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Donnerstag, 24. Mai 2012
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Artikel dieser Ausgabe aus Sport

Eiskalt auf Erfolgskurs

Das Eishockey-Team „Hamburg Freezers“

Der Traum vom hanseatischen Spitzeneishockey begann mitten im Sommer 2002. Damals stimmte die Gesellschafterversammlung der Deutschen Eishockey Liga (DEL) dem Umzug des Eishockey-Teams „München Barons“ in die Hansestadt zu. Aus den Barons wurden die Freezers und Hamburg bekam sein erstes DEL-Team.

„Welcome on Planet Ice!“

So lautet das Motto der „Hamburg Freezers“. Was sich anfangs aber schwierig gestaltete, weil dem jungen Team in der neuen Stadt zunächst noch das nötige Eis unter den Kufen fehlte. Mit der Color Line Arena wurde zwar bald ein geeignetes Umfeld gefunden – allerdings befand sie sich 2002 noch im Bau, so dass die ersten Heimspiele auswärts ausgetragen werden mussten.

Mit Fertigstellung der Arena stand den Freezers schließlich eine der modernsten Multifunktionshallen Europas zur Verfügung, die bei Eishockey-Spielen bis zu 13 000 Zuschauern Platz bietet. Ein wichtiger Bestandteil des Planet Ice war von Anfang an auch das markante Logo des Teams: der „Freezer“, eine grimmig dreinschauende Eishockeytorwart-Maske, die alle Gegner abschrecken und vom eigenen Tor fernhalten soll.

Inzwischen wurde der Freezer auch zum Leben erweckt und sorgt als Maskottchen bei den Heimspielen des Teams für Stimmung.

Trotz glatten Bodens: keine Anlaufschwierigkeiten

Schon das erste Spiel in der Color Line Arena wurde vor einem ausverkauften Haus ausgetragen.
Erstaunlich für ein Team, das erst seit wenigen Monaten existiert, und besonders in einer Stadt, die bisher keinen Eishockey-Spitzensport hatte. Dennoch: Die Erfolgsgeschichte der Freezers hatte begonnen. Hamburg erwies sich als dankbares Publikum für diese spektakuläre Sportart.


Ganz anders als das unterkühlte bayerische Publikum, das mit den damaligen „München Barons“ trotz Meisterschaft und „Play-Off“-Teilnahmen nicht warm wurde und schließlich zum Umzug der Mannschaft führte. Aber die Freezers kamen bei den Hanseaten nicht nur gut an, sie spielten auch gut. Schon so mancher „Eisbär“ oder „Hai“ hat das zu spüren bekommen. In den ersten drei Jahren erreichten die eisblau-weißen Hamburger jedes Mal die „Play-Offs“, die Finalrunden der saisonbesten Teams, und können als bestes Ergebnis immerhin schon einen 3. Platz vorweisen.

Die Fans brechen das Eis

Die Zuschauer sind vom Kampfgeist der hauptsächlich aus deutschen und kanadischen Profis bestehenden Truppe begeistert und belohnen ihn regelmäßig mit voll besetzten Rängen, die den „Hamburg Freezers“ rekordverdächtige Zuschauerzahlen liefern. Der Durchschnitt liegt bei rund 11 000 Besuchern pro Partie. Ursprünglich hatte man mit bescheidenen 5000 gerechnet. Besonders die Stimmung bei den Heimspielen in der Color Line Arena ist legendär und das gebotene Entertainment aus Multimedia und Musik sorgt für ein unterhaltsames Sport-Event für die ganze Familie.
Immer mehr Hamburger und zunehmend auch Sportbegeisterte aus dem Umland identifizieren sich inzwischen mit den „Hamburg Freezers“. Und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass sie mittlerweile ein fester Bestandteil der Stadt Hamburg und der Deutschen Eishockey Liga geworden sind, der nicht mehr wegzudenken ist.
Für die nächsten Jahre sind die „Hamburg Freezers“ sicherlich weiterhin unter den Top-Teams zu suchen, und der erste große Titelgewinn ist mithilfe der Fans nur noch eine Frage der Zeit.

Weitere Informationen, Tickets und Fanartikel gibt es unter www.hamburg-freezers.de

flo

Fotos: Lisius/Hamburg Freezers