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»Tanze schöne Nebelbraut...«
In Jörgen Brackers historischem Kriminalroman »Hinter der Nebelwand« muss Dr. Frank Wittenborg Licht in eine trübe Mordsache bringen.
1911 Nach der mehr als missglückten Taufe seines Kutters findet sich Jungfischer Karl-Theodor Behr durch eine Intrige plötzlich in einer Zwangsverlobung mit Marga, der Tochter des reichen Fabrikanten Nonnenwort wieder.
Allerdings hat Karl-Theodor, genannt »Flosse«, bereits eine heimliche Beziehung mit der stummen Polin Elsbeth. Elsbeth hat auf Grund ihrer Herkunft keinen leichten Stand in der eingeschworenen Dorfgemeinschaft. Und nun wird sie durch ihre Liaison auch noch als »Nebelbraut«, die »Braut im Dunklen«, verschrien.
Ein tragisches Versehen.
Eines Tages findet sie ein Paket, von dem sie annimmt, dass Karl-Theodor es geschickt hat. Darin befinden sich ein wunderschönes Ballkleid und passende Schuhe. Fest davon überzeugt, dass ihr Geliebter sie nun auf dem kommenden Ball als offizielle Braut vorstellen will, übersieht sie im Eifer eine Karte, die den Präsenten beigelegt war. Darauf steht geschrieben: »Tanze schöne Nebelbraut, tanze bis der Morgen graut …«.
Der Ball wird für die junge Polin zum Desaster, tief gedemütigt verschwindet sie im Dunkeln. Selbst Karl-Theodor muss seine Suche bald erfolglos aufgeben. Dann wird auch die »Marga«, sein Kutter, gestohlen. So macht er sich in einem kleinen Motorboot auf, den Schiffsdieb zu finden.
Am Pfingstmontag wird das führerlose Boot aus einer Nebelwand an den Hafen von Eckstedt gespült; darin wird die entsetzlich zugerichtete Leiche des jungen Fischers gefunden. Dem Landarzt Frank Wittenborg wird die Obduktion übertragen. Das Ergebnis ist so überraschend, dass Wittenborg sich immer tiefer in die Ermittlungen einbringt, um den Nebel in diesem Fall doch noch zu lichten.
Dieser historische Krimi beruht auf einer wahren Begebenheit und versetzt den Leser in das Schleswig-Holstein um 1911 zwischen Husum und Kiel. Autor Jörgen Bracker studierte Klassische Archäologie, Alte Geschichte und Vor- und Frühgeschichte. Von 1976 bis 2001 leitete er das Museum für Hamburgische Geschichte.kk




