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Donnerstag, 24. Mai 2012
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Ein Licht in der Dunkelheit

DVD-Tipp: »Die Stadt der Blinden«

Die Literaturverfilmung »Die Stadt der Blinden« nach der
Vorlage von José Saramago zeigt den absoluten Zusammenbruch jeglicher menschlicher Ordnung nach einer Epidemie.

Die größte Angst des Menschen ist der vollständige Kontrollverlust. Und dieser beginnt zunächst im Kleinen: Von einer Sekunde auf die andere verliert ein Mann am Steuer seines Wagens sein Augenlicht.

Was zunächst als medizinischer Sonderfall abgetan wird, zieht immer weitere Kreise, als plötzlich seine Frau, sein behandelnder Arzt und alle Menschen, die mit dem Mann in Kontakt standen, an dieser geheimnisvollen »weißen Blindheit« erkranken.

Entmenschlicht
Da die mysteriöse Epidemie scheinbar nicht zu heilen ist, werden aus Angst vor weiteren Ansteckungen alle Betroffenen ohne Behandlung in einer ehemaligen Nervenheilanstalt interniert.

Gefangen in der ungewohnten Dunkelheit und in den bereits überfüllten Räumen der Anstalt, breiten sich Panik, Gewalt und Anarchie unter den Erkrankten aus. Doch unter ihnen gibt es noch einen Menschen, der von der Erblindung verschont geblieben ist.

Die Romanverfilmung
Lange galt der Roman des Nobelpreisträgers José Saramago als unverfilmbar. Regisseur Fernando Meirelles, der bereits mit seinem Debüt »City of God« und der Verfilmung des Thrillers »Der ewige Gärtner« von John le Carrè zeigte, dass er den Romanvorlagen seiner Filme mehr als gerecht wird, nahm sich dieses Projektes an und schuf einen Film, der auch durch seine herausragenden Darsteller (unter anderem Julianne Moore, Mark Ruffalo und Danny Glover) die Zuschauer noch lange nachhaltig berühren wird.
kk

Fotos: Kinowelt