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Donnerstag, 24. Mai 2012
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Legenden und Leidenschaft

AIDA: Aus Mythos wird Musical

Manche Geschichten werden niemals alt. Sie überdauern Generationen von Menschen und faszinieren uns immer wieder aufs Neue. Das Besondere an diesen Geschichten ist, dass die Themen zeitlos sind: Liebe und Leid, Zwänge und Freiheit, Kriege und Frieden, Verzicht und Verrat …

Erzählung, Oper, Musical

Eine dieser Geschichten ist die Sage um die nubische Prinzessin Aida, die auf die Zeit von 1550 v. Chr. zurückgeht. Zu dieser Zeit befanden sich die Nubier im Krieg mit den Ägyptern. Die Erzählung wurde Mitte des 19. Jahrhunderts vom französischen Ägyptologen Auguste Mariette Bey aufgeschrieben und begeisterte den ägyptischen Vizekönig Ismael Pascha so sehr, dass er sie als Prunkoper für das ägyptische Volk anlässlich der Eröffnung des Suez-Kanals vertonen lassen wollte.

Schließlich nahm sich der Großmeister der italienischen Oper, Giuseppe Verdi, des leidenschaftlichen Stoffes an und ließ die Oper am 24. Dezember 1871 in Kairo mit großem Erfolg uraufführen.

Mehr als hundert Jahre später wurde das Thema für eine moderne Version erneut aufgegriffen, und zwar von Sir Elton John und Tim Rice, die gemeinsam ein vielfach preisgekröntes Musical entstehen ließen, welches im Jahr 2000 im Palace Theatre in New York uraufgeführt wurde und seit 2003 auch in Deutschland zu sehen ist.

Zu den zahlreichen Auszeichnungen des Musicals gehören unter anderem die vier Tony Awards in den Kategorien: Beste Musik und Texte, Beste Hauptdarstellerin, Bestes Bühnenbild, Bestes Lichtdesign.

Eine legendäre Liebe

Die Geschichte spielt viele Jahre vor unserer Zeitrechnung. Die Pharaonen beherrschen Ägypten mit eiserner Macht, unterwerfen benachbarte Kulturen und versklaven deren Bevölkerung. Auch Nubien erleidet dieses Schicksal und wird erobert.

Der ägyptische Kommandant Radames verschleppt die nubische Prinzessin Aida aus ihrer Heimat, ohne zu wissen, wer sie ist. Er ist jedoch rasch beeindruckt von ihrem mutigen und stolzen Auftreten und rettet sie vor dem sicheren Tod in den Kupferminen, indem er sie seiner Verlobten Amneris schenkt.

Amneris’ Vater, der Pharao von Ägypten, liegt im Sterben und drängt Radames, nun endlich die Verantwortung für Ägypten zu übernehmen. Auch die Hochzeit zwischen Radames und Amneris ist bereits von langer Hand und gegen den Willen des Bräutigams vorbereitet, der sich jedoch stattdessen in Aida verliebt und sich auch sonst wünscht, endlich von allen Zwängen befreit zu sein.

Auch Aida erwidert diese Liebe, da Radames all seinen Besitz an die Armen verteilt und für sie ein neuer Mensch sein will. Als sie jedoch erfährt, dass ihr Vater, der nubische König, in Gefangenschaft geraten ist, zweifelt sie an ihrem Geliebten. Sie will ihrem Vater zur Flucht verhelfen und versucht Radames davon zu überzeugen, dass ihre Liebe keine Chance hat.

Während der Hochzeit von Radames und Amneris schließlich überschlagen sich die Ereignisse, an deren Ende die beiden Liebenden zum Tode verurteilt werden.

Mit Leidenschaft bei der Arbeit

Selbstverständlich lebt ein Musical nicht nur von der Geschichte, sondern vor allem von der Leistung aller beteiligten Mitarbeiter, von denen die bereits erwähnten Künstler Elton John und Tim Rice nur die prominente Spitze sind.

Für die deutschen Texte ist Michael Kunze verantwortlich, der schon seit Ende der 60er-Jahre eine feste Größe im Musikgeschäft ist. Er hat nicht nur fast alle bekannten internationalen Musicals ins Deutsche übertragen, sondern mit Elisabeth, Tanz der Vampire und Mozart! auch selbst international erfolgreiche Musicals geschrieben.

Das Ensemble umfasst 30 Mitglieder aus verschiedenen Nationen, doch nicht vergessen werden sollten auch die 25 Techniker, Masken- und Kostümbildner, die hinter der Bühne für den reibungslosen Ablauf sorgen. Denn für AIDA wurden 250 maßgeschneiderte Kostüme angefertigt, und allein Amneris besitzt 12 verschiedene Kostüme und hat während jeder Show 6 Make-up-Wechsel. Allein das ist doch schon einen großen Applaus wert!

AIDA on Tour

  • Bremen – Musical-Theater
    3. Juni bis 30. Juli 2006

  • Berlin – Theater des Westens
    5. August bis 31. Oktober 2006

  • Leipzig – Kohlrabizirkus
    2. Dezember bis 17. Januar 2007

  • Bregenz – Festspielhaus
    20. Januar bis 15. März 2007

Tickethotline:
(0 18 05) 44 44 (12 Cent/Min.)
www.stage-entertainment.de

jp

Fotos: stage entertainment