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Donnerstag, 24. Mai 2012
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Bevor Sie rot sehen!

So schützen Sie sich und Ihre Kinder wirksam vor zu starker Sonneneinstrahlung.

Sie steht im Sommer nicht nur hoch am Himmel, sondern auch besonders hoch im Kurs – und zwar bei allen, die gesteigerten Wert auf eine intensive Körperbräune legen: die Sonne, die seit rund 14 Milliarden Jahren jegliches Leben auf der Erde möglich macht.

Dass sie auch zerstörerische Kräfte besitzt, ist dagegen eine noch sehr junge Erkenntnis. Bis in die Siebzigerjahre des 20. Jahrhunderts hinein gehörte stundenlanges Sonnenbaden im Urlaub fast schon zum guten Stil – und dies, obgleich konkrete Hinweise auf erhöhte Krebsraten infolge des UV-Lichts längst vorlagen. Erst der Nachweis so genannter Ozonlöcher hat die Gefahren durch Sonnenstrahlen nachhaltig ins Bewusstsein der Menschen gerufen.

Das sollte man wissen
Die Haut vergisst nicht – weder jahrzehntelangen Nikotin- und Alkoholkonsum noch das regelmäßige Bad in der Sonne. Wenn also trotz eines merklich nachgelassenen »Sonnenhungers« die Hautkrebsrate heute Höchstmarken erreicht, dann auch deshalb, weil mitunter zehn Jahre und mehr vergehen können, ehe sich die Sünden von einst zeigen. Und dann kann es oft schon zu spät sein.

Neben dem »Schwarzen Hautkrebs« (Melanom) ist es vor allem der »Helle Hautkrebs« (Spinaliom, Basaliom), der in den vergangenen Jahren stark zugenommen hat. Während das Melanom auf der Grundlage von Muttermalen entsteht, handelt es sich bei der hellen Variante um ein so genanntes Plattenepithelkarzinom, das in den meisten Fällen auf Hautschädigung infolge regelmäßiger Sonnenlichteinwirkung zurückzuführen ist.

Deshalb ist es besonders wichtig, seine Haut im Auge zu behalten und darüber hinaus regelmäßig von einem Hautarzt checken zu lassen. Wer dies tut, seine Aufenthalte in der prallen Sonne zeitlich im gesunden Rahmen hält und gewisse Vorkehrungen trifft, kann sich auch weiterhin ganz auf die schönen Seiten unseres zentralen Gestirns konzentrieren.

In Maßen belebend
Strahlt die Sonne, dann strahlt auch das Gemüt – diese Weisheit ist vermutlich so alt ist wie die Menschheit selbst. Und tatsächlich wirkt das Sonnenlicht emotional wie ein Jungbrunnen, der insbesondere nach einem langen und dunklen Winter die Lust auf Aktivität und Bewegung ordentlich ankurbelt.

Hier ein paar Tipps, wie Sie die belebende Wirkung der Sonne ohne schlechtes Gewissen genießen können:

  • Gehen Sie nie ungeschützt in die Sonne!
  • Tragen Sie Ihr Sonnenschutzmittel mindestens 15 Minuten vor dem Sonnenbaden auf.
  • Reiben Sie sich sorgfältig am ganzen Körper ein; vergessen Sie auch die Ohren und Fußsohlen nicht. Studien haben gezeigt, dass durch übertrie-bene Sparsamkeit oder Unregelmäßigkeiten beim Auftragen oft nur ein Drittel des möglichen Schutzes erzielt wird; aus LSF 15 wird so also LSF 5!
  • Kleidung und Sonnenbrillen schützen zwar vor der Sonne – aber nicht vollkommen. Denn anders als sichtbares Licht können UV-Strahlen Textilfasern durchdringen.
  • Meiden Sie die pralle Mittagssonne! Im Schatten bräunt man auch, nur sanfter und langsamer.
  • Wählen Sie ein Sonnenschutzprodukt, das Ihrem Hauttyp entspricht; Blonde oder Rothaarige brauchen mindestens LSF 15! Besonders empfehlenswert sind Präparate, die gleichzeitig vor UVB- und vor UVA-Strahlung schützen.
  • Verwenden Sie im Badeurlaub einen wasserfesten Sonnenschutz. Ein Meter unter Wasser treffen immer noch fast 50 % UVB-Strahlen auf die Haut.
  • Tragen Sie auch wasserfeste Creme nach dem Baden erneut auf, da ein Teil beim Schwimmen, Duschen und Abtrocknen verloren geht.

 

Sonnenbrand – was tun?
Der häufigste Fehler bei Sonnenbrand ist das Auftragen einer festen, fetthaltigen Creme. Das reizt die Haut noch mehr und verschließt die Poren. Die Überhitzung nimmt weiter zu.
Besser ist – bei mäßigen und mittleren Sonnenbränden – eine leichte Körpermilch, wie sie als After-Sun-Produkt angeboten wird. Sie lässt sich sanft verteilen und erzielt dank ihres hohen Wasseranteils durch Verdunstung einen kühlenden Effekt.

Auch ein Bad in aufgelösten Instant-Haferflocken, kalte Umschläge mit Schwarztee oder grünem Tee sowie Quark oder Joghurt, großzügig auf die betroffenen Stellen aufgetragen, verschaffen Erleichterung. Bei einem starken Sonnenbrand sollten Sie jedoch einen Arzt aufsuchen.       espa

Übrigens ...
80 – 90 % der Sonnenstrahlung nimmt die Haut gar nicht beim gezielten Sonnenbaden auf, sondern bei kurzen Spaziergängen und Ausflügen, in Straßencafés – oder sogar durch die Fensterscheibe. Um Ihre Haut lange jung und gesund Haut zu erhalten, sollten Sie zwischen März und September einen kosmetischen Sonnenschutz am besten gleich zur normalen Tagespflege erheben.

Kleinkinder müssen vor UV-Einstrahlung besonders geschützt werden - unter anderem mit einem Hut.