Artikel dieser Ausgabe aus Sport
Meine Gesundheitsapotheke
Schwimmen - mehr als ein Sommervergnügen
Von den Vorteilen für das Herz-Kreislauf-System bis hin zu dem unverwechselbaren Erlebnis, den Elementen zu trotzen.
Schwimmen ist gesund, kräftigt die Muskulatur, verbessert die Kondition und entspannt die Seele. Mit anderen Worten: Wer Schwimmen zu seinem Sport macht, tut sich und seinem Körper viel Gutes.
Es sei ihm schon klar, dass er mit 24 Jahren eigentlich noch zu jung sei, sagte der fünfmalige Olympiasieger und elffache Weltmeister Ian Thorpe im November 2006, doch das Schwimmen gehöre nicht mehr zu seinen höchsten Prioritäten. Der Ausnahmeschwimmer hatte sich nach den Olympischen Spielen 2004 in Athen eine 1-jährige Auszeit genommen und kehrte dem Leistungssport 2 Jahre später endgültig den Rücken. Aber wir als Amateure – ohne den Druck, erfolgreich sein zu müssen – können die Vorzüge der beliebten Sportart ein Leben lang für uns nutzen.
„Allzweckwaffe“ Schwimmen
Schwimmen ist eine der gesündesten Sportarten überhaupt und laut Umfragen die zweitbeliebteste Freizeitaktivität der Deutschen, nach dem Wandern. Die regelmäßige Bewegung im nassen Element trainiert Herz und Kreislauf und besonders die Muskeln, die für Wirbelsäule und Gelenke wichtig sind. Der Körper wird gut durchblutet und die Atmung gestärkt. Zudem hilft sportliches Schwimmen, überschüssige Pfunde loszuwerden. Aber auch die Grundschwimmarten Brust-, Kraul- und Rückenschwimmen sollten korrekt ausgeführt werden. Wer sich also mit Schwimmen fit halten will, für den ist es sinnvoll, erst einmal die richtigen Bewegungsabläufe und Atemtechniken zu erlernen.
Positive Nebenwirkungen
Die Vorteile der regelmäßigen Bewegung im Wasser liegen auf der Hand. Arme und Schultern, Rücken, Brust, Po und Beine – nahezu alle Körperteile werden durch das Schwimmen positiv beeinflusst. Bei dem für sehr viele (Freizeit-)Sportler so wichtigen Blick in den Spiegel sieht man auch, was regelmäßiges Training bewirken kann.
Gleichzeitig schont das Schwimmen Gelenke und Bänder, denn im Wasser werden sie nur ein Zehntel so stark beansprucht wie bei Sportarten an Land. Wer zwei- bis dreimal wöchentlich schwimmt, setzt auch dem Alterungsprozess aktive Elemente entgegen. Blutdruck, Muskelmasse, Blutzusammensetzung und Lungentätigkeit werden positiv beeinflusst – das steigert die Lebenserwartung. Rückenkraulen kann sogar die Brust vergrößern und straffen, die speziellen Schwimmbewegungen bauen Rücken- und Brustmuskeln auf.
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TIPPS FÜR AKTIVE
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Sich über Wasser zu halten ist einfach – Schwimmen dagegen ist eine Kunst. Doch hat man die richtige Technik erst einmal gelernt, wird der klassische Wassersport zum sinnlichen und gesunden Ganzjahresvergnügen. Mit den folgenden Tipps macht der Einstieg ins Schwimmen noch mehr Spaß:
Kappe auf:
Über den Kopf geht viel Wärme verloren. Eine Badekappe aus Silikon macht schneller und sorgt dafür, dass die Energie im Körper bleibt, man wird ausdauernder.
Strecke machen:
Schwimmen Sie möglichst ohne Unterbrechung, so steigern Sie Ihre Ausdauer und kurbeln die Fettverbrennung an.
Schwitzen erlaubt:
Auch beim Schwimmen verlieren wir Flüssigkeit. Bei weniger als einer Stunde Schwimmen reicht es, den Verlust nach dem Training auszugleichen. Ansonsten zwischendurch kleine Mengen trinken.
Frieren verboten:
Lieber im warmen als im allzu kalten Wasser schwimmen, so werden die Muskeln besser durchblutet und verkrampfen nicht so schnell.
Abwärmen:
Wenn die letzte Bahn geschafft ist, bitte nicht sofort aus dem Wasser klettern, lieber noch ein wenig auf dem Rücken gleiten, um den Kreislauf zu normalisieren. Und danach die verdiente Dusche genießen!
Liebesaffäre und Kalorienfresser
„Schwimmen ist wie eine Liebesaffäre. An manchen Tagen läuft es einfach nicht. Und dann sind da plötzlich die Augenblicke, an denen sich das Wasser für dich teilt“, schwört die fast 70-jährige Dawn Fraser, ehemalige Weltrekordhalterin über die 100-m-Distanz, auch im fortgeschrittenen Alter auf den Sprung in das „goldene“ Nass. Für die frühere Leistungssportlerin geht es heute aber vor allem darum, im Wasser Ruhe zu finden. Ihr Tipp: Beginnen Sie mit einer halben Stunde und dehnen Sie dann die Zeit im Becken aus. Die dafür nötige Energie zieht der Körper vor allem aus den Fettreserven.
Energieverbrauch
Der durchschnittliche Gesamtenergieverbrauch (kcal) je 10 Minuten Bewegung beträgt:
Körpergewicht in kg: 50 60 70 80 90 100
Schwimmen (ruhig) 64 77 90 102 115 128
Schwimmen (zügig) 78 93 109 124 140 156
nawe






