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Donnerstag, 24. Mai 2012
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Ein zuverlässiges „Frust“-Schutz-Mittel

Der Winter-Check fürs Auto

Vorübergehend verschlossen …

Schneller als erwartet ist es plötzlich doch kalt geworden und man steht mit eisiger Miene vor einem fast unbrauchbaren Fahrzeug. Die Scheiben sind vereist und der Weg zum Eiskratzer im Handschuhfach ist gleich doppelt versperrt. Zum einen durch das eingefrorene Schloss, zum anderen von der festgefrorenen Tür. Der Schließzylinder lässt sich in der Regel mit einem ölartigen Türschloss-Enteiser wieder gangbar machen (nicht im Auto aufbewahren …).
Eine festgefrorene Tür ist dagegen ein bleibendes Problem, dem man allerdings vorbeugen kann, indem man alle Tür- und Dichtungsgummis rechtzeitig mit Vaseline oder einem Silikonspray behandelt. Hat man nun den Kratzer erreicht, stellt man nach einigen mühsamen Kratzspuren in Eis und Scheibe fest, dass man sich doch lieber für eine isolierende Scheibenabdeckung oder ein praktisches Enteiser-Spray entschieden hätte.

Alles startklar?

Auch der Motor springt bei Minusgraden häufig nur an, wenn man bei Plusgraden einige Punkte bedacht hat. Die Batterie muss noch einen ausreichenden Kaltstartstrom liefern – nur so kann der „Funke“ auch unter erschwerten Bedingungen überspringen. Hat man aber vergessen, dies beim letzten Werkstattbesuch überprüfen zu lassen, helfen das Starthilfekabel (Gebrauchsanleitung genau beachten!) und ein netter Nachbar – oder der Pannenservice.

Ein ernstes Problem ist Kühlwasser ohne ausreichenden Frostschutz. Gefrierendes Wasser dehnt sich aus und beschädigt dabei Kühler und Leitungen. Wird das Auto so gestartet, geht zunächst die feststeckende Wasserpumpe kaputt und wenig später der ungekühlte Motor.

Also rechtzeitig den Frostschutz überprüfen; er sollte bis minus 25 Grad reichen. Auch ein Ölwechsel kann zusätzlich helfen, damit beim Kältestart alles „wie geschmiert“ läuft.

Gummis schützen!

Hat man das Fahrzeug nun in Betrieb genommen, stößt man gleich auf ein weiteres Problem, womöglich sogar gegen das Auto des netten Nachbarn: Bei Temperaturen unter 7 Grad, spätestens aber um den Gefrierpunkt, gehören Sommerreifen in den Keller! Nur richtige Winterreifen haben bei diesen Witterungsbedingungen Fahreigenschaften, die so manche Rutschpartie verhindern können.

Dabei spielt das Alter eine Rolle, denn auch wenn sie noch ein ausreichendes Profil zu haben scheinen, verliert ihre Gummimischung mit den Jahren an Griffigkeit.
Bei Eis und Schnee sollte man natürlich immer möglichst schnell heizen: Die warme Luft taut nicht nur die Scheiben ganz auf, sondern schützt auch vor einem plötzlichen Beschlagen. Die Belüftung muss aber gelegentlich von Schmutz befreit und die Filter ausgetauscht werden.

Sehen und sehen lassen

Um während der Fahrt den Überblick nicht zu verlieren, muss auch das Scheibenwaschwasser mit ausreichendem Frostschutz versehen sein. Störende Streifen, die beim Wischen entstehen, können schnell durch einen Austausch der Wischerblätter beseitigt werden. Gerade in der finsteren Jahreszeit ist es auch wichtig, dass man viel Licht in die Dunkelheit bringt. Vor einer spiegelnden Fläche oder mit Hilfe des immer noch freundlich gesonnnen Nachbarn lässt sich schnell überprüfen, ob alle Leuchten funktionieren.
Die richtige Einstellung der Scheinwerfer wird von einer netten Fachwerkstatt kostenlos vorgenommen.

Auch, wenn es bei dieser Witterung nicht sinnvoll erscheint, das Auto überhaupt zu waschen, ist die Wäsche aber besonders wichtig: Das Streusalz auf den Straßen setzt Blech und Mechanik des Autos sonst stark zu. Eine Versiegelung mit Hartwachs schont den Lack und lässt Schmutz abperlen. Gute Fahrt!

flo

Foto: Photocase