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Donnerstag, 24. Mai 2012
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Vorsicht, frisch gewischt!

Mit diesen Putztipps starten Sie sauber ins neue Jahr

Drum herum kommt keiner, doch jeder tut es auf seine Weise. Da gibt es, um nur einige zu nennen, den „Drückeberger-Typ“, der mit dem Großreinemachen wartet, bis sich ein Besuch der Schwiegermutter ankündigt, dann hätten wir noch den „Putz-mit-System-Typ“, der strikt nach „Fahrplan“ agiert, für dessen Ausarbeitung er allerdings schon den ganzen Vormittag benötigt, und den „Kopf-Putz-Typ“, der den Frühjahrsputz weniger als lästige Pflicht, sondern vielmehr als mentale Übung ansieht, also gleichzeitig im Wohnzimmer und im Kopf aufräumt. Doch welches Konzept oder welche Technik auch immer, das Ergebnis ist immer das Gleiche: Wie schön sauber und duftig alles ist! Und jetzt bloß nichts wieder unordentlich machen …

Gut geplant ist halb gewonnen

Zumindest ein grober Plan ist unerlässlich, denn er spart Zeit und Kraft! Zu vermeiden sind weite Kleidung, offene lange Haare und vor allem rutschige Schuhe (die meisten Unfälle passieren schließlich im Haushalt). Bevor Sie loslegen, sammeln Sie sich alle nötigen Utensilien und deponieren Sie sie griffbereit, sonst ist das Staubtuch plötzlich unerreichbar, da der Weg dorthin gerade frisch gewischt ist. Dann schalten Sie gute Musik ein, die zum Mitsingen und Im-Takt-Feudeln animiert.

Von oben nach unten, von hinten nach vorn

… lautet eine wichtige Regel! Und noch eins: Auf jeden Fall erst Staubwischen, dann saugen. Wenn Sie sich das ganze Haus vornehmen, reinigen Sie die Bereiche mit glatten Böden zuletzt. Bei der Wahl der Putzlappen gilt: feines Gewebe für feine Flächen, grobes Gewebe für grobe Flächen. Bei der Wahl der Putzmittel sollte man beherzigen: Einweichen und schrubben ist besser als „chemische Keule“! Das richtige Putzmittel ist beim Hausputz mitentscheidend. Sparen ist erlaubt –
aber bitte am richtigen Ende! Mikrofasertücher z. B. sparen Putzmittel mitunter gänzlich, und auch umwelt- und geldbeutelfreundliche „Hausmittel“ aus Großmutters Trickkiste haben sich bis heute bewährt: Essig eignet sich zum Putzen, Entkalken und als tatkräftiger Helfer, der, während man in anderen Ecken wirbelt, ganz eigenständig sauber macht. Sogar die restliche Flüssigkeit aus Gurkengläsern vollbringt Wunder, lässt man sie in Abfluss oder WC über Nacht einwirken. Armaturen glänzen wie neu, umwickelt man sie mit einem essiggetränkten Lappen. Um schwierige Ecken zu erreichen, kann man z. B. einen Schaschlikspieß oder eine ausrangierte Zahnbürste zur Hilfe nehmen.

So mancher Tipp verhindert sogar teure Handwerkerrechnungen: Füllen Sie die Waschmaschine mit warmem Wasser, geben Sie 4 Liter Essig dazu und lassen Sie ein Programm durchlaufen, so werden die Schläuche gründlich von Kalk und Seifenrückständen befreit. Spiritus zeigt sich als besonders geeignet gegen Fleckenbildung auf glatten Flächen; 1 Esslöffel Salz hilft gegen Abflussgeruch (einrieseln lassen, 30 Min. warten, nachspülen), und Zitrone sorgt für angenehmen Frischeduft in der Mikrowelle (eine kleine Schüssel mit Wasser und Zitronenscheiben für 1 – 2 Minuten). Und was kann man tun gegen den schmierigen dunklen Rand, der sich nach zahlreichen Duschvorgängen am unteren Rand des Duschvorhangs bildet? Schneiden Sie einfach ein paar Zentimeter ab, und er sieht aus wie neu! (Vorausgesetzt natürlich, der Vorhang ist nicht schon früher entsprechend gestutzt worden und längst geschrumpft!)

Doch um aller Verschmutzung Herr bzw. Hausfrau zu werden, bietet sich dem Verbraucher eine Vielfalt an hochwertigen Reinigungsmitteln, die effektiv und somit sparsam sind, also gleichermaßen ökologischen und ökonomischen Anforderungen gerecht werden.

Putzen – die wohl einzige zeitlose Trendsportart

Rückenschmerzen kann man vorbeugen! Der ultimative Tipp zum Thema Parkettboden-Nachpolieren, alternativ zum Mopp oder gar der Methode „Auf allen Vieren“: Moppschuhe (aus dem Versandhandel). Man schlurft im Wiegeschritt im Takt der Musik kreuz und quer durchs Zimmer. Das macht sogar Spaß. Und es sieht ja keiner …

Doch man kann es drehen und wenden, der Großputz ist Schwerstarbeit und der Kalorienverbrauch nicht zu verachten: Staubsaugen und -wischen verbrennt 150 kcal pro Zimmer, Bad und WC 100 kcal (entspricht 8 km Joggen), Küche schrubben 200 kcal (40 km Radeln). Im Schnitt macht das 80 – 180 kcal pro 30 Min. Ein Berliner z. B. hat 180 kcal, da ist eine kleine „Belohnung“ zwischendurch doch locker drin!

tide

Foto: mcm-Archiv