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Donnerstag, 24. Mai 2012
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Zwischen Orient und Okzident

Istanbul

Istanbul, das Tor zum Morgenland, lockt mit einer mehrtausendjährigen Geschichte. Wen es in die exotische Fremde zieht, muss keinen vielstündigen Übernachtflug auf sich nehmen. Bereits nach knapp drei Stunden heißt den Westeuropäer eine Stadt willkommen, deren Flair aus vielen guten Gründen das Attribut märchenhaft verdient.

Zumindest mit einem Bein, mag es auch sehr kurz ausfallen, gehört die Türkei längst zur EU, denn geografisch betrachtet befinden sich die Istanbuler Stadtteile Eminönü und Fatih auf dem europäischen Kontinent. Ein Umstand, der zwar politisch nicht ins Gewicht fällt, wenn es um die Beitrittsverhandlungen geht, viel jedoch über die Geschichte dieser Metropole aussagt, deren Vergangenheit gleichermaßen christliche und islamische Wurzeln hat.

Begegnung der Religionen
Wer Geschichte nicht nur studieren, sondern auch erfahren will, kommt um Istanbul kaum herum. Bereits im Altertum zählt diese Stadt zu den größten der Welt. Von griechischen Siedlern um 660 v. Ch. unter dem Namen Byzanz (Byzantion) gegründet, erhält die Hafenstadt rund tausend Jahre später den Namen Konstantinopel – getauft nach dem römischen Kaiser Konstantin, der der Legende nach durch eine göttliche Erscheinung zum Christentum bekehrt wird und diesen Ort zum Zentrum des oströmischen Reichs bestimmt. In den Folgeepochen wird die Stadt allerdings stetig umkämpft, sodass im 11. Jahrhundert ein Hilferuf an Papst Urban II. die grauenvollen Kreuzzüge auslöst. Die Vereinnahmung durch das Christentum findet schließlich ein Ende, als 1453 n. Ch. die Osmanen die Stadt einnehmen. Dass der heutige Tourist die Sakralbauten beider Religionen bewundern kann, ist der Toleranz der islamischen Kultur zu verdanken, die viele der christlichen Bauwerke bewahrt hat.

Allen voran die Hagia Sophia, die im orthodoxen Christentum eine herausragende Bedeutung einnahm und nach der Eroberung durch die Türken zunächst als Moschee diente und in der Neuzeit zum Museum wurde.

Tradition und Moderne
Istanbuls Reiz erschöpft sich aber nicht in seiner religiös geprägten Architektur; die Exotik der Fremde lockt bereits beim Streifzug durch die Stadt. Stetig wird der Besucher zum Handeln animiert, das Feilschen um den Preis ist hier Tugend. Nicht minder eindrucksvoll fällt der Gang durch die vielen Bazare aus, denn was hier angeboten wird, betört die Sinne des Sehens, Hörens und Riechens gleichermaßen. Und weil die Freundlichkeit der Händler allen möglichen Vorbehalten trotzt, gerät der Einkauf schnell zu einer Reise durch tausend und einer Nacht.

Wer der faszinierenden Welt des Orients begegnen möchte, sollte Istanbul unbedingt einen Besuch abstatten. Mit unserer deutschsprachigen Reiseleitung fällt Ihnen dies umso leichter.

Die coop bietet ihren Lesern die Möglichkeit, diese einzigartige Stadt am Schnittpunkt von Europa und Asien zu einem attraktiven Preis zu erleben – mit all ihren Facetten, die diese Millionenstadt zu bieten hat.

Fotos: Türkei-Presse (3)