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Donnerstag, 24. Mai 2012
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Drama Queen

Marie Antoinette, die letzte Königin Frankreichs, im Theater Bremen auf der Bühne.

Die Königshäuser der Welt hatten und haben stets einen besonderen Platz in der Geschichte – und in den Geschichten, die sich über sie erzählen lassen. Durch ihre herausragende Stellung in der Gesellschaft ist unser Interesse an ihnen groß, nicht erst seit dem Aufkommen der Regenbogenpresse. In vielen Fällen ist das Interesse mehr als berechtigt, denn die Lebenswege bei Hofe sind meist alles andere als langweilig!

Besonders die hübschen jungen Frauen erregen immer wieder die Gemüter und die Fantasie, ob es sich nun um Sisi handelt, um Lady Di oder auch um Marie Antoinette.

Mit vielen weiteren Beispielen der Geschichte teilen sie eine Gemeinsamkeit: Hinter einer märchenhaften Fassade leiden sie nicht selten sehr unter der Last der Erwartungen. Doch nicht nur die strengen Regeln am Hof machen ihnen das Leben schwer, auch der Lauf der Geschichte hat zuweilen andere Pläne als die Herrscher selbst.

Begegnung mit Folgen
Marie Antoinette, das fünfzehnte Kind von Österreichs Kaiserin Maria Theresia, der Ehefrau des französischen Königs Louis XVI., ist ein Paradebeispiel für Lust und Last der Krone. Schon im Alter von 14 Jahren wird sie 1770 auf Drängen ihrer Mutter mit dem französischen Thronfolger verheiratet. Dort ist sie eingebunden in ein straffes Hofzeremoniell und wird zum Spielball zahlreicher Ränkespiele.
Viel lieber beschäftigt sie sich allerdings mit Theater, Tanz und Gesellschaften, für sie ein willkommener Gegenpol. Für edle Kleider und extravagante Frisuren gibt sie dann auch Unsummen aus, und das, obwohl die Staatskasse und die Situation des Volkes alles andere als rosig sind. Mit diesem oberflächlichen und undiplomatischen Verhalten zieht sie nicht nur die Aufmerksamkeit, sondern zunehmend auch jede Menge Unmut auf sich.

Die bewegte und bewegende Geschichte der Königin bis hin zu ihrem tragischen Ende auf dem Schafott ist Gegenstand des Musicals »Marie Antoinette« im Theater Bremen. Um Leben und Persönlichkeit der Regentin lebendig werden zu lassen, bedienen sich die erfolgreichen Autoren Michael Kunze und Sylvester Levay – die auch schon für »Elisabeth«, »Mozart« und »Rebecca« verantwortlich waren – eines Kunstgriffs: Sie führen eine zweite zentrale Frauenfigur ein, das arme Bettlermädchen Margrid Arnaud, welches nicht zufällig dieselben Anfangsbuchstaben hat wie die Königin.

Das Rad der Geschichte
Die beiden scheinbar so gegensätzlichen Frauen treffen im Laufe der Handlung immer wieder aufeinander, anfangs feindselig, doch zunehmend mit Verständnis und Respekt füreinander. Die Geschichte beginnt 1775, ein Jahr nach der Thronbesteigung. Während die Bettlerin Magrid ums reine Überleben kämpft, gibt sich Marie Antoinette ungerührt dem Luxus hin.

Das hungernde Volk fängt an, gegen ihre Herrscher aufzubegehren. Margrid kämpft ganz vorne mit und zieht mit großer Unterstützung nach Versailles, um die Obrigkeit zu stürzen. Die königliche Familie wird gefangen genommen und eingekerkert. Bei dieser Gelegenheit lernen sich die beiden Frauen besser kennen. Doch die Geschichte nimmt ihren grausamen Lauf und der Königin ihren Mann und die Kinder.

Nur Margrid hält noch zu ihr, denn mittlerweile sieht sie die ehemalige Feindin als Freundin. Und beide erkennen, dass sie mehr gemeinsam haben als nur die Anfangsbuchstaben ihrer Namen.

Wie es sich für ein Musical gehört, wird die Geschichte von facettenreicher und gefühlsbetonter Musik getragen, die die Zuschauer in den Bann zieht und zum Träumen einlädt. So werden glanzvolle Feste lebendig, entfalten sich dramatische Ensembles ebenso wie intime Solonummern und große Chorszenen.

Erleben Sie es live!
»Marie Antoinette« sehen Sie vom 30. Januar bis 31. Mai 2009 im
Musical-Theater Bremen.
Tickets und weitere Infos erhalten Sie unter Telefon (0 180 5) 57 00 71
(0,14 Euro/Min. aus dem dt. Festnetz, Mobilpreise weichen ab) und im Internet unter www.ma-bremen.de

jp

Fotos: Constantin Film