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Donnerstag, 24. Mai 2012
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Nach 20 Jahren solo

CD-Tipp

Man sollte jedes Mal versuchen, einen Hit zu schreiben, wenn man sich hinsetzt und mit der Arbeit an einem neuen Song beginnt.“ Nach diesem anspruchsvollen Prinzip arbeitet Sharleen Spiteri bereits seit 1986, dem Jahr, in dem Johnny McElhone und sie in Glasgow die Band Texas gründeten.

Und der Erfolg gibt ihr recht. Texas wurde bald eine der wichtigsten Popbands der neunziger Jahre. 15 Platinauszeichnungen und 13 Top-Ten-Hits, darunter der Pop-Ohrwurm „Summer Son“, unterstreichen dies eindrucksvoll.

Neue Freiräume
Nun beschreitet Sharleen neue Wege. Nach dem letzten Texas-Album beschloss sie, sich endlich der Herausforderung eines Soloalbums zu stellen. Sharleen hat „Melody“ ganz und gar zu ihrem Album gemacht, angefangen von den Stücken, die sie alle selbst geschrieben hat, bis hin zur gesamten Produktion. Letztlich wurde jedes Element und jeder Ton in Eigenregie von ihr arrangiert.

Das Album experimentiert mit dem Soul der sechziger sowie dem Rock ’n’ Roll und dem Doo-Wop der fünfziger Jahre. Die Idee, ein Soloalbum zu machen, räumte Sharleen völlig neue Freiräume ein. „Ich wollte schon immer eine Platte aufnehmen, die nach Nancy Sinatra klingt“, gesteht sie. „Mit Texas war das natürlich nicht drin, doch dieses Mal hatte ich sämtliche Fäden in der Hand und konnte genau das Album machen, von dem ich schon immer geträumt habe.“

Me, myself and I
„Melody“ ist zugleich das persönlichste Album von Sharleen Spiteri. Als nach zehn Jahren ihre Beziehung zerbrach, war dieses Album für sie der richtige Weg, um alles zu verarbeiten und mit einem neuen Kapitel beginnen zu können. So entstand ein vielschichtiges Album mit einer Vielzahl von unwiderstehlichen Melodien. Sharleen, die nun ohne Kompromisse ihren eigenen musikalischen Weg gehen konnte, sagt über „Melody“: „Das bin einfach nur ich, der man auf dieser Platte begegnet.“
kh

Foto: Universal Music Group