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Donnerstag, 24. Mai 2012
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Junger Mann in großen Suiten

Hotelgutachter

Der passionierte Hotelgast aus Korschenbroich bei Düsseldorf hat mit seinen 23 Lenzen schon mehr Luxus gesehen als manch anderer gleichen Alters. Der Grund: Seit seinem 15. Lebensjahr logiert er regelmäßig weltweit in Sterne-Etablissements und schreibt später ausführlich darüber auf seiner Homepage, die sich der Präsentation von Topadressen verschrieben hat.
Während »normale« Jugendliche und Heranwachsende im Fußballstadion, in der Disko oder beim Shoppen ihre Zeit verbringen, reist Martin Sampedrano mehrmals im Jahr nach Rom, Mallorca, New York oder auch mal nach Dubai. Warum das? Um an diesen exklusiven Orten in ebenso exklusiven Herbergen zu logieren – mit möglichst vielen Sternen. Seit er 14 Jahre alt ist, hat der ideenreiche Deutsch-Spanier die internationale Luxushotellerie zu seinem Steckenpferd erklärt.

Ein Sinn für Luxus und Atmosphäre
Wie kommt ein junger Mann auf solch ein exzentrisches Hobby? »Ich war schon früh von der Luxushotellerie begeistert. Doch mir fiel auf, dass die meisten Hotelführer und Internetseiten eher kurz zur Sprache brachten, was die Gäste vor Ort erleben können. Ich wollte etwas Neues schaffen, etwas, was dem Gast mehr Informationen gibt, mit Gefühlen und Eindrücken, die er auch selbst vor Ort spüren kann«, sagt Martin Sampedrano, der bereits eine beeindruckende Anzahl an schönen Destinationen bereist und genossen hat.

So war der heute 23-Jährige bereits im Hotel Hassler (Rom), im Castillo Hotel Son Vida bei Palma de Mallorca, im Schlosshotel Fuschl bei Salzburg, im Hotel des U2-Sängers Bono, dem Clarence in Dublin, im Hotel Cipriani in Venedig und im Londoner Baglioni, um nur einige zu nennen. Stets von den Direktoren persönlich eingeladen, weil ein Jugendlicher naturgemäß ja nicht über das nötige Kleingeld für ein Luxusdoppelzimmer verfügt.

Bewertung gegen Übernachtung
Anfangs jedoch war es gar nicht so einfach, erinnert sich Martin Sampedrano. »Manchmal brauchte ich da schon einen langen Atem, bisweilen auch von außen Fürsprecher«, berichtet der junge Mann. Doch nach und nach, auch nachdem seine Homepage www.sampedrano.com immer mehr ausführliche Berichte und Beschreibungen über die einzelnen Hotels aufführte, zeigten sich viele Hotelmanager beeindruckt und ließen den Youngster gern in ihren heiligen Hallen eine Zeit lang wohnen. Auch heute noch verbinden ihn mit einigen dieser Hotelbesitzer freundschaftliche Beziehungen, so wie die mit dem Inhaber des Hotel Hassler in Rom, Roberto E. Wirth.

Ausführliche Berichte und Beschreibungen heißt, dass Martin Sampedrano das ganze Hotel besichtigt, mit den Mitarbeitern spricht und dann seine Impressionen in seine Texte einfließen lässt. Mit Fotos angereichert werden sie dann auf der Homepage platziert und können dort von Interessierten abgerufen werden.

Gelungene Mischung aus Tradition und Moderne
Ein wirkliches Luxushotel, was ist das seiner Meinung nach? »Natürlich gibt es objektiv festgelegte Kriterien für Sterne­herbergen wie Zimmergrößen, Ausstattungen oder auch Servicezeiten. Schön finde ich persönlich darüber hinaus eine gelungene Mischung aus traditionsreichem Ambiente mit den Annehmlichkeiten der heutigen Zeit, wie Internet durch W-LAN und ansprechend gestaltete Wellness-Bereiche. Doch für mich – und sicher nicht nur für mich – ist eine stimmige Atmosphäre eines Hotels wesentlich. Die Atmosphäre, die zu einem großen Teil von den Menschen geschaffen wird, die dort arbeiten. Wie sie auf spürbar natürliche Weise freundlich sind, wie sie dezent für den Komfort des Gastes sorgen, wie sie sich interessiert zeigen. Das macht für mich den Wert eines Hotels gehobener Klasse aus.«

Am Nebentisch der Ex-Bundespräsident
Dass bei den Aufenthalten im luxuriösen Ambiente auch manchmal Promis seinen Weg kreuzen, ist fast schon normal. So wurde er kurzerhand während seines Aufenthaltes in Venedig zu einer prächtigen Feier von Elton John eingeladen, wo unter anderem auch Donatella Versace, Sting und Liz Hurley zu Gast waren; begegnete Moritz Bleibtreu an der Poolbar auf Mallorca und dinierte am Nebentisch des Ex-Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker in Berlin.

Heute, nach Fachabitur und einer Ausbildung zum Fremdsprachenkorrespondenten in Französisch, Englisch und Spanisch mit anschließenden Stationen in Heiligendamm und Hamburg, arbeitet Martin Sampedrano als PR-Manager für ein 5-Sterne-Haus in der Nähe von Köln. Berufliches Fernziel ist es, vielleicht einmal ein eigenes Hotel sein Eigen nennen zu können. »Dieses Haus würde ich klein, sehr persönlich gestalten und all die für mich so wichtigen Kriterien in einer gesunden und finanzierbaren Mischung dort kombinieren«, verrät der ambitionierte junge Mann.

Und das Hobby? Wohin soll denn die Reise noch gehen, nachdem schon so viele schicke Destinationen bereist und porträtiert worden sind? »Ich hätte große Lust, mir die verschiedenen Rocco Forte-Häuser in Deutschland anzusehen, wie das Hotel de Rome in Berlin, die Villa Kennedy in Frankfurt am Main oder das The Charles in München.«
Auswahl an schönen Luxushotels gibt es in jedem Fall weltweit genug, und seine Homepage hat auch noch eine Menge Platz für neue Luxus-Herbergen.

Infos über Martin Sampedrano auf
www.sampedrano.com

Fotos: Shutterstock (1), Ellen Sampedrano (1)