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Donnerstag, 24. Mai 2012
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Eine Menagerie voller Abstrusitäten

Kultregisseur Tim Burton lädt zu der wohl bildgewaltigsten Teeparty ein, die es seit dem Erscheinen des Buches »Alice im Wunderland« von Lewis Carroll 1865 gegeben hat.

Die Geschichte um das kleine Mädchen Alice, das einem weißen Kaninchen in ein fantastisches Land folgt, dort auf skurrile Figuren trifft und jede Menge Abenteuer überstehen muss, ist wohl die bekannteste Adoleszenz-Geschichte überhaupt.

In dieser visuell aufwändigen Adaption flieht die inzwischen 19-jährige Alice (Mia Wasikowska) nach einem missliebigen Heiratsantrag zurück in das Wunderland, jenem faszinierenden Ort fern von aller Vorstellungskraft. Hier trifft sie auf ihre alten Bekannten aus Kindheitstagen: das weiße Kaninchen, den März­hasen, die Grinsekatze und den Verrückten Hut­macher (Johnny Depp).

Ab mit dem Kopf!
Das skurrile Fantasiereich wird jedoch bedroht: Die Rote Königin (Helena Bonham Carter) erfreut sich perfiderweise daran, die Bewohner des Wunderlandes einen Kopf kürzer zu machen. So nimmt Alice, unterstützt von der Weißen Königin (Anne Hathaway), den Kampf gegen die Rote Königin und ihre Schreckensherrschaft auf und tritt eine Reise an, auf welcher sie geschrumpft, gestreckt, gekratzt und in eine Teekanne gesteckt wird, um schließlich herauszufinden, wer sie wirklich ist.

Surreal und bildgewaltig
Altmeister Tim Burton gelingt es immer wieder, mit seinem unglaublichen Imaginationsvermögen seinen Filmen eine ganz besondere Aura zu verleihen. In Streifen wie Beetlejuice, Edward mit den Scherenhänden, Corpse Bride, Nightmare Before Christmas und Charlie und die Schokoladenfabrik verzaubert Burton die Zuschauer mit Welten, die sich von skurril-komisch bis gespenstisch-schön bewegen. Auch seine »Alice«-Verfilmung wird ihre faszinierende Wirkung nicht verfehlen.      kk

Alice im Wunderland