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Das 33. WM-Team
23 Schiedsrichter pfeifen die 64 Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft
Angetreten waren 44, 30 hätten es eigentlich werden sollen, 23 sind es schließlich geworden. Die 64 WM-Spiele werden von 23 Schiedsrichtern aus 23 Ländern geleitet, mit dabei ist mit Dr. Markus Merk ein Deutscher.
Dr. Markus Merk
Geboren: 15. März 1962 in Kaiserslautern
Beruf: Zahnarzt, seit 2005 Motivationstrainer, Bundesliga-Schiedsrichter seit 1988
FIFA-Schiedsrichter seit 1992
Auszeichnungen: Schiedsrichter der Spieljahre 1994/95, 1995/96, 1999/ 2000, 2002/03 und 2003/04;
Weltschiedsrichter 2004 und 2005
Für den 44-Jährigen aus Otterbach ist es nach 2002 in Japan und Südkorea bereits die zweite Fußball-Weltmeisterschaft. Vor vier Jahren durfte er eine Vorrundenpartie (Japan gegen Russland) und ein Achtelfinale (England gegen Dänemark) leiten. Einsätze ab dem Viertelfinale kamen für Merk nicht mehr in Frage, da die deutsche Mannschaft für ihn zu erfolgreich gewesen ist. Ab der Runde der letzten Acht durften damals nämlich keine Unparteiischen aus beteiligten Nationen mitwirken.
Ersatzschiedsrichter stehen schon parat
Erstmals für eine WM-Endrunde wurde eine so genannte Förderungs-/Supportgruppe ernannt, die aus sieben Schiedsrichtern und 14 Assistenten besteht, die in Deutschland nur dann zum Einsatz gelangen, sollten andere Kollegen aus irgendwelchen Gründen (u. a. Verletzung, Krankheit) ausfallen. Diese 21 Unparteiischen sind voll ins Schiedsrichterteam für die WM integriert, nehmen an sämtlichen Trainings und Sitzungen teil und sind somit jederzeit für einen Einsatz bereit. Für einen zweiten deutschen Referee ging der große Traum dagegen nicht in Erfüllung. Der 42-jährige Herbert Fandel aus Kyllburg gehörte zu den 44 Schiedsrichtern in der Vorauswahl, bei der WM verzichtet die FIFA aber wie schon 1998 und 2002 auf eine Doppel-Nominierung aus einem Land. Aus dem Debüt für Fandel im eigenen Land wurde also nichts, eine weitere Chance wird er nicht bekommen: 2010 bei der WM in Südafrika hat er die Altersgrenze bereits erreicht.
Diesmal möglich: Merk und Deutschland im Viertelfinale
Für Markus Merk ist es ebenfalls die letzte WM-Teilnahme. Nach zwei Europameisterschaften (mit Leitung des Endspiels 2004), zwei Weltmeisterschaften, Teilnahme an den Olympischen Spielen 1992 und Leitung des Champions-League-Finals 2003 wird der zweimalige Weltschiedsrichter des Jahres (2004 und 2005) seine internationale Karriere in knapp einem Jahr beenden.
Jetzt kommt aber erst noch die WM. Für den deutschen Fußball ist diesmal sogar ein Mitwirken von Markus Merk und der deutschen Elf im Viertelfinale möglich. Aber: Die beiden bei Merk beteiligten Teams dürften im Halbfinale nicht auf die DFB-Elf treffen können. Ist Merk noch im Halbfinale im Einsatz, dann ist das ein schlechtes Zeichen für das Klinsmann-Team. Fehlt Merk, könnte Deutschland auf dem Weg zum Triumph noch im Rennen sein.
Von Asien bis Europa – Alle 23 Schiedsrichter im Bild
A S I E N
Toru Kamikawa
(43, Japan)
Shamsul Maidin
(40, Singapur)
A F R I K A
Esam Abd El Fatah
(40, Ägypten)
Coffi B. Codjia
(38, Benin)
O Z E A N I E N
Mark A. Shield
(32, Australien)
N O R D - U N D M I T T E L A M E R I K A
Benito A. Archundia
(40, Mexiko)
Carlos Alberto Batres
(38, Guatemala)
Peter Prendergast
(42, Jamaika)
S Ü D A M E R I K A
Carlos Arecio Amarilla
(35, Paraguay)
Horacio M. Elizondo
(42, Argentinien)
Jorge Luis Larrionda
(38, Uruguay)
Oscar Julian Ruiz
(36, Kolumbien)
Carlos Simon
(40, Brasilien)
E U R O P A
Massimo Busacca
(37, Schweiz)
Frank De Bleeckere
(39, Belgien)
Massimo De Santis
(44, Italien)
Valentin Ivanov
(44, Russland)
Manuel E. M. Gonzalez
(41, Spanien)
Markus Merk
(44, Deutschland)
Lubos Michel
(38, Slowakei)
Graham Poll
(42, England)
Eric Poulat
(42, Frankreich)
Kyros Vassaras
(40, Griechenland)
Förderungs-/Supportgruppe:
Khalil Al Ghamdi (35, Saudi-Arabien), Carlos Chandia (41, Chile), Jerome Damon (34, Südafrika), Mohamed Guezzas (43, Marokko), Luis Medina Cantalejo (42, Spanien), Marco Rodriguez (32, Mexiko), Roberto Rosetti (38, Italien)



