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Donnerstag, 24. Mai 2012
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Achtung, Baustelle!

Wenn Ausbesserung an den Zähnen nötig ist, kommt es auf das Material an.

Der lange und harte Winter hat auf vielen Straßen für massenweise Schlaglöcher gesorgt, die nun mühsam wieder geflickt werden müssen. Dieser Winter war eine enorme Herausforderung für den Asphalt. Große Herausforderungen ganz anderer Art müssen Tag für Tag unsere Zähne aushalten, sodass trotz guter Pflege ab und zu Ausbesserungsarbeiten nötig werden.

Für unser Wohlbefinden und für unsere Gesundheit ist es wichtig, die Zähne und das Zahnfleisch optimal zu pflegen, damit sie möglichst lange intakt bleiben. Doch wenn irgendwann doch Schäden auftreten, müssen diese sensibel und präzise behandelt werden.

Trotz aller technischen Fortschritte sollte auf künstlichen Ersatz so lange wie möglich verzichtet und stattdessen jeder Millimeter Zahnsubstanz gepflegt und erhalten werden. Es gibt viele unterschiedliche Möglichkeiten zur Reparatur geschädigter Zähne mit Vor- und Nachteilen.

Kleine Löcher werden gefüllt
Um Löcher im Zahnschmelz dauerhaft zu schließen, stehen verschiedene Materialien zur Verfügung. Seit mehr als 100 Jahren wird zum Beispiel Amalgam verwendet, welches zwar sehr lange haltbar ist, aber unschön aussieht und vor allem wegen des Quecksilber-Anteils von vielen Patienten abgelehnt wird. Heute werden häufig Kunststoffe verwendet, vor allem bei den Schneidezähnen. Etwas schwieriger wird es bei den viel beanspruchten Backenzähnen, denn Kunststoffe sind nicht so haltbar und widerstandsfähig wie Amalgam. Füllungen aus so genannten Kompomeren (Gemischen aus Glas- und Quarzteilchen und Zement) halten nur zwei bis maximal fünf Jahre und müssen dann ersetzt werden.

Gegossene Füllungen, die nahtlos in den Zahn eingepasst werden (so genannte Inlays), werden aus Gold oder Keramik hergestellt. Inlays mit einem hohen Gold-Anteil gelten bei Fachleuten als die beste Alternative zu Amalgam, werden meistens sehr gut vertragen und sind lange haltbar. Allerdings sind sie teuer und recht auffällig und außerdem geht beim Einpassen viel gesunde Zahnsubstanz verloren. Inlays aus Keramik wiederum sind vom echten Zahn optisch kaum zu unterscheiden, ebenfalls lange haltbar und gut verträglich, aber ebenso wie Gold sehr teuer.

Wenn Füllungen nicht genug sind
Kronen werden notwendig, wenn der Zahn so stark geschädigt ist, dass das Zahnmark aus den Wurzelkanälen entfernt werden muss und der Zahn vom Körper nicht mehr versorgt wird. Die preiswerteste Krone ist die metallisch blitzende Vollgusskrone, die bewährt und gut verträglich ist, von vielen Patienten jedoch als unschön empfunden wird. Mit einer Kunststoff-Verblendung an den Seiten des Zahnes wird das Blitzen reduziert, wobei die Kauflächen aus Gold sind. Wenn der ganze Zahn weiß glänzen soll, kann eine Verblendmetallkrone gewählt werden, die haltbar und immer noch vergleichsweise preiswert ist. Hier besteht der Kern aus Metall, die Verblendung aus Keramik. Eine Keramik- oder Porzellankrone kommt ganz ohne Metall aus, braucht aber relativ dicke Wände und ist auch recht teuer.

Wenn der Zahn gar nicht mehr zu retten ist und vollständig entfernt wird, heißen die Lösungen Brücken und Implantate. Brücken sind verhältnismäßig lange haltbar, gut verträglich und belastbar, brauchen aber zur Befestigung gesunde Zähne in der Nachbarschaft, die hierdurch in Mitleidenschaft gezogen werden. Implantate werden hingegen direkt in den Kieferknochen eingepflanzt, was in der Regel für ein besseres Bissgefühl gegenüber den Brücken sorgt. Allerdings ist die Prozedur langwierig und mitunter sehr schmerzhaft. Außerdem muss der Kiefer kräftig und intakt sein, damit das Implantat überhaupt hält. jp


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Schöner lächeln mit gesunden Zähnen.
Fotos: Shutterstock (3)