Artikel dieser Ausgabe aus Reise & Kultur
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Ein ostseeliches Herbsterlebnis
Die Hohwachter Bucht in Holstein
Hohwachter Bucht
Im Hohwachter Umland laden nicht nur reizvolle Wälder und Seen oder die Insel Fehmarn zu Entdeckungsreisen ein. Auch prachtvolle Herrenhäuser und Gutshöfe gibt es hier zu besichtigen. Eine Fahrt über die Ostsee nach Dänemark rundet den Urlaubsplan ab.
Hochinteressante Regentage dagegen kann man zum Beispiel im Eiszeitmuseum in Nienthal bei Lütjenburg oder im Natureum Steinwarder bei Heiligenhafen verbringen.
Das milde Reizklima der Ostsee und eine prachtvolle Landschaft machen den Aufenthalt in der idyllischen Hohwachter Bucht zwischen Kiel und Fehmarn auch außerhalb der Badesaison zu einem Hochgenuss für Körper und Seele.
Klein, aber fein!
Das ehemalige Fischerdorf Hohwacht im Landkreis Plön, das 1986 zum Ostseeheilbad wurde, präsentiert sich beschaulich. Weder riesige Hotelkomplexe noch ausgedehnte Klinikanlagen dominieren das Ortsbild. Gebaut wird hier vielmehr nach dem Prinzip: Kein Haus darf höher als die Wipfel der Bäume sein! Denn ein gesundes Blätterdach ist den Hohwachtern nun mal mehr wert als ausufernder Tourismus.
Natur erleben
Herrlich weiße Sandstrände und eindrucksvolle Laubwälder gehen in der Hohwachter Bucht eine rundherum gelungene Verbindung ein, die auch bei Wind und Wetter zu ausgiebigen Spaziergängen einlädt. Erst am Strand Drachen steigen lassen, Muscheln sammeln oder Bernstein suchen und dann im Dickicht Rehe beobachten? Zum Beispiel.
Wer weiter hinaus will, kann sich Fahrräder oder auch Rikschas leihen und die umliegenden Natur- und Vogelschutzgebiete erkunden. Dabei stellt man schnell fest: In der „Holsteinischen Schweiz“ spricht man zwar Platt, doch die Landschaft selbst ist das ganz bestimmt nicht! Hügel und Binnenseen sorgen für immer neue, schöne Aussichten.
Für Sportsfreunde
Rund um Wasser und Wald hält Hohwacht viele interessante Freizeitangebote bereit. In der Segelschule wird bereits siebenjährigen Anfängern aufs Surfbrett oder in den Optimisten geholfen. Beliebt sind auch die Kenterkurse bei wilden Wellen und steifer Brise, denn „Tauchsport“ hat hier das ganze Jahr Saison. Sogar zu Neujahr findet ein traditionelles Preistauchen statt. Die ansässige Tauchschule führt Neulinge in die Welt der Muschelbänke und Seegraswiesen im außergewöhnlich klaren Wasser ein und veranstaltet Exkursionen zu Wracks und anderen interessanten Revieren.
Ohne exklusive Zugangsbeschränkungen, dafür jedoch mit herrlich freiem Blick auf die blaue See, steht die ganzjährig geöffnete 27-Loch-Anlage des Hohwachter Golfclubs versierten Spielern wie Anfängern offen.
Die gutmütigen Ponys der Reitbahn tragen nicht nur halbwüchsige Pferdenärrinnen, sondern schon Dreikäsehoch-Cowboys über den Deich.
Wer in die Luft gehen und 25 Meter über dem Boden die eigenen Grenzen erklettern will, findet in Europas höchstem Hochseilparcours, dem Hohwachter „Kreutzkampwald“, die passende Herausforderung.
Für Genießer
Die regionale Küche lädt zu deftigem „Grönkohl“, Labskaus, Birnen, Bohnen und Speck, Steckrübenmus oder „Rode Grütt“ ein – und natürlich zu Fisch, Fisch und nochmals Fisch! Der ist hier so richtig frisch, denn der Transportweg ist ja ausgesprochen kurz: direkt aus dem Meer – und rein in die Pfanne!
Dorschfilet und feinen Ostseelachs gibt es in allen Variationen. Matjes isst man hier mit grünen Bohnen und Speckstippe oder als traditionellen Holsteiner Matjestopf in Sahnesauce mit Äpfeln, Zwiebeln, Wacholderbeeren und Senfsaat. Wer nicht selbst angeln will, kann die fangfrische Tagesbeute frühmorgens direkt vom Fischerboot in Alt-Hohwacht oder im nahen Hafen Lippe kaufen oder sich an frisch geräucherten Spezialitäten wie Ostseeaal, Ostseemakrelen und Kieler Sprotten gütlich tun.
Für Kulturbeflissene
Die Hohwachter „Flunder“ dagegen ist keine regionale Fischspezialität, sondern eine 2004 für Konzerte, Hochzeiten, Gottesdienste und andere Kulturveranstaltungen errichtete Veranstaltungsplattform.
Dieses an der Ostseeküste Schleswig-Holsteins einzigartige Bauwerk schwebt – gehalten von einer mächtigen Stahlseilkonstruktion – fächerförmig in drei Metern Höhe über dem Meer und steht zwischen den Veranstaltungen für erfrischende Seeluftpromenaden offen.
Rings um Hohwacht herum dagegen finden sich zahlreiche Bauwerke aus frühgeschichtlicher Vergangenheit: etwa die eindrucksvollen Megalithgräber bei Gut Futterkamp oder die Rekonstruktion der Turmhügelburg im Lütjenburger Nienthal.
Also: Wandeln Sie doch einmal auf den Spuren der rauflustigen westslawischen Wagrier (nach dem altnordischen Wort „vagr“ für Bucht),
der überzeugten „Buchtbewohner“, die zwischen dem 7. und 12. Jahrhundert die Region bevölkerten. Nach ihnen nennt man die zauberhafte Gegend rund um Hohwacht heute auch „Wagrien“.
Weitere Informationen zur Hohwachter Bucht erhalten Sie im Internet unter www.hohwacht.de oder von der Info-Hotline (0 43 81) 9 05 50.
mimu





