Artikel dieser Ausgabe aus Reise & Kultur
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Bizarre Schönheit
Bizarre Schönheit
Arktische Eislandschaft, so weit das Auge reicht. In Lappland gibt es sie noch, die ungezähmte Natur mit klirrenden Frösten, der Polarnacht und Nordlichtern am klaren Sternenhimmel. Südlich des Polarkreises, an der Nordspitze des Bottnischen Meeres, liegt Kemi, eine mittelgroße Stadt im finnischen Teil Lapplands. Und genau dort findet man die finnische Antwort auf Jukkajärvi (größtes Eishotel der Welt) in Schweden. Willkommen im SnowCastle LumiLinna!
Kuscheln bei – 5 °C
Es ist prächtiger als jenes, das man sich als Kind ausmalt, wenn man das Märchen der „Schneekönigin“ hört. Die 1100 m hohen Außenwände verhalfen dem SnowCastle sogar zu einem Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde. 30 000 Kubikmeter Schnee waren nötig, um den 13 500 qm großen Palast praktisch aus dem Nichts zu erschaffen.
Jedes Jahr aufs Neue gehen berühmte Architekten mit verschiedenstem Background zu Werke, immer mit der tatkräftigen Unterstützung von Studenten der Universität Lappland und Kemi Kunstschule.
Das Traumschloss in Weiß öffnet pünktlich zu Silvester seine Pforten und lädt am 27. Januar zur traditionellen Eröffnungszeremonie. Da es in dieser Region im Hochwinter bis zu – 40 °C kalt, im Spätwinter aber bis zu +20 °C warm werden kann, schließt SnowCastle Anfang April, da es der stärker werdenden Sonne nicht länger trotzen kann. Doch bis dahin bietet das nunmehr 11. Eishotel LumiLinna Platz für 70 Übernachtungsgäste (Doppelzimmer, Gruppenzimmer und eine Suite). Man nächtigt im „Schneezimmer“ bei kuscheligen – 5 °C, ruhig und entspannt im mollig warmen Schlafsack, der auf arktische Bedingungen ausgerichtet ist.
„Rentier, ein Bier bitte!“
In LumiLinna ist beinahe alles aus Eis: vom Becher, in dem der Willkommensdrink serviert wird, bis hin zum Mobiliar. Alles andere als frostig allerdings ist das Hotelpersonal. Man hat schließlich größtes Verständnis dafür, wie überwältigend die Eindrücke von Landschaft und Gebäude, von magischen Licht- und Soundeffekten auf die Gäste aus aller Welt wirken.
Heiß auf Eis? Ein Besuch im Mammut Restaurant machts möglich: Man sitzt bequem auf Rentierfellen und speist vom Eistisch z. B. ein Menü aus Heringssuppe und finnischem Brot, geräuchertem Rentier oder Weißfisch nach Art des Hauses, zum Dessert gebackenen Käse an Beerensalat, eine Spezialität Lapplands, dazu heiße und kalte Getränke. Unbedingt probieren: „Lap in Kulta“, das landestypische Bier. Auf Wunsch kommt ein echtes Rentier, voll beladen mit coolen Drinks, direkt zu Ihnen an den Tisch.
Mit 16 Knoten übers Eis
Wer die Gegend erkunden möchte, kann dank der zentralen Lage des Hotels alles bequem zu Fuß erreichen. Das Veranstaltungsprogramm des Eishotels ist ebenso vielseitig – ob Eisskulptur-Meisterschaft oder ein Konzert des Ebony Theatre aus New York – wie das Freizeitangebot im direkten Umkreis. Eisbrecher-, Motor-, Hunde- und Rentierschlittenfahrten starten täglich quasi „ab der Haustür“.
Besonders attraktiv ist das Kombiprogramm: eine Schneemobil- oder Huskysafari, ein Besuch der Edelsteingalerie und das Eisabenteuer schlechthin, eine Fahrt mit der Sampo, dem einzigen Passagier-Eisbrecher der Welt. Vier Stunden lang, bei einer Höchstgeschwindigkeit von 16 Knoten, erlebt man unendliche Weiten aus Schnee und Eis, hört die bis zu 8 m dicken Eisschichten krachend nachgeben, begibt sich zu einer Wanderung aufs Eis, fernab des Festlands, und nimmt ein Bad im tiefschwarzen Meer (natürlich im Thermoanzug).
Die Braut trägt nicht Weiß
Was aber erwärmt mehr als die Liebe? SnowCastle verfügt über eine eigene Kapelle und eine romantische Honeymoon-Suite. Paare aus allen Nationen der Welt haben sich hier das Jawort gegeben. Aber Achtung: Auf Hochzeitsbildern vor der Kulisse der Schneelandschaft ist die Braut eventuell nicht zu sehen – wenn sie denn Weiß trägt.
Oy LumiLinna Kemi
SnowCastle Ltd.
Telefon: (00358-16) 259502
Fax: (00358-16) 259708
E-Mail: info@snowcastle.net
Internet: www.snowcastle.net
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