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Donnerstag, 24. Mai 2012
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Artikel dieser Ausgabe aus Sport

Jung, jünger, Holstein Women.

Die Frauen-Mannschaft von Holstein Kiel setzt auf den Nachwuchs.

Der Frauenfußball in Deutschland befindet sich nicht erst seit der Frauenfußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land im Aufwind. Angetrieben von FIFA-Präsident Sepp Blatter, der davon überzeugt ist, dass »die Zukunft des Fußballs weiblich ist«, hat der Frauenfußball in den vergangenen Jahren eine riesige Entwicklung genommen.

Mit viel Engagement und großem Herzblut soll die Sportart populärer gemacht und der Spielbetrieb und die Talentförderung professionalisiert werden. Auch im Kieler Frauenfußball wird zukünftig viel Wert auf die Talentförderung gelegt und mit Leidenschaft daran gearbeitet, die Frauenabteilung der KSV Holstein in eine goldene Zukunft zu führen. Dabei könnte das Motto der diesjährigen Regionalligasaison gut und gerne »Jung, jünger,
Holstein« lauten.

Enormes Potential.
In der Tat rieb sich mancher Beobachter in den ersten Saisonspielen verwundert die Augen, lag doch der Altersdurchschnitt beider Women-Teams in jedem Spiel deutlich unter 20 Jahren. Der Grund: Nach dem Abstieg aus der Zweiten Bundesliga stand fest, dass mehr jüngere Spieler in das Team aufgenommen werden müssen. Erklärtes Ziel seitdem ist, in Zukunft konsequent auf die eigene Jugend zu setzen. Getreu diesem Prinzip soll nun, anstatt mit aller Macht den direkten Wiederaufstieg zu schaffen, zukünftig mit Weitsicht und Geduld gearbeitet und so eine neue Mannschaft geformt werden.

In den ersten Spielen der neuen Saison deuteten vor allem die Regionalliga­frauen an, wohin der Weg dieser Mannschaft führen kann, wenn man ihr die Zeit gibt, sich in Ruhe zu entwickeln. Die Begegnungen zeigten jedoch auch, dass der direkte Wiederaufstieg in dieser Saison wohl noch nicht erreicht werden wird. Zu oft wurden die Unerfahrenheit der Mannschaft und die mangelnde Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor von den erfahreneren Gegnerinnen eiskalt ausgenutzt und mit Gegentoren bestraft.

In den nächsten Wochen und Monaten gilt es nun, die Mannschaft behutsam weiterzuentwickeln, den jungen Spielerinnen weiter konsequent das Vertrauen zu schenken und sich in der oberen Hälfte der Tabelle festzusetzen. Denn die bisherigen Spiele haben gezeigt, dass sich das Team auf einem guten Weg befindet und dank des enormen Potenzials noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung angelangt ist.

Den Blick nach vorn gerichtet.
Obwohl die Ergebnisse noch nicht optimal sind, zeigte der Saisonstart, dass man mit viel Zuversicht in die Zukunft der Holstein Women blicken kann. Denn neben dem deutlich erkennbaren Potenzial der aktuellen Mannschaften verfügen die Holstein Women über eine exzellente
Nachwuchsarbeit, aus der schon viele talentierte Spielerinnen hervorgegangen sind.

Anstatt wie in der Vergangenheit nach kurzfristigen Erfolgen zu streben, will man in Zukunft den eigenen Nachwuchs gezielt an den Verein binden und talentierte Spielerinnen zu prägenden Persönlichkeiten der Holstein Women machen.

Um die Spielerinnen bestmöglich zu fördern, wird im Juniorinnenbereich gegen gleichaltrige Junioren angetreten, um das Spielniveau und die Anforderungen an die Mädchen zu erhöhen. Dass der eingeschlagene Weg der richtige ist, beweist die individuelle Weiterentwicklung aller Spielerinnen. Die wurden schließlich bereits in der vergangenen Saison mit zahlreichen Nominierungen für die schleswig-holsteinischen Auswahlmannschaften und sogar für die Jugendnationalmannschaften belohnt.

Ein Bild von einem Team.
Die gute Jugendarbeit und die schnelle Integration der Nachwuchstalente in den Spielbetrieb der Holstein Women sorgt neben dem sportlichen Erfolg auch für die hohe Identifikation der Spielerinnen mit dem Verein, dem Umfeld und der Stadt Kiel. Diese Verbundenheit mit der Stadt und dem Verein wird auch im Fotoprojekt »Holstein Women – Im Puls der Stadt« des Fotografen Erik Schlicksbier deutlich.
Schlicksbier zeigt die Women »Im Puls der Stadt«, denn Holsteins Frauen wollen sich als Teil ihrer Stadt präsentieren und gemeinsam dafür sorgen, dass der Frauenfußball auch nach der WM im Aufwind bleibt.

Die schönsten Impressionen der Fotoserie wurden in einem Kalender für 2012 zusammengefasst – nicht nur etwas für Fans der Stadt Kiel oder des weiblichen Fußballs. Rebecca Winkels,
Trainerin der U-16 Holstein Women

Erhältlich ist der Kalender unter
www.schlicksbier.com/holsteinkalender oder nefen@holstein-kiel.de.

Motivauswahl aus dem Kalender »Holstein Women - Im Puls der Stadt«, 2012.
Fotos: Erik Schlicksbier (9), Shutterstock (1)