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Medaillenjagd in Belgrad
Fußballerinnen bereiten sich auf Universiade 2009 vor.
Zwar freuen sich die über 10 000 Teilnehmer der im Juli in Belgrad stattfindenden Universiade 2009 schon jetzt auf ihren Aufenthalt in der serbischen Hauptstadt und die willkommene Abwechslung vom Uni-Alltag.
Doch für alle bedeutet die Vorbereitung auf die zweitgrößte Multisportveranstaltung der Welt auch jede Menge harte Arbeit und vor allem viel Schweiß.
Das gilt auch für die Fußballerinnen der deutschen Studentinnen-Nationalmannschaft, die am Ende des vergangenen Jahres mit einem Länderspiel in Frankreich die heiße Phase der Vorbereitung einläutete. Raum für »Warmduscher« wird es im Rennen um die begehrten Plätze nicht geben, betont ein Reporter des Unicum-Verlages, Herausgeber des bundesweit größten Studenten-Magazins.
Universiade 2009 in Belgrad
Die Universiade ist neben den Olympischen Sommerspielen die zweitgrößte Multisportveranstaltung der Welt. Mehrere tausend Volunteers wurden in den letzten Monaten für die Organisation der größten Sportveranstaltung, die in Serbien je stattgefunden hat, gesucht. Die Volunteers werden in verschiedenen Bereichen eingesetzt.
Die Mitarbeit ist eine einzigartige Gelegenheit, viele Studierende und Delegierte aus der ganzen Welt zu treffen, Bekanntschaften zu machen und Kontakte zu interessanten Personen zu haben. Aber selbstverständlich ist die Universiade auch das absolute Highlight im Sportkalender ambitionierter studentischer Spitzensportler und eine einzigartige Gelegenheit für die Studi-Cracks aus aller Welt, den satten Profis zu zeigen, was echter Sportsgeist ist.
Weltspiele der Studenten
In Asien, Afrika und in zahlreichen nord- und lateinamerikanischen Ländern sind die Universitäten wichtige Träger des Wettkampfsports. Medaillen bei Universiaden nehmen nicht selten einen ähnlichen Stellenwert ein wie der Sprung auf das olympische Treppchen.
In Europa steht die Universiade im Schatten des professionellen Wettkampfgeschehens. Doch diese Tatsache macht den Wettbewerb auch deutlich weniger anfällig für Sensationsgier, Kommerzialisierung und »chemische Beeinflussung«. Die Universiade punktet vor allem in der zwanglosen Zusammenkunft von Studenten unterschiedlichster Kultur, Nation und Religion.
Fußballerinnen hoffen auf die Finalrunde
Doch gänzlich verschließt sich der Spitzensport auch auf studentischer Ebene nicht den Bedingungen des Profisports. So logierten die Fußballerinnen aus dem Land des amtierenden Damen-Weltmeisters Deutschland während ihres ersten Härtetests im Vorfeld der Universiade gegen die französische Auswahl im schicken Espace Hotel Leonardo Da Vinci in Lisses, einem Vorort von Paris. Hier versammelte Nationaltrainer Norbert Düwel, Sportdozent an der Universität in München, seinen 16-köpfigen Kader. »Das Grundgerüst für Belgrad steht«, machte Düwel seinen Spielerinnen nach Abschluss des dreitägigen Lehrgangs und einer zufriedenstellenden Leistung gegen die Französinnen Mut, im Sommer in Serbien mit von der Partie zu sein.
»Aufgrund der Tatsache, dass die vom Deutschen Fußball-Bund geförderte Studentinnen-Auswahl einen 18er-Kader für die Universiade nominieren darf, können sich weitere Spielerinnen berechtigte Hoffnungen auf eine Teilnahme machen«, so Düwel.
Der Allgemeine Deutsche Hochschulverband (adh), der seit 1948 Dachverband des Hochschulsports in Deutschland und mit über 300 Sportarten einer der größten Breitensportanbieter Deutschlands ist, erhofft sich von seinen Fußballerinnen in Belgrad ein besseres Abschneiden als vor zwei Jahren in Bangkok. Dort kam die deutsche Mannschaft nicht über die Vorrunde hinaus.
Vorbereitungs-Fahrplan
Cheftrainer Norbert Düwel plant neben einem weiteren Länderspiel in Frankreich bis zum Beginn der Universiade am 1. Juli noch mehrere Maßnahmen, um seine Mannschaft gut vorbereitet ins Turnier schicken zu können. Neben einem Lehrgang in Bayern wird Düwel seine Spielerinnen spätestens neun Tage vor Turnierbeginn versammeln, um die heiße Phase einzuläuten.
Denn genau wie bei den deutschen Sportlerinnen und Sportlern aus Sportarten wie zum Beispiel Basketball, Volleyball, Badminton, Leichtathletik und Schwimmen wollen auch die Fußballerinnen möglichst bis zum Ende der Universiade hautnah am Geschehen dran sein. Ein schweres Unterfangen, wenn man bedenkt, dass auch Nationen wie Titelverteidiger Nordkorea oder Frankreich und Brasilien in Belgrad ihre Athleten ins Rennen schicken.
nawe






