Artikel dieser Ausgabe aus Wellness & Gesundheit
Meine Gesundheitsapotheke
Ein Hauch von Urlaub.
Exotische Früchte ergänzen unseren Vitaminbedarf auf besonders geschmacksvolle Weise.
Wer eine durchschnittliche Obst- und Gemüseabteilung aus den 70er- oder frühen 80er-Jahren mit einer von heute vergleicht, sieht es auf einen Blick: Das Sortenangebot hat sich mehr als verdoppelt. Der Grund sind die zahlreichen exotischen Früchte, die mittlerweile wie selbstverständlich unseren Obstkorb bereichen.
Natürlich stellt sich im Zeitalter der Rückbesinnung auf einheimisches Obst und Gemüse die Frage nach der Sinnigkeit solcher Produkte in unseren Breitengraden. Doch ganz abgesehen davon, dass dank moderner Anbaumethoden manche Köstlichkeiten auch schon in Mitteleuropa geerntet werden können, sollte man das in vielen Farben leuchtende Angebot zwischen den heimischen Saisonprodukten allein schon aus Gründen der Neugier wie einen kulinarischen Gruß aus der Ferne willkommen heißen.
Die Reife macht den Geschmack.
Aus Kindertagen weiß der Eine oder Andere noch, dass die inneren Werte eines Lebensmittels oft im umgekehrten Verhältnis zu seinem Geschmack stehen – wie könnte man jemals seine erste Begegnung mit dem ach so gesunden Lebertran vergessen? Bei Früchten hingegen wächst der Nährstoffgehalt mit ihrer Reife, das Geschmackserlebnis und der Vitaminschub gehen folglich Hand in Hand.
Während früher viele exotische Früchte den mitteleuropäischen Markt noch in unreifem Zustand erreichten und somit geschmacklich eher enttäuschten, sind sie mittlerweile in bester, weil ausgereifter Qualität bei uns erhältlich. Der Grund: Ein logistisches System macht es möglich, dass die reif geernteten Früchte innerhalb von 48 Stunden aus fast aller Welt beim Konsumenten ankommen.
Winterzeit ist Exotenzeit.
Eine der schönsten Urlaubserinnerungen ist bekanntlich die Verkostung einheimischer Speisen in fernen Ländern. Schon allein aus diesem Grund versprühen Mangos, Feigen und Co. einen Hauch von Urlaubsfreuden. Und gerade in der dunklen Jahreszeit können wir jede Menge von diesen Empfindungen gut gebrauchen.
Ernährungswissenschaftler und Mediziner bestätigen zunehmend, dass die Ernährung durch den Genuss exotischer Früchte für die Gesundheit und Gesunderhaltung an Bedeutung gewinnt. Bereits heute werden Enzyme einiger exotischer Früchte als Grundlage für Medikamente in der Rheuma- und Krebstherapie eingesetzt.
Da der menschliche Kreislauf gerade in der Winterzeit ohnehin eine gute Belastbarkeit aufweisen sollte, um Bakterien und Viren erfolgreich abwehren zu können, benötigen wir ein gut funktionierendes Immunsystem.
Mit exotischen Früchten in den erntelosen Wintermonaten versorgen wir unseren Organismus mit den dafür erforderlichen Vitaminen. Versuchen Sie im Winter, fünf kleine Portionen Obst, Gemüse oder auch frisch gepresste Säfte täglich zu sich zu nehmen. Dieses bildet einen gesunden Grundstock für den menschlichen Organismus und wird im Winter mit frischen exotischen Früchten auf einem konstanten Level gehalten.
Die Wintermüdigkeit wird vertrieben und Bakterien und Viren haben wenig Chancen, Sie zu schwächen. Tanja Möller
Die »Vitamin- und Mineralstoffbomben« unter den Exoten.
Litchis enthalten viel Vitamin C und Kalium. Sie werden in der Volksmedizin gegen Geschwüre verwendet.
Bananen enthalten viel Kalium und Phosphor. A- und B-Vitamine sind nur mäßig vertreten.
Mangos sind reich an Vitamin E, C und B-Vitaminen. Sie haben den höchsten Wert an Provitamin A und liegen damit in der Spitzengruppe aller Obstarten.
Ananas enthält viele Mineralstoffe (Kalium, Magnesium und Calcium) und die Vitamine A, B und C. Das in Ananas enthaltene Bromelin hat zudem besondere Heilwirkung: Es fördert die Verdauung und Durchblutung und wirkt entzündungshemmend und entwässernd.
Frische Feigen enthalten viel Kalium, Magnesium, Phosphor und Eisen. Sie sind eine gute Quelle für Carotin und B-Vitamine.
Papayas sind sehr kalorienarm. Ihre ganze Qualität liegt in einem eiweißspaltenden Enzym namens Papain, das verdauungsfördernd und wundheilend wirkt.












