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Donnerstag, 24. Mai 2012
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Artikel dieser Ausgabe aus Sport

42,195 Kilometer zum grßen Glück.

Die Beliebtheit des Marathons kennt keine Grenzen – auch in Deutschland nicht.

Nun ist es wieder so weit. Die Anzahl der Laufveranstaltungen nimmt Woche für Woche zu und erreicht in den warmen Monaten ihren Höhepunkt. Noch immer gilt der Marathon als Königsdisziplin im Bereich der Langstrecke. Vergleichbar in seiner Bedeutung wohl nur mit dem Kurzstrecken-Klassiker über 100 Meter.

Seit 1896 gehört der Marathon zum unverzichtbaren Bestandteil der Olympischen Spiele. Und mit seiner Erhebung in den Olymp wird der Lauf auch in vielen Metropolen weltweit gefeiert, ob in Berlin oder beim legendären New-York-Marathon, für den sich zu qualifizieren allein schon eine kaum zu bezwingende Hürde darstellt. Keine Frage: Die Teilnahme an diesem Ereignis hat für unzählige Hobbysportler etwas Magisches.

Schillernde Historie.
Zweifelsohne gehört die schillernde Geschichte des Marathons heute zu einer wichtigen Triebfeder für Hunderttausende von Freizeit- und Profisportlern.

Die Legende vom griechischen Boten Pheidippides, der im 5. Jahrhundert vor Christus die 40 Kilometer lange Strecke von Athen nach Sparta in zwei Tagen bewältigen konnte, um dort Hilfe in der Schlacht gegen die Perser zu erbitten, ist wohl jedem bekannt, der sich auf die mitunter äußerst beschwerliche, aber auch ungemein befriedigende »Reise« macht.

Doch erst Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Erinnerungen an den legendären Pheidippides wiederbelebt und bei den Olympischen Spielen in Athen 1896 kultiviert. Zwei Jahre später feierte der Marathonlauf auch in Deutschland seine Premiere.

Laufen, schwitzen und sich quälen, so könnte man den Lauf über die Marathondistanz kurz und bündig beschreiben. Doch ohne das enorme Glücksgefühl im Anschluss an die 42,195 Kilometer lange Strecke würden sich wohl niemals derart viele Begeisterte auf den Weg machen.

Das erhebende Gefühl, sich während des Laufes immer wieder selbst zu motivieren, sich gegen die Ermüdung aufzubäumen und am Ende die sportlichen Lorbeeren einzufahren, das kann wohl nur derjenige nachempfinden, der die Strapazen erfolgreich hinter sich gebracht hat.

Der Mann mit dem Hammer.
Fast jeder Langstreckenläufer kennt ihn oder hat zumindest schon einmal von ihm gehört. »Der Mann mit dem Hammer« taucht vor allem bei Marathonläufern immer mal wieder auf und verlangt dem Athleten mitunter die allerletzten Energiereserven ab. Das Wichtigste für den Sportler ist daher die richtige Vorbereitung mit dem Schwerpunkt Grundlagenausdauer.

Eine alte Faustregel besagt, dass man es rund zwei Monate vor dem Wettkampf schaffen sollte, eine Distanz von 30 Kilometern zurücklegen zu können. Auch sollte man diese Strecke im Idealfall vor einem Marathon mehrfach absolvieren.

Eine weitere Regel empfiehlt, innerhalb einer Trainingswoche die Kilometerzahl der Marathondistanz einmal zurückzulegen. Step by step nähert man sich während der Vorbereitungsphase mit unterschiedlichsten Trainingsformen der benötigten Fitness.
Es empfiehlt sich vor allem für Neueinsteiger, sich Rat bei erfahrenen Läufern zu holen. Idealerweise lässt man sich zu Beginn der Vorbereitungszeit von einem Sportmediziner durchchecken und beraten, um individuelle Ziele und Trainingsstrategien festzulegen.

Marathon-Terminkalender.
Den Auftakt im deutschsprachigen Bereich machte 2011 der traditionelle Zürich-Marathon am Neujahrstag. Der Leipziger Wintermarathon Mitte Januar, der Paris-Marathon am 10. April und auch der Wiener City Marathon eine Woche später lockten zahlreiche Enthusiasten auf die Straße. Highlights im Monat Mai sind ohne Frage die Events in Hannover (8. Mai) und in Hamburg (22. Mai). Für Freunde des ganz Besonderen bieten sich sowohl der Helgoland-Marathon am 14. Mai als auch der Limes-Marathon in Welzheim am 22. Mai an. Die größte deutsche Lauf-Veranstaltung steigt am 25. September in der Hauptstadt. Der Berlin-Marathon lockte im letzten Jahr über 40.000 Starter auf die Laufstrecke und rund 750.000 Schaulustige auf die Straße. Und in Berlin sorgte der äthiopische Langstreckenläufer Haile Gebrselassie am 28. September 2008 mit unglaublichen 2:03:59 für einen Rekord für die Ewigkeit. Schnellster Deutscher war am 14. Februar 1988 mit einer Zeit von 2:08:47 der Dresdner Jörg Peter. Bei den Frauen hat seit dem 13. April 2003 die Britin Paula Radcliffe den Weltrekord inne. Sie legte die 42,195 Kilometer beim London-Marathon in der überragenden Zeit von 2:15:25 zurück. Informationen zu allen weiteren spannenden Marathon-Events finden Sie im Internet unter www.marathon.de

Der Marathon-Wettbewerb in Frankfurt gehört zu den beliebtesten Veranstaltungen in Deutschland.
Weltweit begeben sich jetzt wieder Millionen Lauf-Enthusiasten auf die Straße
Fotos: Shutterstock 5