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Donnerstag, 24. Mai 2012
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Die Kraft des vollen Korns.

Vollkornbrot, Vollkornnudeln, Vollkornkekse - uns begegnet der Begriff tagtäglich im Supermarkt, beim Bäcker oder beim Nachschlagen von Rezepturen. Volles Korn verbinden wir mit gesunder Ernährung.

Getreide könnte sogar einen Oscar für die beste Nebenrolle in unserer täglichen Ernährung erhalten. Noch führt es in der Küche ein Schattendasein und wird meist in Form von Mehl und Stärke eingesetzt. Immer mehr alte und neue Sorten allerdings bieten eine geschmackliche Vielfalt, die in der vegetarischen Küche und als Beilagen in der klassischen Küche geschätzt werden.

In früheren Jahrhunderten galt Getreide als überlebensnotwendig, um die Bevölkerung mit notwendigen Kalorien, also als sättigendes Billig-Lebensmittel, zu versorgen.

Getreide – mehr als sättigend.
Längst hat ein Umdenken stattgefunden, Getreide bringt Abwechslung in die moderne Küche und somit eine urige Geschmackskomponente auf den verwöhnten Gaumen zurück. So ist es ein wunderbarer Kohlenhydratlieferant, enthält wichtige Aminosäuren, Magnesium, Kalzium, Eisen sowie Vitamine der B-Gruppe.

Ebenso ist der Ballaststoffanteil sehr hoch und wirkt sich positiv auf die Verdauung aus. Es lohnt sich übrigens, Getreide selbst zu mahlen. Der Vitamingehalt liegt über dem von fertigen Mahlprodukten. Ganze Körner sollten trocken, kühl und luftig gelagert werden, damit sie keine Feuchtigkeit ziehen.
Vollkornmehl wird leichter ranzig als Weißmehl. Da die Randschichten des Korns mehr Fett enthalten, ist es weniger lange haltbar. Dafür liegt der Anteil an sekundären Pflanzenstoffen, Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen wesentlich höher als bei so genannten Auszugsprodukten. Vollkornmehl ist einige Wochen, Getreidekörner einige Monate und Weißmehl
zirka ein Jahr haltbar.

Weißbrot oder Vollkornbrot?
Die ewige Frage: Weißbrot oder Vollkornbrot – welche Wahl ist besser? Wie in fast allen Ernährungsfragen macht es auch hier die gesunde Mischung und, nicht zu vergessen, der Belag des Brotes. Vollkornbrot muss laut Gesetzgeber aus mindestens 90 Prozent Vollkornmehl (meistens Roggen oder Weizen)
hergestellt sein.

Für Menschen mit empfindlicher Darmflora ist das Essen von Vollkorn-Backwaren leider problematisch, da die Randschichten des Korns gemeinsam mit Zucker zu Gärungen und Blähungen führen können. Deshalb sollten hiervon Betroffene Süßes nach dem Verzehr von Vollkornprodukten meiden.
Sportler wiederum sollten beide Brotsorten essen. Das volle Korn, weil es ein wichtiger Lieferant für Kohlenhydrate ist, und Weißbrot, weil es schnelle Energie liefert.

Vollkornprodukte als Hungerstopper.
Menschen, die abnehmen oder auf ihr Gewicht achten möchten, sollten jeden Tag Vollkornprodukte in ihre Mahlzeiten einplanen, da diese Lebensmittel schnell und lang anhaltend sättigen. Dieser Sättigungseffekt entsteht durch den hohen Stärke- und Ballaststoffanteil, damit der Blutzuckerspiegel im Gleichgewicht gehalten wird.
Berücksichtigen Sie im täglichen Ernährungsplan deshalb öfter mal Vollkornprodukte statt der »leeren« Kalorien des Weizenmehls:

  • Gebäck (Kekse, Kuchen)
  • Getreide (Weizen, Roggen, Hafer,
  • Hirse usw.)
  • Getreideflocken (Hafer, Hirseflocken)
  • Müsli
  • Nudeln
  • Brot, Brötchen, Toast, Knäckebrot
  • Mehl
  • Pizzaboden


Bei einer Diät ist eine ballaststoffreiche Ernährung wichtig, um eine geregelte Verdauung zu fördern und somit einer möglichen Darm-Verstopfung entgegenzuwirken. Ein Anreiz von vielen, der die Umstellung auf Vollkornprodukte leicht macht. Und außerdem bereichern sie den täglichen Speiseplan.

Übrigens: Eine Ernährungsumstellung sollte mit Ausdauersport kombiniert werden, um die Effektivität zu erhöhen.
Tanja Möller

Fotos: Shutterstock (3), Henrik Matzen (1)