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Donnerstag, 24. Mai 2012
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Artikel dieser Ausgabe aus Sport

Boom, Ball und Bundesliga

Die »heißeste« Liga im Fußball vor dem Saisonstart.

Eine faszinierende Bundesliga-Saison liegt hinter uns, ein Jahr voller Zündstoff, Spannung und Klasse. Am Ende sicherte sich mit dem VfL Wolfsburg die Überraschungsmannschaft schlechthin den heiß begehrten Meistertitel. »Magier« Felix Magath stampfte binnen kürzester Zeit ein leistungsfähiges und begeisterndes Kollektiv aus dem Boden, das seinesgleichen sucht. Selbst die mächtigen Bayern mussten sich mit ihrem einstigen Hoffnungsträger Jürgen Klinsmann den »Wölfen« hilflos beugen.

Der mächtige Magath konnte mit dem Titelgewinn Otto Rehagel einholen. Beide erklommen bisher dreimal den Bundesliga-Olymp. Und Erfolgstrainer Magath ist durchaus zuzutrauen, mittelfristig auch Trainerlegende Hennes Weisweiler (viermal Deutscher Meister mit Borussia Mönchengladbach und Köln) einzuholen. Denn der »Schleifer« und »Alleinherrscher« plant mit den königsblauen Schalkern den nächsten spektakulären Coup.


Saisonstart am 7. August

Der erste Spieltag der Saison 2009/10 wird am 7. August angepfiffen. Die Fans können den Auftakt der Bundesliga kaum abwarten. Bereits in der abgelaufenen Saison brach die »heißeste« Liga des deutschen Profisports alle Zuschauerrekorde: Insgesamt verfolgten über zwölf Millionen Fans die 306 Spiele, das macht einen sagenhaften Schnitt von 42 187 Besuchern pro Spiel. Am 33. Spieltag der abgelaufenen Saison sorgten sogar durchschnittlich 50 959 Fußball-Enthusiasten für einen neuen Rekordbesuch.

Ein Grund für den Boom: Nie zuvor war das Titelrennen so spannend wie in der Spielzeit 2008/09. Und auch die neue Saison verspricht Stimmung und Nervenkitzel pur. Neben Titelverteidiger VfL Wolfsburg rangeln sich Rekordmeister FC Bayern München sowie die üblichen »Verdächtigen« aus Gelsenkirchen, Bremen, Leverkusen, Berlin und Stuttgart um die lukrativen Spitzenplätze – und den Titel. Mannschaften wie dem Hamburger SV unter dem neuen Trainer Bruno Labbadia sowie den offensiv-freudigen Hoffenheimern mit dem wieder genesenen Vedad Ibisevic ist eine Jokerrolle durchaus zuzutrauen.


Rückkehr der Kultclubs

Mit den drei Aufsteigern SC Freiburg, FSV Mainz 05 und 1. FC Nürnberg kehren drei echte Kultvereine in die höchste deutsche Spielklasse zurück. Die Leichtigkeit der Studenten-Metropole im Breisgau, die Begeisterungsfähigkeit der Mainzer Himmelsstürmer sowie der Altmeister von der Noris versprechen Attraktivität und spielerische Klasse. Selten besaß ein Aufsteigerfeld dermaßen  hohe Sympathiewerte wie in diesem Jahr. Dennoch dürften sich alle drei Teams auf einen knallharten Abstiegskampf einstellen.

Mannschaften wie Borussia Mönchengladbach, VfL Bochum und Eintracht Frankfurt werden im Tabellenkeller die direkten Konkurrenten im Rennen um den Klassenerhalt darstellen. Bleibt abzuwarten, wie sich die Kölner Geißböcke ohne ihren Startrainer Christoph Daum, dafür aber mit Prinz Poldi schlagen werden. Auch in der neuen Saison könnten die Wellen am Rhein wieder sehr hoch schlagen.


Mittelfeld auf dem Sprung

Zwei Altmeister hoffen seit Jahren auf bessere Zeiten: Borussia Dortmund und Hannover 96. Während die »Schwarz-Gelben« eine starke Rückrunde hinlegen konnten, am Ende im Schlussspurt dennoch den Platz in der Europa League an den HSV abtreten mussten, hatten die »Roten« eher mit sich selbst zu kämpfen. Garant für den frühzeitigen Klassenerhalt war Nationaltorhüter Robert Enke, der dem derzeitigen Schattendasein der Hannoveraner in der Bundesliga ein wenig Glanz verleiht. Internationale Gäste können die Niedersachsen im Moment nur in lukrativen Freundschaftsspielen begrüßen. Gaben im letzten Jahr die »Königlichen« aus Madrid ihre Visitenkarte in der AWD-Arena ab, so testete die Hecking-Elf vor dem Start in die neue Saison gegen Arsenal London.


Heißer Kampf um WM-Tickets

Für zusätzliche Motivation der Aktiven sorgt neben dem Liga-Alltag in der kommenden Saison sicherlich der Kampf um die WM-Tickets. Bis zum Mai des nächsten Jahres haben die Spieler Zeit, sich für die Reise nach Südafrika zu empfehlen. Der Kader für die Weltmeisterschaft wird letztendlich 23 Spieler, darunter drei Torhüter umfassen. Bundestrainer Joachim Löw wird daher in den kommenden zehn Monaten ganz genau hinschauen, um am Kap der Guten Hoffnung die Sehnsüchte der riesigen Fangemeinde befriedigen zu können. Die Fußball-Fans dürfen sich also ganz gewiss wieder auf eine »heiße« Bundesliga-Saison freuen.
nawe

Der »Meister-Macher« Felix Magath sucht auf Schalke neue Herausforderungen.
Ein Traum wird wahr: der VfL Wolfsburg holt die Meisterschale 2009.
Fotos: Patrick Nawe (2), Shutterstock (2)