Artikel dieser Ausgabe aus Reise & Kultur
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„Dobrodoli u Hrvatsku“
Kroatien
„Herzlich willkommen in Kroatien“ fühlt man sich in diesem
(gast-)freundlichen Land sehr schnell und kommt
auch gerne wieder. Denn am liebsten würde
man eigentlich gleich hier bleiben.
Allen Erholungssuchenden, Naturfreunden, Abenteuerlustigen und Kulturbegeisterten hat die östliche Seite des adriatischen Meeres eine passende Urlaubsattraktion zu bieten. Und das in fast greifbarer Nähe, denn sogar aus dem hohen Norden Deutschlands ist man hier nach maximal zwei Stunden Flugzeit schon mitten im Urlaub.
Nach der leider schmerzhaft verlaufenen Herauslösung aus dem ehemaligen Jugoslawien (Kroatienkrieg 1991 – 95) schaut die junge Republik nun voller Stolz in die Zukunft und nach Europa. Der Krieg ist heute kein Thema mehr. Zumindest keins, über das ein Kroate viel redet. Stattdessen besinnt man sich auf die Stärken des Landes, die eindeutig in der Pracht der mediterranen bis kontinentalen Landschaften liegen, in den Kulturschätzen aus verschiedensten Epochen und den mehr als 1100 Inseln im türkisblauen Meer.
Felsgrau und sattgrün
Trotz des sehr warmen Klimas und der vielerorts karstigen Hügelketten hat sich hier eine reiche Pflanzenwelt entwickelt, die auch dem unwirtlichsten Felsen noch ein stattliches Grün abtrotzt. Duftende Kiefern, Pinien und Zypressen, von vielfältigen wilden Blumen und Buschwerk (Blütezeit von März bis Mai) eingerahmt, findet man hier überall, ergänzt von angepflanzten Palmen, Frucht- und Olivenbäumen. In den feuchteren Gebieten finden sich aber auch ausgedehnte Laubwälder. Ganz davon abgesehen, dass hier im Sommer recht wenig Regen fällt, ist Kroatien mit seinen zahlreichen Flüssen und Seen eines der süßwasserreichsten Länder der Erde!
Überhaupt pflegen die Kroaten ein enges Verhältnis zum Wasser, denn man hat schon früh verstanden, was man dem kühlen Nass (ob „süß“ oder salzig) alles zu verdanken hat.
Schutz statt Schmutz
Bereits seit dem Ende des 19. Jahrhunderts gibt es hier strenge Wasserschutzgesetze, die das Trinkwasser und die adriatische Meereswelt schützen. So kommt es, dass die meisten Gewässer glasklar und erstaunlich fischreich sind; das Mittelmeer ist hier so sauber wie nirgendwo sonst. Viele sensible Gebiete wurden zu Natur- und Nationalparks erklärt, bevor Industrie oder Tourismus hier unkontrolliert Einzug halten konnten. So zum Beispiel die Plitvicer Seen, die zum Weltnaturerbe gehören, oder der Nationalpark Krka mit seinen scheinbar zahllosen kleinen Wasserfällen in einem malerischen Tal. Kein Wunder, dass in diesen Kulissen auch Teile der legendären „Winnetou“-Filme gedreht wurden.
Bilderbuchurlaub
Besonders die im Süden gelegene Region Dalmatien, die den größten Teil der Adriaküste umfasst, präsentiert dem Besucher ein perfektes Mittelmeerpanorama mit vielen Sehenswürdigkeiten. Denn genauso gut erhalten wie die Natur sind hier die historischen Städte und die imposanten Festungsanlagen aus alter Zeit. So gilt beispielsweise Dubrovnik als „Perle der Adria“ und einer der schönsten Orte des gesamten Mittelmeerraumes. Die Stadtmauern sind das besterhaltene Festungssystem in Europa und umfassen einen Komplex öffentlicher und privater, sakraler und säkularer Bauwerke aus allen Perioden der Stadtgeschichte seit der Gründung im 7. Jahrhundert. Speziell der Fürstenpalast, die Kirche des heiligen Blasius, die Kathedrale, die Klöster, das Zollhaus und das Rathaus sind einen Besuch wert.
Alte Geschichte
Die Hafenstadt Split ist zwar am meisten für ihren Fußballverein „Hajduk Split“ bekannt, kann aber auch mit weiteren Attraktionen aufwarten, beispielsweise dem Palast des römischen Kaisers Diokletian (3. Jahrhundert) – das gewaltige Bauwerk umfasst eine Grundfläche von 30 000 Quadratmetern. Obwohl die inneren Bereiche im Laufe der Zeit stark umstrukturiert wurden, sind noch viele alte Teile zu bewundern. Die Flaniermeile „Riva“ ist das Wahrzeichen der Stadt und verdeutlicht mit den angrenzenden Prachtbauten den Einfluss aus venezianischer Zeit (ab 14. Jahrhundert). Wie die Altstadt von Dubrovnik und der Diokletianpalast, gehören auch die Kathedrale des heiligen Jakob in ibenik und die Altstadt von Trogir zum Weltkulturerbe der UNESCO.
Alle Wege führen nach
Omi
Ein guter Ausgangspunkt für Touren durch Dalmatien ist der zentral an der Küste gelegene kleine Ort Omi. Das ehemalige Piratennest an der Mündung der Cetina will aber zunächst selbst entdeckt werden: In den verwinkelten Gassen findet man auch heute noch so manchen kulinarischen, souvenirverdächtigen und auch kulturellen Schatz, denn der Ort ist für seinen traditionellen A-cappella-Gesang „Klapa“ berühmt.
Der Fluss lädt zu beschaulichen Fahrten oder auch zum Rafting durch üppig grüne Canyons ein, am Hafen kann man eine Bootstour durch die Inselwelt starten, wenn man nicht gerade am schönsten Strand der Region liegen möchte. Die felsige Hügelkette, die Omi umgibt, bietet nicht nur vom Ort aus eine imposante Perspektive: Wer den Aufstieg zur alten Piratenfestung Fortica wagt, wird mit einem fantastischen Blick über die wunderschöne Adriaküste belohnt – und will nicht wieder weg.
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