Artikel dieser Ausgabe aus Reise & Kultur
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Afrikas Pracht im Hamburger Hafen
Disneys „Der König der Löwen“ zeigt die geheimnisvolle Schönheit und Magie Afrikas
Hamburgs Hafen mit all seinen Schiffen und Geschichten gilt zu Recht als das Tor zur Welt. Diese Bezeichnung trifft umso mehr zu, seit im Dezember 2001 Disneys Musical „Der König der Löwen“ seine umjubelte Premiere feierte. Denn nur wenige Schritte liegen zwischen der hanseatischen Atmosphäre des Hafens und der faszinierenden Tier- und Pflanzenwelt der Serengeti, die dort im Theater im Hafen Hamburg allabendlich lebendig wird.
Erzählt wird die Geschichte des Löwenjungen Simba, dem Sohn von Mufasa, dem König der Löwen. Unter dessen Herrschaft leben die Tiere in Frieden und Harmonie zusammen, und auch Simba genießt das sorglose Leben mit einer Mischung aus Übermut und Ungeduld, endlich groß und erwachsen zu werden. Gemeinsam mit seiner Freundin, der jungen Löwin Nala, unternimmt er gewagte Ausflüge und Mutproben.
Der Kreislauf des Lebens
Doch nicht alle sind einverstanden mit der Herrschaft Mufasas. Dessen eigener Bruder Scar ist eifersüchtig und machthungrig und will die Herrschaft an sich reißen. Und so heckt er eine tödliche Intrige aus, der Mufasa zum Opfer fällt, und redet dem kleinen Simba ein, er sei schuld am Tod des Vaters.
Fortan ist Scar der Herrscher des Landes. Doch unter seiner Zwangsherrschaft verarmt und verödet das bisher prächtige Land, die Bewohner leiden Hunger und sind verzweifelt.
Währenddessen findet Simba in Erdmännchen Timon und Warzenschwein Pumbaa neue Freunde und wächst zu einem kräftigen Junglöwen heran. Nach dem Wiedersehen mit Nala und einer Begegnung mit der weisen Schamanin Rafiki will sich Simba seiner Verantwortung stellen und kehrt in seine Heimat zurück. Dort kommt es zum Kampf zwischen Simba und Scar
Im Kino und auf der Bühne
Die Geschichte ist ein zeitloses Bildnis auf das Erwachsenwerden und den Kreislauf des Lebens. Erzählt wird von der Verantwortung gegenüber anderen, dem Miteinander von Generationen und dem natürlichen Lauf der Dinge. Es ist eine Geschichte, die die ganze Familie anspricht und begeistert.
Schon der Zeichentrickfilm war mit mehr als elf Millionen Zuschauern allein in Deutschland der weltweit erfolgreichste Disney-Trickfilm und wurde begeistert aufgenommen. Aus dieser Geschichte schuf die Theater- und Filmregisseurin Julie Taymor ein völlig eigenständiges Bühnenwerk, das seine ganz besondere Note gerade aus der Einfachheit der Mittel bezieht. Mit Elementen des Maskenspiels ist ein überraschendes und beeindruckendes Stück Theater entstanden, in dem kunstvolle Kostüme, überlebensgroße Puppen, afrikanische Rhythmen, betörende Farben und eine raffinierte Bühnenmechanik zu einem kreativen Feuerwerk verschmelzen.
Die Produktion selbst ist sehr aufwändig. Es wurden 400 Kostüme, 150 Masken und 100 Puppen gefertigt, deren komplizierte Mechanismen in Spezialwerkstätten in New York und Toronto in rund 37 000 Arbeitsstunden entstanden sind. Die handbemalten Gewänder wurden mit authentischen afrikanischen Mustern gestaltet und den Darstellern auf den Leib geschneidert. Die Kostüme mancher Akteure wirken gar so, als sei ihre Haut bemalt. Das Ensemble besteht aus 52 Darstellern aus über 14 Nationen, davon 12 Hauptrollen.
Das Spiel der Magie
Doch im Gegensatz zu manch anderem Musical der vergangenen Jahre steht bei diesem Musical nicht die Ausstattung im Vordergrund, sondern die Lebendigkeit des Schauspiels, die gerade durch die bewusst einfache Inszenierung ihre volle Wirkung entfaltet. Zuschauer und Presse schwärmen von der anmutigen, leichten und verspielten Darstellung mit vielen magischen Momenten. So wird zum Beispiel allein durch rote Seide an Aluminiumstangen ein Sonnenaufgang und durch ein blaues Tuch, das durch ein Loch in den Bühnenboden gezogen wird, ein verdörrender Teich dargestellt.
Hut ab vor so viel Mut zur Einfachheit, so viel Poesie und Zauber, so viel Vertrauen in die Geschichte und in die Musik.
Tickets und Infos zur Show:
TopTicketLine
(0 18 05) 44 44 (0,12 /Min.)
www.loewenkoenig.de
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