Artikel dieser Ausgabe aus Sport
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Mit großen Schritten zum Erfolg
Kieler Schüler bei »Jugend trainiert für Olympia«.
Während sich die weltweite Sport-Elite bei den Winterspielen in Vancouver misst, bereitet sich auch schon der Nachwuchs gewissenhaft darauf vor, vielleicht einmal die Nachfolge der großen Vorbilder anzutreten.
Der Schulsportwettbewerb »Jugend trainiert für Olympia« (kurz JTFO) wurde bereits 1969 ins Leben gerufen, um junge Talente schon früh zu fördern und auf die Teilnahme bei Olympischen Spielen vorzubereiten. Aber auch alle anderen Schülerinnen und Schüler, die an diesem Programm teilnehmen, profitieren vom intensiven Training und gemeinsamen Erfahrungen bei Trainings-Lagern und Wettkämpfen.
Mehr als Sportunterricht
Unter Leitung der Deutschen Schulsportstiftung führen heute die Kultusbehörden, der Deutsche Olympische Sportbund und seine beteiligten Sportfachverbände den Bundeswettbewerb durch; unterstützt von Sponsoren und vielen prominenten Fürsprechern. Bis heute sind schon viele Leistungssportler aus diesem Wettbewerb hervorgegangen. Mit zirka 900 000 Teilnehmern, die in fünf Altersgruppen eingeteilt werden, ist er weltweit der größte seiner Art. Als kleine Besonderheit ist JTFO ein reiner Mannschaftswettbewerb.
Nach lokalen Stadt- und Kreisentscheiden, Regionalentscheiden und Landesentscheiden geht es schließlich zum großen Bundesentscheid. Die 16 Sportarten, die sich zur Zeit im Programm befinden, sind zwar hauptsächlich »sommerlich« angehaucht (wie Geräteturnen, Judo, Handball, Schwimmen, Hockey, Volleyball, Tennis), es steht aber auch Skilanglauf auf dem Programm.
Nordische Kooperation
Dem Langlaufgeschehen bei JTFO haben sich auch zwei Kieler Schulen, die Freiherr-vom-Stein-Schule und das Ernst-Barlach-Gymnasium, verschrieben, die seit mehr als 20 Jahren mit Schülergruppen an dem Wettbewerb teilnehmen. Initiiert wurde die Teilnahme von den sportbegeisterten Lehrern Lutz Kühlmorgen (von der FvS-S) und Gerd »Huschel« Welz (vom EBG).
Bei gemeinsamen Trainingslagern bereitet man sich – natürlich nicht ohne den sportlichen Ehrgeiz, die andere Schule bei Probewettkämpfen zu übertreffen – auf das große Ziel vor. Vom 27. Dezember bis zum 6. Januar fuhr man wie jedes Jahr ins norwegische Nordseter bei Lillehammer, um dort ausgiebig in den Loipen und Skating-Pisten der Umgebung zu trainieren. Mit Athleten der Jahrgänge ’95 bis ’98 und Begleitern, die in ihrer Jugend oftmals selbst Aktive waren, kam der Kader der beiden Schulen bald auf eine Größe von fast 50 Personen.
Unermüdlicher Einsatz
Ohne den Einsatz freiwilliger Helfer, Spender und Eltern wäre die Arbeit dieser Teams nicht möglich. Die aufwändige Ausrüstung muss ständig an die neuen Entwicklungen angepasst werden; die Jugendlichen brauchen Betreuer, Trainer – und natürlich auch etwas Warmes zum Essen. Diesen Job übernehmen beispielsweise seit Jahren Christiane und Norbert Kuzel für die Freiherr-vom-Stein-Schule sowie Nicola und Bernd Lange für das Ernst-Barlach-Gymnasium. Beide Ehepaare sind durch ihre eigenen Kinder zum Stab gestoßen.
Dass die coop eG das Team der Freiherr-vom-Stein-Schule seit 17 Jahren als Sponsor mit einem stattlichen Vorrat an gesundem Obst und Gemüse für die anstrengende Zeit in der norwegischen Idylle versorgt, trug zusätzlich zu einem guten Gelingen des Trainingslagers bei. Denn der Tagesplan war anstrengend: Schon kurz nach Sonnenaufgang machten sich die Teams daran, ihr Material vorzubereiten und begaben sich auf den Weg zu den Loipen. Dort wurde dann vormittags bei –10 bis –20 °C zwei Stunden trainiert und nachmittags noch einmal für eineinhalb Stunden bis zum frühen Sonnenuntergang. Durchschnittlich 25 Kilometer legten die Schüler dabei pro Tag auf Skiern zurück!
Hohe Laufleistung
Die harte Arbeit lohnt sich, denn die Kieler Teams sind durchaus erfolgreich; einmal schlug man im Bundesfinale sogar die Auswahl der Bayern, die in Wintersportdisziplinen ja eigentlich klar im Heimvorteil sind. So sieht man auch den bevorstehenden Landesausscheidungen in St. Andreasberg im Harz gelassen entgegen und freut sich jetzt schon auf das diesjährige Bundesfinale im thüringischen Oberhof (1. – 5. März). Dort werden besonders die Sportler der Freiherr-vom-Stein-Schule mit ihren glückbringenden rosafarbenen Wettkampfanzügen, die ihnen den Spitznamen »Ski-Schweinchen« einbrachten, auch optisch für Highlights sorgen.
Wir wünschen allen teilnehmenden Schülern viel Erfolg und besonders viel Spaß!flo






