze System zusammenzubrechen. Blut ist ein Multitalent, sei es als Transportmittel von Sauerstoff, Nährstoffen, Stoffwechselprodukten oder Wärme, sei es als Schutzschicht auf Wunden oder als »Streitmacht« gegen Krankheitserreger.

Viel hilft viel.
Interessanterweise steigt der Bedarf an Blutspenden mit dem Fortschritt der Behandlungsmethoden ständig an. Neue, extrem (zeit)aufwändige Operationstechniken, Transplantationen und Therapien werden durch die moderne Transfusionsmedizin erst möglich gemacht. Das meiste Blut wird heutzutage für die langwierige Behandlung von Krebspatienten benötigt, deren Zahl zusätzlich stetig ansteigt. Aber auch Herz-, Magen- oder Darmkrankheiten sowie Sport- und Verkehrsunfälle benötigen ein relativ hohes Kontingent.

Schwere innere Verletzungen können die Bereitstellung von mehr als zehn Blutspenden innerhalb kürzester Zeit notwendig machen. Der größte Teil aller Bundesbürger wird nach Expertenschätzungen im Laufe seines Lebens mindestens ein Mal auf eine Transfusion angewiesen sein. Aber gerade einmal drei Prozent aller Menschen, die geeignet wären, spenden selber Blut.

Einfach einchecken.
Neben den lokalen Spendestellen sind zusätzlich etwa 200 Teams aus sieben regional tätigen Blutspendediensten des DRK im Land unterwegs.
Zum ersten Mal anmelden kann sich dort jeder, der zwischen 18 und 60 Jahre alt ist und sich fit fühlt. Bei einem gründlichen Eingangs­check werden Kreislauf und Blut des Freiwilligen dann noch einmal genauer unter die Lupe genommen, denn nur wenn wirklich kein Risiko besteht, wird man zur Spende zugelassen.

Übrigens eine gute Gelegenheit, sich wieder einmal ausführlich über den eigenen Gesundheitszustand informieren zu lassen. Nach ein paar Wochen bekommt man seinen Spenderausweis und ist von nun an ein Teil dieser wichtigen Bürgerinitiative.

Geld spielt keine Rolle.
Obwohl der Wert einer Spende unschätzbar hoch ist, kann er nicht mit Geld belohnt werden: Aus ethischen Gründen ist der Handel mit Organen und auch Blut verboten. Material, Personal, Lagerung, Logistik und Weiterverarbeitung zu verschiedenen Blutprodukten verursachen allerdings pro Spende erhebliche Kosten, die den Krankenhäusern beziehungsweise Krankenkassen in Rechnung gestellt werden müssen. Alle Einnahmen daraus dürfen aber nur in diesem Bereich eingesetzt werden und stehen nicht einmal für andere Hilfszwecke zur Verfügung.

Ein kleiner Pieks für einen Menschen ...
Frauen dürfen bis zu vier Mal im Jahr spenden, Männer bis zu sechs Mal. Eine Infektionsgefahr besteht nicht, da für jeden Vorgang ein komplett neues, steriles Einweg-System benutzt wird. Während der Spende kann man es sich auf einer Liege gemütlich machen. Dabei werden neben drei Röhrchen mit Proben für die routinemäßigen Untersuchungen auch zirka 500 Milliliter Blut entnommen.

Die Spende selbst dauert nur wenige Minuten; der gesamte Vorgang mit Anmeldung, kurzer Voruntersuchung und anschließender Erholungsphase dauert nicht viel mehr als eine Stunde. Diese Pause sollte man dem Kreislauf gönnen, um wieder »auf die Beine« zu kommen. Und außerdem gibt es ja zur Stärkung auch kostenlos etwas zu essen und zu trinken!flo


Wo und wann auch Sie einen großen Beitrag zur Deckung des alltäglichen Blutbedars leisten können, erfahren Sie z. B. im Internetportal des DRK (www.drk-blutspende.de ) oder unter der kostenlosen Tel. 0800 1194911

Entspanntes »Nichtstun« für einen guten Zweck. Jede Spende zählt!