Artikel dieser Ausgabe aus Reise & Kultur
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Der Natur auf der Spur
Künstlermuseum Heikendorf
Das Künstlermuseum Heikendorf stellt noch bis zum 23. November 2008 Motive des renommierten schleswig-holsteinischen Malers Lothar Schlüter aus. Das akkurate Abbilden ist seine Sache nicht, Lothar Schlüter hat stets das Wesen seiner Motive einzufangen versucht. Mit großem Erfolg, wie die beeindruckende Vita des Künstlers deutlich macht.
Bereits in den sechziger Jahren kann der 1928 in Kiel geborene Künstler seine Werke einem breiten Publikum präsentieren: in heimatlichen Gefilden wie auf Sylt und zur Kieler Woche ebenso wie jenseits des „großen Teichs“ in der Millionenme-tropole Chicago.
Das Gemalte spürbar machen
Die Welt mit anderen Augen interpretieren – unter dieses Motto ließe sich die Schule stellen, die der junge Maler durchlaufen hat. Zunächst wird er vom Expressionisten und späteren Dozenten an der heutigen Kieler Muthesius Kunsthochschule Werner Lange ausgebildet, daran schließen sich Privatstunden beim Bauhaus-Meisterschüler Karl Peter Röhl an. Zweifellos prägen diese avantgardistischen Einflüsse frühzeitig Schlüters Stil.
Eine tiefe Verwurzelung mit den Naturlandschaften seiner Kindheit sowie die Nähe zum Meer im Verlauf seiner zahlreichen Studienreisen mit dem Schiff spiegeln seine maritimen Gemälde. Die Küste und das Meer, seine Wellen und Wogen im stürmischen Wetter festzuhalten, sind noch heute eine große Leidenschaft von Lothar Schlüter.
Die Ausstellung im Künstlermuseum Heikendorf anlässlich des 80. Geburtstags des Künstlers legt den Schwerpunkt auf diese maritim inspirierten Werke. Hierbei decken die circa 40 präsentierten Bilder auch verschiedene Abstraktionsgrade der Wirklichkeit ab. Ähnlich vielseitig fallen die Techniken aus: Lothar Schlüter setzt gleichermaßen Pinsel, Spachtel und Ölkreide ein – und manchmal malt er sogar direkt aus der Tube auf die Leinwand.
Viele gute Gründe also, die Ausstellung „Maritime Bilder und mehr“ im Künstlermuseum Heikendorf zu besuchen. Und wer sich vom Maler persönlich durch die Ausstellung führen lassen möchte, sollte sich folgende Termine vormerken: Sonntag, 19. 10. um 11.30 Uhr und Sonntag, 23. 11. um 15.00 Uhr.
Weitere Infos: www.museen-sh.de



