Artikel dieser Ausgabe aus Reise & Kultur
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Hier schlägt Europas Herz
Mehr als nur der Sitz des Europäischen Parlaments und vieler anderer Institutionen: Brüssel.
Wenn es darum geht, welche Stadt in den Nachrichten weltweit am häufigsten genannt wird, dürfte Belgiens Metropole ganz oben auf der Liste stehen, immerhin sitzt hier die Schaltzentrale der Europäischen Union. Dass sie noch deutlich mehr zu bieten hat, kann jeder bezeugen, der schon mal dort gewesen ist – oder im Juni 2009 mit den Verkehrsbetrieben Kreis Plön (VKP) dort sein wird.
Nicht nur ausgesprochene Krimifans beschleicht ein besonderer Appetit auf Süßes, wenn ihnen der Name Hercule Poirot in den Sinn kommt: Der Meisterdetektiv aus der Feder von Agatha Christie lässt keine Gelegenheit aus, die eine oder andere Praline zu vernaschen. Kein Wunder auch, gilt doch seine literarische Heimatstadt als Mekka dieser Spezialität.
Besonders sehenswert: die Jugendstilarchitektur
Der Name Brüssel bedeutet so viel wie »Stadt im Sumpf«. Tatsächlich musste das Gebiet zu Zeiten der Stadtgründung im 10. Jahrhundert erst urbar gemacht werden, damit es besiedelt werden konnte. Dies geschah gleichermaßen durch niederländisch und französisch sprechende Bevölkerungsteile und führte im Zuge der Belgischen Revolution von 1830 zur Loslösung vom Vereinigten Königreich der Niederlande. Ein ganz anderer Konflikt blieb allerdings ungelöst: der zwischen den Flamen im Norden und den frankofonen Wallonen im Süden des Landes.
In Belgiens Hauptstadt ist davon wenig zu spüren: so weltmännisch, wie sich Brüssel nach außen und auch nach innen präsentiert, integriert es die religiös und gesellschaftlich sehr unterschiedlich geprägten Flamen und Wallonen ähnlich elegant wie seine Architektur, die mal pompös, mal filigran erscheint. Pompös etwa, wenn man den kolossalen Justizpalast in Augenschein nimmt, der, so möchte man meinen, den Eiffelturm, würde er liegen statt stehen, bequem in sich aufnehmen könnte. Filigran wiederum, sobald man vor und auch in den Bauwerken des Architekten Victor Horta steht: Jugendstil von seiner schönsten Seite, zu bewundern im Hotel Solvay, im Brüsseler Hauptbahnhof und natürlich im Horta-Museum selbst.
Wem zwischen diesen und weiteren Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise dem Atomium, dem Sitz der NATO und dem Europäischen Parlament der Sinn nach einer kulinarischen Pause steht, ist in Brüssel ebenfalls bestens aufgehoben. Das Angebot an erstklassigen Restaurants ist fast so groß wie das an Fritten-Ständen. Beides sollte man sich als Gast der Stadt nicht entgehen lassen.





