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Hoffenheimer Bundesliga-Pläne
Regionalliga Süd 2006/07
Auch wenn die beiden Zweitliga-Absteiger 1. FC Saarbrücken und Sportfreunde Siegen mit Sicherheit alles daran setzen werden, den direkten Wiederaufstieg zu realisieren, wird das Titelrennen in der Regionalliga Süd laut Meinung der Experten nur über die TSG Hoffenheim laufen. „Ich will möglichst schnell dorthin zurück, wo ich herkomme“, machte die spektakuläre Trainer-Neuverpflichtung Ralf Rangnick, der zuletzt den FC Schalke 04 in die Champions League geführt hatte, unmissverständlich klar.
Binnen fünf Jahren soll dem badischen Dorfclub der Sprung in die 1. Bundesliga gelingen. Die neue Heimat der TSG soll dabei schon bald die von TSG-Mäzen und Ehrenmitglied Dietmar Hopp geplante 30 000-Zuschauer-High-Tech-Arena südlich des Heidelberger Stadtteils Pfaffengrund werden. An den hohen Zielen änderte auch der völlig verpatzte Saisonstart der TSG nichts.
Hoffen auf Saarbrücken
3 TV-Teams, 8 Radiostationen und über 20 Zeitungsjournalisten aus ganz Deutschland kamen Ende Juni zur Pressekonferenz „Neues Stadion“ in den Golfclub St. Leon-Rot und sorgten für das größte Medienspektakel, das es bei einer Pressekonferenz der TSG Hoffenheim jemals gab. Die ambitionierte Konkurrenz aus Siegen, Darmstadt, Wehen und Aalen kann angesichts der finanziellen Möglichkeiten des Hopp-Imperiums eigentlich nur noch auf den zweiten Platz spekulieren. Allenfalls Traditionsclub und Ex-Bundesligist Saarbrücken, der mit dem langjährigen Bayern-Assistenten und Ex-Trainer des 1. FC Kaiserslautern, Michael Henke, in das Aufstiegsrennen geht, wird als ebenbürtiger Gegner eingeschätzt. Aber auch die beiden Bundesliga-Perspektivteams aus Karlsruhe und Stuttgart sind immer dafür gut, den Favoriten ein Bein zu stellen.
Reutlingen meldet sich zurück
Und am Tabellenende? Neben den nach dem positiven Start auf bessere Zeiten hoffenden Stuttgarter Kickers erscheint auch für die Abstiegskampf-Spezialisten des SC Pfullendorf der Klassenerhalt in der kommenden Spielzeit als ein realistisches Ziel. Der neue Trainer Michael Feichtenbeiner freut sich über die Rückkehr zu seinem alten Arbeitgeber und lobt die stetig gegen die nachteilige Randlage arbeitende Vereinsführung der Linzgauer: „Es ist schon eine Riesenleistung, in den letzten acht Jahren sieben davon Regionalligafußball geboten zu haben!“ Und auch Aufsteiger und Ex-Zweitligist SSV Reutlingen, der sich in der Oberliga Baden-Württemberg seines starken Widersachers SSV Ulm entledigen konnte, ist der Klassenerhalt durchaus zuzutrauen. Doch insgeheim träumen die Anhänger an der Kreuzeiche schon wieder von der baldigen Rückkehr in die 2. Bundesliga.
Patrick Nawe




