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Donnerstag, 24. Mai 2012
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Eine Reise in die Vergangenheit

Die historische Speicherstadt

Schlendert man dann über die Landungsbrücken, den „Wasserbahnhof“ Hamburgs, gelangt man zu einem der Wahrzeichen Hamburgs, der Speicherstadt. Inmitten von riesigen Speichergebäuden im typisch hanseatischen Stil wilhelminischer Backsteingotik, die von einem Netz aus Wasserstraßen, den Fleeten, durchzogen werden, fühlt man sich in eine andere Zeit versetzt.

Die 1883 auf Eichenpfählen gegründeten Lagerhäuser erstrecken sich über ein Areal von 1,5 km und bilden damit den größten historischen Lagerhauskomplex der Welt, der seit 1991 auch unter Denkmalschutz steht.

Durch ihre gleichzeitige Lage an Wasser und Land können die Speicher sowohl von Schuten (Lastkähnen) als auch von Straßenfahrzeugen angefahren werden. Zu den wichtigsten Handels- und Lagergütern zählten Tee, Kaffee und Gewürze. Im Speichermuseum am St. Annenufer vermitteln in einem über 100 Jahre alten Lagerhaus typische Waren und Arbeitsgeräte der Lagerfirmen und Handelshäuser der Speicherstadt einen Einblick in den damaligen Arbeitsalltag.

Zwischen Tradition und Moderne

Wo einstmals Quartiersleute Stückgut in die Speicher einlagerten, befinden sich heute neben einigen HiFi- und etlichen Teppichlagern vor allem zahlreiche Agenturen und viele Museen, die dafür sorgen, dass die Speicherstadt immer noch mit Leben gefüllt ist.

Während das Speicherstadt-, Zoll- und Gewürzmuseum interessante Einblicke in die traditionelle und heutige Arbeitswelt der Speicherstadt geben, können sich die Besucher im „Dungeon“ von professionellen Schauspielern auf eine interaktive Zeitreise in die dunkle Vergangenheit der Hansestadt entführen lassen.

Wer lieber 50 000Bäume, 30 000 Figuren, 10 000 Autos und 5 km Gleise mit der größten Modelleisenbahn Europas sehen möchte, sollte das „Miniatur Wunderland“ besuchen.

Fotos: Hamburg Tourismus GmbH (1), Jan Kehnscherper (3); Karte: Dwaarslöper