Artikel dieser Ausgabe aus Reise & Kultur
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Da freut sich der Schneekönig
Sprichwörter und Redewendungen
Täglich liegen sie uns auf der Zunge: kluge Redensarten für alle Lebenslagen. Doch wissen wir immer so ganz genau, was wir da gerade sagen? Weiße Weihnacht, Eislaufen und Schlittenfahren – ob es damit dieses Jahr wohl etwas wird? Na, zur Not lässt sich der „Schnee von gestern“ ja einfach wieder herbeireden! Und auch sonst zwitschert allerlei Wintervergnügen durch den Sprichwörterwald.
Der Schneekönig, der sich so von Herzen freuen kann, ist weder der Vater von Schneewittchen noch lässt er wie Frau Holle die weißen Flocken vom Himmel rieseln. Stattdessen baut er kugelige Nester und ernährt sich von Spinnen und Insekten. Denn „Schneekönig“ ist der Zweitname eines Vogels, den wir alle als Zaunkönig kennen. Er zieht im Winter nicht in den Süden, sondern muntert uns auch noch bei klirrender Kälte mit seinem melodischen Gesang auf. Und weil er dadurch so unerschütterlich fröhlich wirkt, wurde der kleine Sänger zum Inbegriff eines glücklichen Menschen.
E(i)seleien
Andere Tiere sind im Winter ebenfalls auffallend gut gelaunt. Der Esel zum Beispiel. Dem ist es jetzt manchmal sogar zu wohl – und dann geht er aufs Eis. Was macht er denn da? „Tanzen“ ergänzen manche diese Redensart oder auch „
und bricht sich ein Bein“. Hufe sind nun einmal keine Schlittschuhe. Wer übermütig wird und sich selbst überschätzt, kann leicht in Gefahr geraten und Schaden nehmen. Doch das sieht der allgemein ja als recht stur und eigensinnig bekannte Esel nicht ein – und seine zweibeinigen Gegenstücke auch nicht
Vorsicht, glatt!
Aufs Glatteis kann man sich aber nicht nur selbst begeben, sondern man kann auch von jemand anderem auf selbiges geführt werden. Doch egal, ob man sich nun selbst in eine unsichere, heikle Situation hineinmanövriert oder sich hereinlegen und verunsichern lässt – wie ein Esel fühlt man sich daraufhin auf jeden Fall!
Zu solchen peinlichen Rutschpartien kann es durchaus auch im heißen Hochsommer kommen. Da ist es schon besser, rechtzeitig kalte Füße zu bekommen und sich zurückzuziehen, „Eisbeine“ müssen es ja nicht gleich werden.
Das Eisbein, das auf dem Teller weitaus beliebter ist als am eigenen Leib, verdankt seinen Namen übrigens tatsächlich einem wintersportlichen Vergnügen: Der Knochen darin wurde früher als Kufe für Schlittschuhe weiterverwertet.
mimu






