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Wettstreit der deutschen Champions.
Die Formel-1-Weltmeisterschaft hat begonnen.
Angesichts der politischen Unruhen in Bahrain startete die 62. FIA-Formel-1-Weltmeisterschaft erst Ende März in Melbourne in die neue Saison. Ob das für den Auftakt geplante Rennen in Bahrain zu einem späteren Zeitpunkt ausgetragen werden kann, das steht weiterhin in den Sternen. Nur eines ist klar, spätestens nach dem Grand Prix in São Paulo Ende November wird der neue Weltmeister feststehen.
Kann der amtierende Titelträger aus Heppenheim, Sebastian Vettel, seinen sensationellen WM-Erfolg von 2010 bestätigen und die starke Konkurrenz in die Schranken weisen? Schafft Vize-Weltmeister Fernando Alonso die Revanche? Oder gelingt dem wiedererstarkten Rekordweltmeister Michael Schumacher doch noch einmal der große Wurf? Kann der dritte ambitionierte Deutsche im Bunde, Nico Rosberg, die Phalanx der ganz großen Fahrer durchbrechen?
Auch in diesem Jahr dürfte die Suche nach dem Weltmeister wieder ein hitziges Gefecht unter den besten Formel-1-Piloten der Welt werden. Aber eines ist schon jetzt sicher: Besonders das Duell der beiden deutschen Weltmeister, zwischen Sebastian Vettel und seinem großen Vorbild Michael Schumacher, wird die Fans hier zu Lande wieder elektrisieren.
Rennkalender 2011.
Eigentlich sollten erstmals in der Geschichte der Formel 1 in dieser Saison 20 Rennen ausgetragen werden. Die Absage des Auftaktrennens im Bahrain machte den Veranstaltern vorerst einen Strich durch die Rechnung. Der Große Preis von Indien auf dem Jaypee Group Circuit hingegen wird seine Premiere im Grand-Prix-Zirkus der Motorsport-Königsklasse feiern.
Und gemäß des jährlichen Turnus findet der Grand Prix von Deutschland in diesem Jahr wieder auf dem Nürburgring (22. – 24. Juli) statt. Traditionsreiche Rennen wie in Monte Carlo (26. – 29. Mai), Silverstone (8. – 10. Juli) und Monza (9. – 11. September) lassen die Herzen der riesigen Anhängerschaft schon jetzt höherschlagen.
Der amtierende Weltmeister.
Sensationell sicherte sich der Heppenheimer Sebastian Vettel (256 Punkte) im vergangenen Jahr beim Abschlussrennen in Abu Dhabi vor Fernando Alonso (252) und Mark Webber (242) den Titel. Mit 23 Jahren und 134 Tagen ging er damit als jüngster Weltmeister aller Zeiten in die Geschichtsbücher ein.
Nicht wenige trauen dem Red-Bull-Piloten eine ähnlich erfolgreiche Karriere zu wie dem siebenmaligen Weltmeister Michael Schumacher. Vettels Fähigkeiten sind unbestritten und, da sind sich die Experten einig, der junge Deutsche hat noch viel Luft nach oben. Schon im vergangenen Jahr startete Vettel bei über der Hälfte aller Rennen von der Pole Position. Und mit seiner neuen Renn-Maschine, dem RB7, wird 2011 ein noch stärkerer Titelverteidiger auf der Rennstrecke erwartet.
Der Rekordweltmeister.
Michael Schumacher ist eine Legende des Motorsports. Der 42-Jährige hält alle wichtigen Rekorde in der Formel 1. Der ehemalige Ferrari-Pilot, der seit seinem Comeback im Cockpit von Mercedes sitzt, hat die meisten WM-Titel, Siege und Punkte. Bis heute gewann er 91 Rennen, stand 68 Mal auf dem ersten Startplatz und fuhr in 76 Rennen die schnellste Runde. Hinter dem Brasilianer Rubens Barrichello (268 Grand-Prix-Starts) lag Schumacher vor dem Start der WM 2011 mit 256 Qualifikationen auf Rang 2 der ewigen Grand-Prix-Einsatzwertung.
Der erfolgreichste Formel-1-Pilot aller Zeiten feierte 2010 ein vielbeachtetes, wenn auch aus sportlicher Sicht eher enttäuschendes Comeback und schickt sich in diesem Jahr an, ein gewichtiges Wort um die Vergabe des WM-Titels mitzureden. Auch deshalb, weil der neue Mercedes-Bolide konkurrenzfähiger sein dürfte als sein Vorgänger. Nicht nur der allgewaltige Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hat den »Deutschen« auf der Rechnung.
Weitere Deutsche am Start.
Nico Rosberg komplettiert das deutsche Trio, das sich 2011 Hoffnungen auf eine starke Platzierung machen kann. Der Sohn des Ex-Weltmeisters Keke Rosberg wurde zuletzt von Schumacher als stärkster Teamkollege bei Mercedes geadelt. Nicht wenige Experten trauen dem 25-jährigen Wiesbadener mittelfristig eine Menge zu.
Nick Heidfeld, neben den Schumacher-Brüdern Ralf und Michael, Heinz-Harald Frentzen und Jochen Mass einer der Deutschen mit mehr als 100 Grand-Prix-Einsätzen, rückte bei Lotus Renault in letzter Sekunde für den verletzten Polen Robert Kubica ins Starterfeld. Kubica hatte sich Anfang Februar bei einem Rallye-Unfall schwerste Verletzungen zugezogen.
Die beiden anderen deutschen Starter Adrian Sutil (Force India) und Timo Glock (Marussia Virgin Racing) sind bei der WM 2011 nur krasse Außenseiter. Und Nico Hülkenberg, der im vergangenen Jahr noch in Brasilien mit einer Pole Position auf sich aufmerksam machen konnte, kommt in dieser Saison nicht über die Rolle des Test- und Ersatzfahrers bei Force India hinaus. nawe








