Artikel dieser Ausgabe aus Reise & Kultur
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Opern-Open-Air
Die Eutiner Festspiele
Inmitten der Seenplatte der Holsteinischen Schweiz liegt nicht nur das wunderschöne Städtchen Eutin, sondern auch der Schauplatz eines traditionsreichen Opernfestivals.
Ehrenwerter Ursprung
Anlässlich des 125. Todestages des prominentesten Sohnes der Stadt, des Komponisten Carl Maria von Weber (1786–1826), war die Idee entstanden, ihn zu diesem Jubiläum mit einem eigenen Festspiel zu würdigen. So kam es 1951 zur ersten „Oper im Park“ im herzoglichen Eutiner Schlossgarten, wo unter freiem Himmel Webers bedeutendste Oper „Der Freischütz“ gegeben wurde. Aus zwei geplanten Vorstellungen wurden allerdings schnell neun, so dass man die „Eutiner Sommerspiele“ (im Jahr 2000 umbenannt in „Eutiner Festspiele“) nun jährlich stattfinden ließ.
Reiner Musikgenuss
Die Inszenierungen machten sich schnell einen Namen und seitdem strömen jedes Jahr mehr als 40 000 Besucher herbei. In der einzigartigen, direkt am Großen Eutiner See gelegenen Freilichtoper erwarten die bis zu 1900 Zuschauer weltbekannte Opern, Operetten und andere stimmgewaltige klassische Meisterwerke. Besonders die Akustik der Eutiner Festspiele begeistert Kenner und Puristen, denn aufgrund der günstigen Bauweise der Freilichtoper kann hier auf technische Hilfsmittel wie Mikrofone verzichtet werden.
Rang und Namen
Insgesamt wurden hier bisher 43 verschiedene Stücke vom Barock bis zum 20. Jahrhundert aufgeführt. Die häufigsten Spielzeiten kann Webers „Freischütz“ für sich verbuchen, aber auch Meister wie Verdi oder Mozart stehen regelmäßig auf dem Programm. Berühmte Stimmen wie Gladys Kuchta, Iris Vermillion, Theo Adam, René Kollo, Kurt Moll oder Hermann Prey kamen und kommen gerne auf den „Grünen Hügel“ Eutins und verdanken ihm nicht selten einen gehörigen Karriereschub. Und auch 2006 sind wieder alle Rollen hochkarätig besetzt.
Klassiker mit Weltniveau
In der diesjährigen Spielzeit (12. 7. – 27. 8. 2006) inszeniert Intendant Jörg Fallheier drei sehr unterschiedliche Stücke. Zum einen Guiseppe Verdis dramatische Oper „Troubadour“ mit seinen eingängigen Melodien, die diesmal als „Il trovatore“ in der italienischen Originalversion aufgeführt wird. Die tschechische Nationaloper „Die verkaufte Braut“ von Bedrich Smetana bildet einen eindrucksvollen Kontrast, denn sie wird auf Deutsch gesungen und entführt die Zuschauer mit schwungvollen böhmischen Liedern in ein turbulentes Verwirrspiel um Liebe und Betrug. Carl Zellers populäre Operette „Der Vogelhändler“ rundet den Liebesreigen mit humorvollen Intrigen und Verwechslungen bei Ohrwürmern wie „Schenkt man sich Rosen in Tirol“ und „Christel von der Post“ ab.
Weitere Informationen zu den Eutiner Festspielen, den Stücken und der Besetzung sowie Termine und Karten finden Sie unter www.eutiner-festspiele.de




