Artikel aus Haushalt&Umwelt

 
Sie sind hier: Haushalttipps & Umwelt / Artikel
Donnerstag, 24. Mai 2012
...

Artikel dieser Ausgabe aus Haushalttips & Umwelt

Keine Artikel in dieser Ausgabe

Gepflegtes Auftreten

So bleiben Holzfußböden länger schön

Seit Urzeiten verwendet der Mensch das Naturprodukt Holz. Und noch immer zählt es zu den beliebten und vielseitigen Materialien. Seine unvergleichlichen Eigenschaften machen es auch weiterhin zum pflegeleichten Bodenbelag der Zukunft.

Ein solider Charakter

Holz hat bei richtiger Behandlung eine enorme Lebensdauer, die zum Beispiel bei einer Verwendung als Bodenbelag andere Materialien wie Teppich oder Lino­leum sprichwörtlich alt aussehen lässt. Massive Holzfußböden sind neben dem Dachstuhl und Natur- bzw. Kunststeinen die langlebigsten Bauteile eines Hauses –
also auf jeden Fall eine lohnende Investition. Ein weiterer Vorteil von echten Holzfußböden (ob Diele oder Parkett) ist, dass sie positiv auf Klima und Wohlgefühl in einem Raum einwirken können. Die besonderen Puffer- und Dämmeigenschaften des Naturmaterials wirken sich durch Binden und Abgeben von Wasserdampf ausgleichend auf die Luftfeuchtigkeit aus. Zudem empfindet man einen Raum mit offenporiger Oberflächenbehandlung auch bei niedriger Lufttemperatur als angenehm und behaglich.

Eigentlich kein Pflegefall

Aber auch wenn ein Holzboden von sich aus eine hohe Belastbarkeit hat, kann man seine Lebensdauer und das ansprechende Äußere noch länger bewahren, wenn man ihm eine gelegentliche Pflege gönnt. Schon im Alltag kann man mit wenigen Handgriffen viele Schäden und Alterserscheinungen vermeiden. Vor allem regelmäßiges Staubsaugen ist ein wichtiger Punkt, denn Schmutz kann einen Holzboden unnötig belasten: Sand und Dreck arbeiten wie ein Schleifmittel, wenn man darüber läuft, und verursachen frühzeitigen Verschleiß.

Steinchen, die sich im Profil der Schuhsohle festgesetzt haben, können in der Oberfläche des Holzes kleine Löcher oder gar Schrammen hinterlassen. Robuste Fußmatten vor den Haustüren leisten hier einen guten Beitrag. Allerdings müssen sie regelmäßig ausgeklopft werden, weil sie sonst keine Schmutzpartikel mehr aufnehmen können. Zur Vermeidung von Kratzern empfiehlt sich generell der Einsatz von weichen Filzgleitern für alle Möbelfüße und holzbodengeeignete Rollen oder entsprechende Unterlagen für Bürostühle.

Trocken, aber nicht zu trocken

Wer hässliche Wasser- oder Schmutzflecken auf der Holzoberfläche vermeiden will, sollte mit Pflanzgefäßen oder Vasen, die direkt auf dem Boden stehen, vorsichtig sein: Auch scheinbar wasserdichte Behälter, beispielsweise aus Ton, können Feuchtigkeit ausschwitzen. Unter der Standfläche kann die Feuchtigkeit aber nicht ausreichend verdunsten und zieht dann schnell ins Holz ein, was zu Flecken und einem Aufquellen des Holzes führen kann. Ein geeigneter Untersetzer und behutsames Gießen der Pflanzen vermeiden Feuchtigkeitsstau und herablaufendes Wasser. Eine Luftfeuchte zwischen 40 und 60 % bei 20 °C sorgt für ein optimales Raumklima. Das ist nicht nur für die Bewohner gesund, sondern ideal für hölzerne Böden. Zu trockene Luft kann durch das Aufstellen von Luftbefeuchtern und Zimmerpflanzen vermieden werden, um so Fugenbildungen durch Austrocknung vorzubeugen. Bei erhöhten Luftfeuchtewerten steigt dagegen das Risiko des Aufquellens.

In altem Glanz

Um auch einem stark beanspruchten Holzfußboden wieder ein frisches Aussehen zu verleihen, sollte er regelmäßig behandelt werden. Dabei muss allerdings unbedingt beachtet werden, welche Grundbehandlung die Oberfläche ursprünglich bekommen hat.

Ein geölter Boden sollte beispielsweise ein- bis zweimal im Jahr mit Pflegeöl behandelt werden, welches nicht einmal nachpoliert werden muss. Ein Holzboden, der als Erstbehandlung gewachst wurde, wird auch weiterhin durch Aufbringen und gründliches Auspolieren einer dünnen Schicht Wachs gepflegt. Kleine Kratzer können auf diese Weise gut kaschiert werden.

Die Pflege eines lackierten Parketts ist etwas anspruchsvoller: Je nach Beanspruchung sollte solch ein Boden für einen dauerhaften Schutz alle zwei bis drei Monate mit Parkettpolituren behandelt werden. So wird die Schutzschicht erneuert und der besondere Glanz des Lacks bleibt erhalten.

Gänzlich unbehandelte Holzböden können nach Bedarf durch Laugen und Seifen geschützt werden. Das Laugen verhindert das Vergilben des Holzes und öffnet die Poren, wodurch anschließend die Seife als natürlicher Fett- und Schutzspender gut aufgenommen werden kann.

Im Zweifelsfall sollte über Beschaffenheit und Ansprüche des Holzes aber vorsorglich ein Fachmann befragt werden.

Wer seinem Holzfußboden diese gelegentliche Pflege zukommen lässt und einige Grundsätze beachtet, kann sich über viele Jahrzehnte an seinen Vorzügen erfreuen.

flo