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Donnerstag, 24. Mai 2012
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Die Entstehung von Humus

Humus kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Erdboden“. Er bildet die oberste Bodenschicht und setzt sich aus abgestorbenen Pflanzen, Tieren, Bakterien, Flechten und Pilzen zusammen. In Wäldern stammt das meiste Material von Blättern und Nadeln, die im Herbst vertrocknen und zu Boden fallen.

Diese Substanzen werden Streu genannt und sind das Ausgangsmaterial für die Humusbildung. Die Streu wiederum dient kleinen Bodentieren und winzigen Organismen als Nahrung. Humus entsteht letztlich durch die Stoffwechsel-aktivitäten der zahlreichen Mikroorganismen.

Der Prozess der Zersetzung dauert je nach Abbaubarkeit der organischen Substanzen unterschiedlich lange. Viele Kohlenhydrate und Eiweißstoffe werden sehr schnell zersetzt, andere pflanzliche Stoffe wie Cellulose und Lignin können aufgrund ihrer Struktur nur sehr langsam abgebaut werden.

Die Aktivitäten der Organismen erzeugen Wärme. Dadurch entstehen der typische Dunst und der charakteristische, modrige Geruch, wie er besonders im Herbst aus den Wäldern aufsteigt. Wichtige Helfer bei der Humusbildung sind auch größere Tiere wie Regenwürmer oder Wühlmäuse: Sie sorgen für eine gute Durchmischung und Belüftung der Streu, was die Zersetzung erleichtert.

Für den Boden hat der Humus eine essenzielle Bedeutung. Er schützt ihn vor Erosion durch Wind oder Wasser und gibt ihm eine günstige Struktur für Wasser- und Temperaturhaushalt. Zudem speichert er Nährstoffe sehr lange und kann daher als Grundlage für alles höher entwickelte pflanzliche Leben betrachtet werden.
mh