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Frei wie ein Vogel sein
Mit Paragliding wird der Traum vom Fliegen wahr.
Durch die Lüfte schweben wie ein Adler, das schwerelose Talwärtsgleiten über atemberaubende Landschaften erleben, sich von Perspektiven überwältigen lassen, die einem ansonsten nur kühnste Träume bieten – seit Menschengedenken hat die Sehnsucht nach dem Fliegen nichts von ihrem Reiz verloren.
Selbiges dachte auch der US-Amerikaner David Barish, als er sich im September 1965, nur begleitet von seinem Sohn und seinem engen Freund Jacques Istel, in den Cats Hills im Staat New York von den Bergklippen abstieß.
Der Weltraumforschung sei Dank
Als Barish im Selbstversuch – mit eigens konstruierten, fallschirmähnlichen Flügeln – talwärts schwebte, wusste der Angestellte der Air Force zwar noch nicht, dass er die Geburt einer später höchst populären Sportart erlebte, doch das erhebende Gefühl des freien Schwebens befiel den Aeronautical Engineer bereits mit dem ersten „Flügelschlag“. Die Geburtsstunde des Gleitschirmfliegens, heute auch als Paragliding bezeichnet, hatte geschlagen.
Die Konstruktion, die ursprünglich für die sanfte Bergung von Raumfahrzeugen gedacht war, entwickelte sich zu einem Sportgerät, das in den 90er Jahren seinen Siegeszug antreten sollte und sehr schnell auch in Mitteleuropa populär wurde.
Die Allmacht der Natur
Die Flügel des Gleitschirms sind nur einige Kilogramm schwer und leicht zu transportieren. Wenn Sie das Abenteuer lockt, dann finden Sie in den Höhen die perfekte Entspannung, aber mitunter auch einen Adrenalinschub der besonderen Art. Dabei ist es erstaunlicherweise relativ einfach, die Kunst des Paraglidings zu erlernen. Begeben Sie sich in die Obhut eines erfahrenen Lehrers, dann können Sie bereits am ersten Tag der Ausbildung Erfolgserlebnisse verbuchen. Und haben Sie erst einmal die wichtigsten Lenkfunktionen verinnerlicht, dann steht Ihnen eine völlig neue Welt offen.
Dennoch ist es unabdingbar, auch vor den potenziellen Gefahren des Gleitschirmfliegens zu warnen. Risiken sollte man auch hier keinesfalls eingehen, denn Paragliding ist vor allem eine Begegnung mit der Allmacht der Natur.
Die besten Fluggebiete
Die Alpen bieten hervorragende Möglichkeiten, sich der faszinierenden Sportart anzunähern. Die schier unermessliche Fülle geeigneter Fluggebiete lässt dem Einsteiger die Qual der Wahl. Das wichtigste Kriterium für die eigene Wahl sollte die Sicherheit der Umgebung sein. Informieren Sie sich über anfängertaugliche Berge, Hügel und Übungshänge. Das zum Teil ideale Mikroklima prädestiniert die Alpen mit vielen Flugtagen für einen Anfängerkurs.
Es kann losgehen
Die zahlreichen Anfängerkurse, gerne auch Schnupperkurse genannt, bieten Ihnen auf spielerische Weise eine Annäherung an das Gleitschirmfliegen. Wichtig ist dabei zunächst, dass Sie sich mit dem neuen Sport- bzw. Fluggerät vertraut machen. Das geschieht zum Beispiel während der Einführungsveranstaltung: Aufbau des Gleitschirms, Startübungen, Steuer- und Landetechniken in Theorie und Praxis. Diese Übungen bereiten Sie auf den „Ernstfall“ vor, der in der Regel unter fachkompetenter Aufsicht und von leichten Erhöhungen aus geprobt wird. Schon nach Absolvierung eines ein- oder auch mehrwöchigen Grundkurses dürften Sie ein gutes Gefühl für den Gleitschirm entwickelt haben.
Höhenflüge
Die ersten Höhenflüge erfolgen dennoch häufig in Form eines Tandemflugs gemeinsam mit einer ausgebildeten Fachkraft. Das eigentliche Paragliding beginnt erst, wenn man erstmals allein und nur mit Funkunterstützung abhebt. Bis Sie den notwendigen Luftfahrschein erlangen können, stehen allerdings zunächst noch mindestens 30 bis 40 Flugstunden auf Ihrem Programm. Darüber hinaus verliert auch die weitere theoretische Ausbildung in Fragen von Technik, Wetterkunde, Luftrecht oder auch Aerodynamik nie an Bedeutung.
Für die Ausbildung bis zur erfolgreichen Prüfung können Sie mit Ausbildungskosten von rund 900 Euro rechnen. Eine eigene Ausrüstung ist in der ersten Phase natürlich noch nicht erforderlich, denn gute Flugschulen werden Ihnen bei Ihren ersten Höhenflügen sicherlich unter die Arme greifen.
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