Artikel dieser Ausgabe aus Wellness & Gesundheit
Meine Gesundheitsapotheke
Iss abnehmbar!
Übergewicht
In Deutschland wird Übergewicht zunehmend zum Problem.
In Japan dagegen gibt es kaum Übergewichtige. Ein Grund mehr, den Bauch einmal Richtung Osten zu wenden.
Fakt ist: Die Japaner essen anders. So sparen sie sich überflüssige Pfunde und damit zusammenhängende Erkrankungen. Wer sich „richtig“ ernährt, bleibt in der Regel schlank und gesund. Und folglich auch länger am Leben! Japan jedenfalls weist weltweit die höchste durchschnittliche Lebenserwartung auf.
Bis ins hohe Alter fit und gesund zu bleiben, wünscht sich wohl jeder. Doch in Deutschland und den westlichen Ländern wird die Bevölkerung immer dicker und somit auch anfälliger für Krankheiten. Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems oder Diabetes sind nur zwei Beispiele.
Gehts uns zu gut?
Die Zunahme des Körpergewichts ist ein alarmierendes Zeichen des Wohlstands. Die Lebensweise hat sich geändert, aber die deftige Kost vergangener arbeitsreicher Tage ist geblieben. Oder durch fettiges Fast Food ersetzt worden. Das Zuviel an Kalorien wird zu Fettreserven umgewandelt.
Gewiss, selbst in Japan gibt es Übergewichtige, die Kultur des Fast Food ist auch hier auf dem Vormarsch. Dennoch stehen diese Raten in keinem Verhältnis zu den Zahlen bei uns. Wesentlichen Anteil daran hat die „traditionelle“ japanische Küche.
Reis, Gemüse, Fisch & Co.
Zum Hauptbestandteil der japanischen Küche gehört natürlich Reis. Mit Vorliebe wählen die Japaner den kurzkörnigen süßlichen „Mochi-Reis“, der sehr klebrig und gut mit Stäbchen zu essen ist. Für Sushi wird anderer, gesäuerter Reis verwendet. Reis gibt es morgens, mittags und abends. Er ist die wichtigste Kohlenhydratquelle und ein schneller Energielieferant.
Dazu gibt es reichlich Gemüse, eingelegt oder frisch. Hauptsache bunt, schonend zubereitet und mit viel Eigengeschmack. So macht sich Vielfalt auf dem Teller breit, die eine gute Versorgung mit allen nötigen Vitaminen und Mineralstoffen garantiert.
Algen, Meeresfrüchte und Fisch in jeder Form und Variante dürfen natürlich ebenso wenig fehlen. Japaner essen etwa fünf Mal mehr Fisch als Deutsche. Meeresfische enthalten hochwertiges, leicht verdauliches Eiweiß, sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen und liefern essenzielle Omega-3-Fettsäuren, die der menschliche Körper selbst nicht herstellen kann. Sie sollen die Fließeigenschaften des Blutes verbessern.
Ebenfalls auf den Tisch gehören Sojasoße und Tofu. Diese vitamin- und eiweißreichen Lebensmittel enthalten unter anderem sogenannte Isoflavone, die sich günstig auf die Knochenmineraldichte, Wechseljahrsbeschwerden und die Elastizität der Blutgefäße auswirken. Bei der Zubereitung aller Gerichte wird im Übrigen darauf geachtet, kaum Fett zu verwenden.
Außerdem sollte man das Trinken nicht vergessen! Japaner bevorzugen grünen Tee, dem besonders positive Eigenschaften für Herz, Gefäße und Blutkreislauf nachgesagt werden. Davon sollten täglich aber nicht mehr als zehn Tassen getrunken werden.
Jeder Gang macht schlank
Obwohl gesundes Essen zum Normalgewicht und mehr Lebensqualität beiträgt, bedarf es auch der nötigen Aktivität. Die Japaner sind begeisterte Fußgänger. Täglich legen sie rund sechs Kilometer zurück. Das sollten wir Deutschen uns zum Vorbild nehmen und öfter mal das Auto stehen lassen, aufs Fahrrad umsteigen oder wieder zu Fuß gehen.
Die Japaner sind uns einen Schritt voraus und scheinen instinktiv alles richtig zu machen – ganz nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.?V. (DGE). Eine ausgewogene Ernährung, die reich an komplexen Kohlenhydraten und Ballaststoffen ist und zudem wenig Fett – vor allem wenig tierisches Fett – enthält, ist wichtig, um Übergewicht zu vermeiden oder abzubauen. Mindestens 50 Prozent der täglich zugeführten Energie sollte aus Kohlenhydraten stammen, also unter anderem aus Reis, Nudeln und Brot. Aber auch aus Gemüse, Obst und Kartoffeln kann sie bezogen werden.
Bei der Eiweißversorgung sollte man darauf achten, nicht mehr als zwei Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht aufzunehmen. Möglichst fettarm sollte die Ernährung natürlich sein. Pflanzliche Öle oder die Omega-3-Fettsäuren aus Meeresfischen sind jedem tierischen Fett vorzuziehen. Und damit man selbst kein Fett ansetzt: Raus aus dem Sessel und zum nächsten Supermarkt, um Leckeres und Gesundes einzukaufen – am besten zu Fuß!
anis





