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Das Ostholstein-Museum in Eutin zeigt vom 17. Mai bis 23. August die Ausstellung »Friedensreich Hundertwasser: Architekturmodelle«.
Gezeigt werden 13 Modelle von Gebäuden, die Friedensreich Hundertwasser ab Anfang der 1980er-Jahre entwarf beziehungsweise umgestaltete. Dazu gehören unter anderem die St. Barbara-Kirche in Bärnbach, die Grüne Zitadelle von Magdeburg, das KunstHausWien und das Ronald McDonald-Haus in Valkenburg/Niederlande.
Diese Modelle faszinieren den Betrachter allein schon aufgrund ihrer Größe und Detailgenauigkeit. Zusätzlich ist der große, so genannte Spiralenfluss Hand Brunnen von 1993/94 in der Ausstellung zu sehen.
Die eigenen vier Wände spürbar machen
Bereits in den fünfziger Jahren hatte sich Friedensreich Hundertwasser, der vielen vor allem auch durch sein malerisches und grafisches Werk bekannt ist, mit dem Thema Architektur auseinandergesetzt. Doch erst 1972 baute er erste Architekturmodelle zur Verdeutlichung seiner architektonischen Grundsätze.
Dem Künstler ging es um ein natur- und menschengerechteres Bauen, um organischen und ökologischen Wohnraum. Er entwarf seine Gebäude deshalb bewusst ohne geometrisch-starre Raster und bevorzugte die organische Formensprache. Für ihn war beispielsweise die geometrisch-gerade Linie unnatürlich und somit gottlos. Aus diesem Grund vermied er ebene Böden und gestaltete die Hausfassaden unter anderem mit farbigen, unterschiedlich geformten Säulen als tragende Architekturteile.
Hundertwasser forderte die individuelle Beteiligung des Bewohners an der Gestaltung seines persönlichen Wohn- und Lebensraums, da er die modernen Bauten als steril und menschenunwürdig empfand: Ein Mieter, so sein Anspruch, sollte die Außenfassade rund um sein Fenster selbst gestalten dürfen. Gleichzeitig propagierte der Künstler die konsequente Einbeziehung der Natur als ursprünglichen Lebensraum in den Haus- und Wohnungsbau. So entwickelte er zum Beispiel die Idee des »Baummieters« und die Bewaldung der Hausdächer im Sinne einer Wiedergutmachung an der Natur, der man mit dem Bauplatz Territorium genommen hat.
Die Auswahl von Architekturmodellen im Ostholstein-Museum wird ergänzt durch Fotografien weiterer Bauvorhaben, Texte des Künstlers und Filmmaterial zum architektonischen Werk Friedensreich Hundertwassers. Die Ausstellung findet in Zusammenarbeit mit der Hundertwasser Gemeinnützige Privatstiftung Wien und dem KunstHausWien statt.
Das Museum ist während der Ausstellung dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
Der Eintritt beträgt 7 Euro für Erwachsene; Kinder ab 6 Jahren, Jugendliche, Rentner, Festspielkarten- und Ostseecard-Inhaber sowie Gruppen erhalten Ermäßigung. Führungen werden angeboten.
Tipp:
Kontakt
Ostholstein-Museum
Schlossplatz 1
23701 Eutin
Tel.: 04521-788-520
Fax: 04521-788-96-520
Email: info@oh-museum.de
www.oh-museum.de




