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Donnerstag, 24. Mai 2012
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Das Tor zur Toskana

Pisa

Sie planen einen Kurzurlaub oder möchten einfach mal für ein paar Tage etwas Neues erleben? Dann liegen Sie mit einem Abstecher nach Pisa goldrichtig.

Pisa hat immer etwas zu bieten und eignet sich für eine Städtereise zu jeder Jahreszeit. Aber auch die Umgebung besticht durch ihre landschaftlichen und kulturellen Reize. Nicht ohne Grund zählt die Toskana zu den beliebtesten Reisezielen der Deutschen.

Und ganz egal, ob Ihnen der Sinn nach einem ausgedehnten Einkaufsbummel steht, eine der zahlreichen Kunstausstellungen Sie magisch anzieht oder eine Pause in einem der gemütlichen Cafés zur Entspannung gerade richtig erscheint: Die Möglichkeiten, in Pisa für einige Tage dem Alltag zu entfliehen, sind vielfältig. Und selbst das Nachtleben mit seinen unzähligen Bars, Clubs und Restaurants lädt zum ausgedehnten Verweilen ein.

Der Schiefe Turm
Pisa war im Mittelalter eine der großen Seerepubliken Italiens, die das Mittelmeer im 12. Jahrhundert beherrschte. Durch die Versandung des Hafens und die Eroberung der Stadt durch Florentiner Truppen Anfang des 15. Jahrhunderts endete jedoch Pisas glorreiche Zeit.

In seine Schieflage geriet der berühmteste Turm Pisas schon kurz nach Baubeginn 1173. Trotzdem baute man bis zur Fertigstellung 1350 weiter. Im Dezember 2001 wurde der Turm wiedereröffnet, nachdem Ingenieure den Neigungswinkel um 38 Zentimeter korrigiert hatten. Galileo Galilei (1452–1519), das in Pisa geborene Universalgenie, soll diese Eigenheit des Glockenturms zum Studium der Fallgesetze genutzt haben. Das „Feld der Wunder“ gerät bei jedem Besuch der Stadt zu einem schier magischen Anziehungspunkt. Und je nach Lichteinfall wirken die aus weißem Carrara-Marmor gestalteten Gebäude elegant, bizarr und an lauen Sommerabenden sogar beinahe unheimlich, aber auf jeden Fall außergewöhnlich schön. Alle Bauten weisen maurische Stilelemente auf wie Marmor-Arabesken mit eleganten romanischen Verzierungen und gotischem Maßwerk.

Marina di Pisa
Die Jahrhunderte haben Pisa durch landschaftliche Veränderungen vom direkten Zugang zum Mittelmeer abgeschnitten, aber ein Abstecher an die Küste des antiken Weltmeeres kann die Reise um eine sehenswerte Attraktion bereichern. Ein Besuch im Marina di Pisa, einem etwas verschlafen wirkenden Seebad mit hübschen Jugendstilhäusern gehört somit fast schon zum Pflichtprogramm.

Das Tor zur Toskana
Seit dem 16. Jahrhundert hat das nahe gelegene Livorno die Rolle der führenden Hafenstadt in der Toskana übernommen. Dort zeugt die Fortezza Vecchia, die Alte Festung am Meer, noch immer von der jahrhundertealten Bedeutung des Seehandelszentrums. Pisa hingegen wurde seit der Fertigstellung des Flughafens Galileo Galilei, der nur einen viertelstündigen Fußmarsch vom Stadtzentrum entfernt liegt, zum Tor der Toskana.

Und unweit des Arno-Tals locken weltberühmte Sehenswürdigkeiten die Besucher an. Die romanische Kirche San Piero a Grado und das faszinierende Museum in Vinci, in dem zahlreiche Rekonstruktionen von Leonardo da Vincis brillanten Erfindungen zu sehen und einige auch auszuprobieren sind, stellen nur zwei Beispiele für das großartige kulturelle Erbe der westlichen Toskana dar. Alle diese Attraktionen sind günstig mit Zug oder Bus zu erreichen und machen den Kurztrip zu einem echten Erlebnis.

nawe

Fotos: Patrick Nawe, shutterstock.de, Karte: mein coop magazin