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Donnerstag, 24. Mai 2012
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Und täglich grüßt das Murmeltier

Das Kleinwalsertal

Tradition, atemberaubende Landschaft und das Urtypische einer jahrhundertelangen Abgeschiedenheit prägen seinen Charakter. Entlang der Breitach und des Schwarzwassers erstreckt sich auf einer Länge von etwa 100 Quadratkilometern das Kleinwalsertal mit seinen lauschigen und zusammen nur 5000 Einwohner zählenden Ortschaften Hirschegg (1122 Meter), Riezlern (1089 Meter) und Mittelberg (1215 Meter).

Das Tal besitzt eine Höhenlage von über 1000 Metern. Der Große Widderstein, die mächtigste Erhebung des bei Touristen überaus beliebten Hochgebirgstals südlich von Oberstdorf, ragt sogar 2536 Meter in den Himmel. Das österreichische Kleinwalsertal gehört längst zu den beliebtesten Urlaubsorten der Alpen.

Bauern besiedeln das Tal
Einen beschwerlichen Weg hatten einst die Bauern über den Alppass bis in das Tal der Breitach zurückzulegen, ehe sie ihr Ziel in den Hochtälern Voralbergs erreicht hatten. Diesen Ort hielten sie für geeignet, um sich niederzulassen. Das Roden weiter Teile des Gebirgstals war nicht minder anstrengend als der Weg über die steilen Berghänge.

Doch die neuen Siedler erhielten das bis dahin nur als Jagdgebiet bekannte Tal als Lehngut, nutzten spezielle Techniken zur Bewirtschaftung der hoch gelegenen Bergregion und wurden mit reicher Ernte für ihre Mühen und Entbehrungen belohnt. Noch heute erinnert eine Zahl an der Wand der Mittelberger Kirche an die Ankunft der Bauern. Man schrieb das Jahr 1302, und niemand konnte damals erahnen, welche Anziehungskraft die Region eines Tages auch auf Besucher aus ferneren Gegenden ausüben sollte.

Der Reiz der Berge
Das 300 Jahre alte Haus »Talblick« in Hirschegg ist ein Kleinod inmitten des Walsertals, einem der schönsten Wander- und Skigebiete. Es ist, wie viele der Häuser in der direkten Umgebung, ein echtes Stück Geschichte. Ulrike Weiss und Thomas Nagel stehen für die Gastfreundschaft im Kleinwalsertal und strahlen vom ersten Augenblick an die Ruhe aus, die auf den oftmals gestressten und vom Alltag ermüdeten Urlauber beruhigend wirkt. Und es gibt nur ein Ziel: in der wunderbaren Lage erholsame Tage zu verbringen. Von hier aus, nicht weit vom Ortskern und dem Tourismuszentrum im Walserhaus, hat man einen prächtigen Blick über das Tal. Das Wichtigste: Der nächste Wanderweg beginnt gleich hinter dem Haus.

Wintersport- und Wanderzentrum
Neben attraktiven Wanderungen lockt selbstverständlich auch der Wintersport Tausende von Besuchern in das Kleinwalsertal. Zahlreiche Schlepp- und Sessellifte sowie zwei Kabinenbahnen stehen zur Verfügung. Neben der Fahrt mit der Kanzelwandbahn in Riezlern ist auch die Fahrt mit der Walmendingerhornbahn in Mittelberg ein Muss. Beide Bahnen befördern Wintersportler und Wanderer gleichermaßen und bieten einen atemberaubenden Blick auf das Walsertal.

Sehenswertes
Neben der »Bergschau«, die Evolution, Flora und Fauna im Allgäu auf spannende Art und Weise präsentiert, und dem »Naturstadl« mit den drei Themenkomplexen Mensch, Natur und Schöpfung gehört vor allem das Erlebnis »Breitachklamm« zu jedem Aufenthalt im Walsertal dazu. Die im Sommer und Winter begehbare Klamm ist ein einzigartiges Naturdenkmal und wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Wanderweg erschlossen. Die reißende Breitach hat in den letzten Jahrtausenden tiefe Schluchten in den Fels gefressen und erlaubt mitreißende Einblicke in die Geologie des Kleinwalsertals. Und wer auch im Urlaub längere Ausflüge nicht scheut, der kann einen Tag im reizvollen Oberstdorf verbringen und unter anderem die beeindruckenden Skisprung-Anlagen besuchen.
Auch ein Ausflug nach Obermaiselstein lohnt sich, denn in der »Sturmannshöhle« steigen die Besucher rund 300 Stufen in die Welt der Urzeit hinab. Auf einem beleuchteten Weg nach unten passiert man verheißungsvolle Orte wie Drachentor und Höhlenrachen, um am Ende des Abstiegs zum geheimnisvollen Höhlenbach zu gelangen.

Burmi, das Murmeltier
»Burmänta« nennt man im Walsertal das Murmeltier, das in gewisser Weise eine Art modernes Maskottchen der Region darstellt. Und Burmi, wie es liebevoll genannt wird, übt vor allem auf die jüngsten Besucher des Kleinwalsertals eine »magische« Anziehungskraft aus. Informationen zum putzigen Bewohner und zum attraktiven Urlaubs-Angebot für Kinder finden Eltern im Walserhaus in Hirschegg oder bereits vor dem Beginn der Ferien auf der offiziellen Webseite des Kleinwalsertals.

Die Allgäu-Walser-Card
Ein guter Tipp für alle kostenbewussten Besucher ist ohne Zweifel die Allgäu-Walser-Card, die zahlreiche Vorteile bietet. Neben der freien Fahrt auf allen Buslinien bis zum Grenzgasthof Walserschanz und Ermäßigungen auf den Strecken bis nach Oberstdorf bietet sie kostenlose Teilnahme an geführten Wanderungen, Wegfall der Loipengebühr sowie freien Eintritt im Walsermuseum in Riezlern, im Skimuseum und bei den interessanten Animationen im Tourismus-Zentrum Walserhaus in Hirschegg.
Weitere Ermäßigungen bietet die Card beim Minigolf, Reiten, Schwimmen oder auch bei zünftigen Heimatabenden und Besuchen im Bauerntheater. Darüber hinaus stehen im Sommer Frei-Tennisplätze in Mittelberg sowie ganzjährig eine kostenlose W-Lan-Verbindung im Walserhaus zur Verfügung. Die Allgäu-Walser-Card erhält der Besucher bei seiner Ankunft im Urlaubsquartier für eine Pfandgebühr von 5 Euro pro Karte, die bei Rückgabe am Ende der Ferien sogar noch zurückgezahlt wird.

Weitere Infos: www.kleinwalsertal.com

nawe

Fotos: Patrick Nawe, pixelio/Ingrid Kranz