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Donnerstag, 24. Mai 2012
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Wie die alten Römer

Einladung zum Grillen

Ein sonniger Tag, 25 Grad und ein grüner Hügel unter großen, alten Eichen mitten in Flensburg. Was klingt wie ein perfekter Tag, ist die Kulisse unseres Grillgewinnspiels in diesem Monat.

Gewonnen hat der 25-jährige Delf Tonder aus Flensburg. Durch Zufall hat er vom mein coop magazin erfahren. Die Rezepte konnten den kochfaulen Junggesellen zwar nicht reizen, aber ein Grillfest für zehn Freunde zu gewinnen, lockte ihn sofort. Da der Online-Entwickler aber erst vor kurzem sein Diplom gemacht hat und noch in seiner Studenten-WG lebt, wurden Grill, Fleisch und Gäste einfach in den angrenzenden Park bestellt.

Der gebürtige Husumer ist vor einigen Jahren für sein Studium der Medieninformatik nach Flensburg gezogen. Und auch wenn Flensburg vergleichsweise klein ist, verliert man sich doch viel zu oft aus den Augen. So ist das Grillen eine willkommene Gelegenheit, endlich alle wieder einmal zu versammeln. Perfekte Voraussetzungen für Delf – für ihn gehören viel „Flens“ und viele Freunde einfach dazu.

Rekordverdächtig
Die Ersten von ihnen haben auch schon gemeinschaftlich den neuen Grill zusammengebaut – mit Erfolg. Ein neuer Rekord von zwanzig Minuten unterbietet den alten Saisonrekord unserer Gewinner um eine Minute. Auch wenn Fabian, der die Anweisungen gibt, das Prozedere bereits kennt und einige Schrauben und Scheiben übrig bleiben, eine gute Leistung.
Mit geeinten Kräften werden dann nach mathematischen Überlegungen die Kohle geschichtet und der Grillanzünder platziert, während in der versammelten Männerrunde fachmännisch der neue Grill und das Fleisch begutachtet werden. Für Delf übrigens nicht halb so wichtig wie die neue Grillzange, die ihn im Nu zu einer Art zweitem Tim Mälzer macht. Die Kumpel munkeln schon, dass in Zukunft in der WG vielleicht nicht mehr alle Nahrung aufgetaut und frittiert zubereitet wird.

Die Freunde stehen ihrerseits mit kompetenten Kommentaren wie „Das Fleisch braucht Röstaromen“ oder „Fett ist Geschmacksträger“ zur Seite. Auf indiskrete Nachfrage geben die meisten aber zu: „Das habe ich mit meiner Freundin im Fernsehen gehört.“

„Fleisch ist mein Gemüse“
Inzwischen wird das Landklasse-Fleisch schön zart, und immer mehr der Gäste versammeln sich zum Essen auf der Decke. Dabei werden die Salate vorwiegend als Serviettenbeschwerer genutzt. Denn wie einer der Jungs bemerkt, macht Fleisch eben schön.
So liefert der Grill einige Stunden lang Nachschub, und schließlich kommt noch von irgendwoher eine Gitarre, die den Soundtrack liefert.

Bis schließlich alle pappsatt sind und sich entspannt zurücklehnen. „Es gibt doch nichts Schöneres als im Liegen zu essen und gleich danach ein Nickerchen zu machen. Die alten Römer wussten schon wie es sich leben lässt“, kommentiert Delf die malerische Situation.

sd

Fotos: Henrik Matzen (4)