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Donnerstag, 24. Mai 2012
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Die Leiden des Seitenscheitels

Buchvorstellung

Ein Mann, eine Frisur, ein Banküberfall.  Ralf Husmann, Erfinder von „Stromberg“ und „Dr. Psycho“ lässt seinen durch und durch durchschnittlichen Protagonisten Till Reiners in seinem ersten Roman „Nicht mein Tag“ eine Odyssee als Geisel des Bankräubers Nappo antreten. Nach vielen mehr oder weniger obskuren Erlebnissen ist sogar Till nicht mehr der, der er mal war.

Till Reiners durchläuft sein ereignisloses Leben am Rande des Ruhrgebiets. Nichts an ihm ist in irgendeiner Form herausragend oder aufregend. Begleitet wird er von seinem Seitenscheitel, den er hat, solange er denken kann, vermutlich sogar noch länger. Im Berufsalltag dümpelt er als Angestellter der Dresdner Bank vor sich hin. Lediglich seine junge Kollegin Jessica muntert ihn – zumindest in seinen Gedanken – etwas auf.

Der Überfall
Eines Tages sprengt ein Banküberfall die festen Abläufe der Bankfiliale. Till Reiners wird vom Bankräuber Nappo auf dessen Flucht als Geisel genommen. Und plötzlich ist alles anders: Ein Kaninchen stirbt, ein Mann wird zusammengeschlagen, Bruce Springsteen spielt, und außerdem fehlen der Dresdner Bank 30 000 Euro.

Der Autor

„RTL Samstag Nacht“, „stern TV“, „Die Harald Schmidt Show“, „Anke“, „rent a Pocher“, „Stromberg“ und „Dr. Psycho“ sind nur einige Formate, an denen Ralf Husmann mitgewirkt hat. 2007 wurde er mit dem Deutschen Fernsehpreis für das „Beste Buch“ und für die „Beste Sitcom“ ausgezeichnet.

Der Blick, den der Autor Ralf Husmann dem Leser in das Innenleben seines biederen Hauptakteurs gewährt, offenbart die lakonische Selbstbetrachtung des Till Reiners und dessen satirische Beobachtung seiner Umwelt und seiner Mitmenschen.

Wie schon bei seiner Erfolgsserie „Stromberg“ leuchtet Husmann die kleinen Eigenheiten seiner Personen voll aus, so dass in diesem Kontext selbst normale Angewohnheiten fast absurd wirken.

Ralf Husmann
Nicht mein Tag
Roman, Scherz Verlag
ca. 256 Seiten, ca. 12,90 Euro
erscheint voraussichtlich am 13. Mai 2008.
Erscheint auch als Hörbuch
(Argon Verlag),gelesen von
Christoph Maria Herbst
(„Stromberg“)

 



kh

Fotos: S. Fischer Verlag