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Meine Gesundheitsapotheke
Waschen, schneiden, Kaffee, bitte!
Bei Nicole Wulf, Inhaberin des Betriebs »H2 Hoffriseur«, gibt es diesmal etwas Süßes zum perfekten Schnitt.
Die 36-Jährige ist Inhaberin und Chefin des kleinen Friseursalons am Knooper Weg in Kiel. Neben Nicole und ihrer Auszubildenden sind heute auch noch Stammkunden und Freunde eingeladen, bei Stracciatella- und Nusstorte eine kleine Pause vom Alltag zu nehmen.
Aber auch Nicoles Mutter und zwei ihrer Bekannten haben sich eingefunden. Denn um das Notwendige mit dem Angenehmen zu verbinden beziehungsweise die Arbeit mit dem Vergnügen, wird heute auch Mutter Ursulas Geburtstag zwischen Schere und Föhn gefeiert. Bevor es losgehen kann, müssen die Tiefkühltorten jedoch noch eine Weile unter die Trockenhaube, denn freiwillig wollten sie nicht rechtzeitig auftauen.
Nicht Beruf, sondern Berufung
Für Nicole ist der Friseurberuf ihr Traumjob. »Schon immer habe ich mich für Mode und Haare interessiert«, erzählt die gebürtige Saarbrückenerin. Die Arbeit hat sie dann nach Hamburg geführt und schließlich ist sie in Kiel gestrandet. Hier hat sie vor elf Jahren ihren Salon eröffnet, in dem sie neben dem üblichen Repertoire des Friseurhandwerks auch professionelles Make-up und Stylings für spezielle Anlässe wie Hochzeiten, Modenschauen und andere Events anbietet.
Nicole ist aber nicht nur ihre eigene Chefin, sondern auch die ihrer Auszubildenden Sinem. Wobei letztere das Arbeitsklima eher als familiär beschreibt. Die 17-Jährige hat nach einem langen Praktikum vor Kurzem ihre Ausbildung im Salon begonnen, weil sie hier nicht nur, wie bei anderen Praktika, für Putzarbeiten zuständig war, sondern auch schon Umgang mit den Kunden hat – und, wenn auch vorerst nur bei Chefin Nicole, schon Haarverlängerungen und Strähnchen machen darf.
Die Friseure, denen man vertraut
Die zwei sind aber auch in der Freizeit ein eingespieltes Team. So passt Sinem zum Beispiel gern auf Nicoles 5- und 8-jährige Töchter auf, wenn Nicole an einem Reitturnier teilnimmt – neben ihrem Job eines ihrer wenigen Hobbys. Sie pflegt es schon seit einer halben Ewigkeit und nimmt seit einigen Jahren mit ihrem Pferd Cosimo an Springturnieren teil. »Und das mit Erfolg«, wirft Yvette ein, die Nicole vom Reiten kennt und seit mittlerweile einem Jahr zur Stammkundschaft des »H2« zählt. Sie schätzt vor allem das nette, entspannte Ambiente im Salon und den persönlichen Service.
Diese Meinung teilt auch Nina, die vor acht Jahren durch einen Tipp ihrer Schwester zu Nicole kam und, obwohl sie heute in Neumünster lebt, einen Urlaub in Kiel immer mit einem Besuch bei der »Friseurin ihres Vertrauens« verbindet. Denn für sie ist das das Gleiche wie beim Zahnarzt: »Ich lasse nur an meine Haare, zu wem ich volles Vertrauen habe.«sd






